ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Freier und göttlicher Wille

27.09.10 von (Gott, Gnade, Segen, Oneness/Bewusstsein)

Innerer Friede bedeutet FreiheitBesonders für den westlichen Menschen ist die Idee des freien Willens von enormer Bedeutung. Alles, was sich mit dem Begriff Verantwortung verbindet, hängt damit unzertrennlich zusammen. Ohne einen freien Willen kann man einen Menschen schwerlich für seine Taten und Unterlassungen zur Rechenschaft ziehen. Andererseits zeigt die wissenschaftliche Forschung der vergangen Jahre, besonders auf dem Feld der Gehirnforschung, dass der freie Wille nicht so frei ist, wie viele es gern sehen würden. Sind wir eher ein Automat, der durch die vielen Einflussfaktoren in unserem Leben programmiert wurde und nun nicht anders kann, als er eben geworden ist?

Und wie sieht es aus, wenn wir Gott und den göttlichen Willen miteinbeziehen?

Dazu wurde Sri Bhagavan, Begründer der Oneness University, in einem Gespräch gefragt: „Geschehen Dinge entsprechend unserem Willen oder entsprechend des göttlichen Willens?” Seine Antwort:

„Die Wahrheit ist eine mehrgeschossige Struktur. Falls ihr sie vom Erdgeschoß oder Boden ansehen würdet, würde sie anders aussehen als wenn ihr sie vom 94. Stockwerk aus anschauen würdet.

Das Erfahren der Realität hängt von der eigenen Bewusstseins-Ebene ab. Für denjenigen, der Gottes-Verwirklichung erreicht hat und erwacht ist, existiert nur die Präsenz Gottes. Die Entscheidung ist Gott, das Treffen von Entscheidungen ist Gott. Deshalb taucht die Frage eines freien Willens für ihn überhaupt nicht auf.

Derjenige, der in einem gewöhnlichen Bewusstseinszustand ist, hängt in drei Illusionen fest: die Illusion des Selbst, die Illusion der Trennung und die Illusion der Freiheit.

Gefangen in solchen Illusionen, erfährt man die Dualität als das Ich und das Nicht-Ich, als Mensch und Gott und freier Wille und göttlicher Wille.

Jene, die in einer Illusion einer getrennten Einheit verfangen sind, können in solchen Situationen auf viele Arten reagieren. Wenn die Dinge so laufen, wie sie es sich wünschen, glauben sie oft, es sei aufgrund ihrer Anstrengung und ihres freien Willens. Wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie es wünschen, geben sie dem göttlichen Willen dafür die Schuld.

Diese Menschen würden es so sehen, dass sich freier Wille und göttlicher Wille im Leben automatisch abwechseln, obgleich der prozentuale Anteil der Illusion des freien Willens von Person zu Person variiert.

Es sind jene Menschen, die sehen, dass es eine Wahl gibt, bei der man Kontrolle ausüben und die Richtung des Lebens entsprechend den eigenen Wünschen drehen kann. Für sie würde das Göttliche als eine Illusion erscheinen.

In Momenten, in denen das Leben außer Kontrolle scheint, gibt es Menschen, die sich weigern (mit) zu fließen und dazu neigen, andere und Gott zu beschuldigen. Sie haben gewöhnlich eine Tendenz aufzugeben, einen Kompromiss zu schließen oder in eine tiefe Depression zu gehen.

Das Universum ist grundsätzlich unvorhersagbar, es ist ein lebendiges Ding und verändert sich von Augenblick zu Augenblick.

Wenn man sieht, dass das Leben jenseits der eigenen Kontrolle liegt, wäre Hingabe an das Göttliche mit Akzeptanz Weisheit.”