ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Liebe und Geld

11.09.10 von (Liebe, Partnerschaft, Wirtschaft, Geld)

GeldWas ist es für ein Glücksgefühl, wenn ich einen anderen glücklich mache! Wenn mein Lächeln, meine Zuwendung und meine Liebe jemandes Augen zum Leuchten bringen. Wenn meine Hilfe und Unterstützung genau zur rechten Zeit kommt und wenn meine warme Umarmung Hoffnung und Lebenswillen zurückkehren lässt. – Lieben ist größter Reichtum. Jeder kann und sollte ihn haben.

Liebe geben und Liebe erhalten, das ist im Kern dasselbe: lieben. Da werden zwei zu eins. Da wird Gegensatz zur lebendigen und bereichernden Vielfalt. Da wird Einssein zum lebendigen Fundament des Lebens. Ohne das geht nichts.

Und dann ist da dieses beklommene Gefühl, nicht genug zu bekommen, vielleicht verhungern oder verdursten zu müssen und einen Körper zu haben, der einen trockenen Platz zum Schlafen und einige andere Dinge zum (Über-)Leben braucht.

Lieben macht die Seele so satt. Aber was mache ich mit meinem Körper, wenn er nicht das bekommt, was er dringend benötigt?

Weniger Lieben und mehr Geld verdienen? Oder effizienter Lieben und effizienter Arbeiten, um beides unter einen Hut zu bringen? Oder vielleicht Lieben und dafür Geld bekommen?

Wir Menschen leben heute nicht in der Weise zusammen, dass unsere Fürsorge ganz natürlich auch dem Ganzen gilt. Wir fühlen Ganzheit zu wenig und die Notwendigkeit, diese zu nähren, weil uns die Angst vor Mangel in ein Lebensgefühl geführt hat, das uns diese Angst Tag für Tag bestätigt. Und wenn einzelne Menschen dies zu ändern suchen, fehlt ihnen die Einbettung in ausreichend große Gemeinschaften, die es anders machen und einander ganz freimütig das von sich geben, was sie heute nicht brauchen und was der andere gerade jetzt dringend benötigt.

Wohltätigkeit und Geld wollen in einer vom Glauben an den Mangel dominierten Menschheit nicht gut zusammen passen. Die Arbeitswelt ist für die (noch) in Lohn und Brot Befindlichen oft so zeit- und energieraubend geworden, dass weder Zeit noch Kraft für Liebe und Zuwendung bleibt. Wer sich dennoch entschließt, sich jenseits dieses Räderwerks mit vollem Einsatz und über das Private hinaus zu engagieren, muss auf Erbschaft oder Erspartes zurückgreifen können oder für sein Dienst Geld erhalten.

So sind wir also tatsächlich in einer Armutswelt gelandet, aber nicht in einer arm an Gütern, sondern in einer arm an Liebe. So arm an Liebe, dass sogar bei einem Überfluss an (oft überflüssigen) Güter nicht einmal alle Menschen genug zu essen haben.

Kann man guten Gewissens für Hilfe Geld verlangen? Was ist, wenn jemand diese Hilfe dringend benötigt, aber nicht bezahlen kann? Kann Liebe – zum Beispiel in Form von Hilfe – käuflich sein?

Diese Thematik ist immer wieder und aus unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachtet worden. Jede Perspektive hat gute Argumente und Fürsprecher. Für manche Menschen ist dies alles ganz einfach, für andere ein kaum lösbarer Konflikt.

Wenn das Bewusstsein in dir und in mir aufleuchtet, dass nichts getrennt voneinander existiert und dass die Teile eines Ganzen sterben, wenn das Ganze stirbt, dann werden sich diese Fragen auflösen wie der Morgennebel in der Morgensonne. Innerhalb einer Armutswelt jedoch kann es keine ‚ganzen‘ Antworten geben.

Erinnern wir uns: Lieben ist größter Reichtum. Jeder kann und sollte ihn haben.

Wie schaffen wir den Schritt in diese neue Welt? Schreib uns deine Ideen dazu.