ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Die Kunst des Lebens

11.11.10 von (Oneness/Bewusstsein)

Sri MurthiWir alle wünschen uns im Grunde unseres Herzens, glücklich zu sein. Wir wünschen uns Liebe und Freude, und wir wünschen uns auch die Abwesenheit von Leid und Schmerz. Dabei haben wir meist bestimmte Vorstellungen davon, was uns glücklich und was uns unglücklich macht.

Sicherlich gibt es in jedem menschlichen Leben die Erfahrung von Schmerz. Wir können diese Erfahrung nicht vermeiden, und doch verwenden wir viel Zeit und Energie auf den Versuch, sie unserem Leben fernzuhalten. Die Erfahrung von Leiden aber entsteht genau aus dem Versuch, den Schmerz nicht fühlen zu müssen.

Sri Bhagavan, Begründer der Oneness University in Indien, bietet eine überraschende und befreiende Perspektive an, die Erfahrung von Schmerz zu einem Tor für Liebe, Glück und Freude werden zu lassen. Er behauptet sogar, dass Schmerz der Weg ist, um grundlose Liebe und unbegrenzte Freude zu erfahren.

Sri Bhagavan:

Eine der wichtigsten Lehren des Dharma (im weitesten Sinne „Ordnungsprinzipien der Schöpfung”) ist, dass der Inhalt nicht wichtig ist. WIE du den Inhalt erfährst, das ist wichtig. Was auch immer in deinem Leben geschieht, du musst die Kunst erlernen, es zu erfahren. Das ist die wahre „Kunst des Lebens”. Die wahre Kunst des Lebens bedeutet: Vollständig, ganz und gar erfahren, was auch immer gerade (in DIR) geschieht.

Fast alles, was geschieht, sind menschliche Interaktionen mit deinen Freunden, deinen Verwandten, deinem Chef, deinen Kindern und deiner Familie. Ständig interagierst du mit ihnen, denn Leben ist Beziehung. Ohne Beziehungen existierst du nicht. Nun, in diesen Beziehungen führst du so etwas wie Interaktion (Wechselwirkung) aus. Du wirst vielleicht verletzt, du wirst vielleicht provoziert, und vielleicht tauchen einige Erinnerungen auf, all dies geschieht.

Was immer geschieht, wenn du es vollständig erfährst, so wie ich vorher schon sagte, du wirst dann entdecken, dass unbegrenzte Freude existiert. Was geschieht nun, wenn es so viel Freude gibt? Sie hört nicht dort auf. Sie wird zu Liebe. Nur ein froher und freudiger Mensch kann wirklich lieben. Ein unglücklicher Mensch kann nicht lieben. Solche Liebe ist nichts als Anhaftung, Besitzstreben… Wahre Liebe entsteht nur, wenn es wahre Freude gibt, und wahre Freude entsteht nur, wenn du erfährst, was in dir geschieht. Es ist nicht sehr schwierig.

Praktiziere  dies 21 Tage lang, und wenn du dabei bleibst, wirst du natürlich werden. Ich lehre nicht, was nicht natürlich, was nicht einfach ist. Es ist nicht nötig, so etwas zu lehren. Ich lehre nur, was du auch durchführen kannst. Das Gehirn muss ein neues Funktionsmuster erlernen. Dafür braucht es 21 Tage. Nach 21 Tagen des Praktizierens wirst du entdecken, dass es leicht wird. Es wird wie Alkoholsucht oder Drogensucht. Warum wirst du süchtig? Weil es dir so viel Freude oder Glück oder Freiheit gibt. Das Gleiche geschieht auch hier. Nur, dass es keine negativen Nebenwirkungen gibt. Andererseits gibt es sehr gute Wirkungen. Du entdeckst Liebe, Mitgefühl. All dies geschieht.

Grundsätzlich musst du mit dem Schmerz beginnen. Du hältst ihn wie ein neugeborenes Kind. So achtsam musst du diesen Schmerz halten, du musst wissen: Es ist ein Segen. Du musst ihn halten, du darfst ihn nicht verurteilen oder beurteilen – und, das ist seltsam: Gerade das wirst du als sehr schmerzhaft erfahren. Es wird zum Schmerz in der Brustgegend – aber langsam wirst du feststellen, dass du eine Freiheit entdeckst, Freude – und das wird zur Liebe.

Dies ist der Weg, diese bedingungslose Liebe und grenzenlose Freude zu erlangen.

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