ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Eltern und Kinder (3)

22.10.10 von (Eltern und Kinder)

BabyStart ins Leben – Im Anfang ist alles enthalten

Der Weg hinaus ist nicht einfach. Es schiebt und presst und will doch nicht recht vorankommen. Neun Monate lang – vielleicht ein wenig mehr oder weniger – hast du in einer Höhle behütet verbracht. Wenn alles gut gelaufen ist. Hast jede Stimmung deiner Mutter gemeinsam mit ihr durchlebt und warst ohne die Möglichkeit, auf die Geschehnisse Einfluss zu nehmen. Sie war dein Horizont, dein Universum. Deine Mutter hat dich mit allem versorgt und tut dies in diesem Moment der Geburt immer noch. Sie ist deine Göttin. Das wird sie auch noch lange bleiben.

Nun also hinaus ins eigene Leben. Neue Wege gehen, deine eigenen Erfahrungen machen. Von festem Boden aus hinein in die große unbekannte Welt. Deine ersten Geburtstagsgeschenke warten auf dich: Freude über dein Kommen, Liebe, Zärtlichkeit und das gute Gefühl, umsorgt und gehalten zu werden. Hattest du solch einen guten Start?

In diesem Artikel geht es um dich! Wenn möglich nimm dir in diesem Moment oder zumindest heute noch Zeit für dich selbst. Eine angenehme Musik und entspannte Atmosphäre unterstützen dich dabei. Es geht darum, wie du gestartet bist. Der Start entscheidet über den Verlauf des weiteren Weges. Nimm dir also die Zeit für dich ganz allein, um in deine Lebensgeschichte einzutauchen und zurückzugehen zu deiner Geburt, der Zeit als Baby, als Kind, als Heranwachsender.

Vielleicht verfügst du bereits über Hilfsmittel, dich auf diese Reise zurück an den Anfang zu machen. Dann wirst du sie ganz selbstverständlich nutzen. Es kann sehr nützlich sein, dir für diese innere Reise Unterstützung von erfahrenden Menschen zu holen.

Was erwartet dich und welche Auswirkungen kann es für deine Gegenwart haben?

Die ersten Erfahrungen und Eindrücke in deinem Leben gaben dir das Grundgefühl für die Art und Weise, wie du das Leben erfährst: als Abenteuer, als ein von Problemen gepflasteter Weg, als Platz der Selbstverwirklichung, als Spielball von Anderen usw. War das Willkommen und die Freude über dich nicht groß, wirst du wahrscheinlich auch heute noch mit dem Gefühl durchs Leben gehen, nie gut genug zu sein, um geliebt und akzeptiert zu werden. Selbstzweifel ist vielleicht dein ständiger Begleiter, Selbstliebe und Selbstakzeptanz ein unerreichtes Ziel.

Hatten deine Eltern Zeit für dich, waren sie für dich da, wenn du sie gebraucht hast? Oder gab es Zurückweisungen und Vertröstungen? Hast du bekommen, was du dir von deinen Eltern und anderen nahestehenden Personen gewünscht hast? „Das Leben ist ein einziger Kampf” wird eine Überzeugung von dir sein, wenn dir die Erfüllung deiner Wünsche überwiegend versagt wurde und du jedes Mal dafür kämpfen musstest. Und so gibt es viele Muster und Grundüberzeugungen, die auf diese Weise in deinen ersten Lebensstunden, -tagen, -monaten und -jahren entstanden sind.

Deine Kindheit liegt vielleicht lange zurück, deine dort gelegten Grundüberzeugungen hingegen sind Gegenwart. Sie bestimmen noch heute all das, was dein Leben ausmacht: Wie erlange ich Glück und Freude im Leben, wie begegne ich Herausforderungen, mit welchem Vertauen gehe ich auf andere Menschen zu, kann ich Liebe geben und annehmen, sehe ich Veränderungen in meinem Leben als Chance oder als Bedrohung usw.

Halte einen Moment inne und lausche in dir selbst, welche inneren Kommentare genau jetzt in dir ablaufen. Was ist dein Grundgefühl in diesem Moment? Zuversicht? Oder von der Art wie „Das bringt ja doch alles nichts”?

Wir alle sind gemacht aus dem Stoff der Dinge, die uns ganz am Anfang unserer Lebensbahn geformt haben. Was können wir wirklich tun? Ist es nicht unendlich schwer, diese gewachsenen Strukturen, die ja längst zu Gewohnheiten geworden sind, zu verändern oder gar zu transformieren? Intuitiv spüren wir: Hier geht es ans Eingemachte.

Wir alle sind Teil eines viel größeren Ganzen. Das Ganze nennen viele Menschen Gott. Wir selbst können bereit sein hinzuschauen, bewusst die Situation wahrnehmen ohne Weglaufen und ohne den alten Reflex, sofort etwas ändern zu wollen.

Im ersten Schritt ist es genau so wie es jetzt ist. Die Anerkennung der gegenwärtigen Situation – ohne Beschönigung und Selbstlüge – ist der erste Schritt. Mit diesem können und müssen wir selber starten. Alles Weitere geschieht mit Hilfe des Göttlichen. Ohne die Hilfe von dem, was jenseits unserer Begrenzungen ist, werden wir unsere Grenzen nicht überschreiten können. Und das müssen wir auch nicht, das Göttliche hilft wie ein guter fürsorglicher Freund, und es wäre nicht gerade klug, diese Hilfe auszuschlagen.

Im Anfang ist alles enthalten. Die Vergangenheit kann nicht verändert werden, wohl aber das, was daraus geworden ist. Es gibt die Chance zu einem neuen Anfang, und die ist immer genau jetzt.

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