ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Von hier nach hier

22.11.10 von (Geschichten, Oneness/Bewusstsein)

RegenbogenOneness ist kein Konzept, sondern eine lebendige Realität mitten im Alltag. Wie Oneness in deinem Leben sichtbar wird, kannst nur du selber erfahren. Der Weg anderer Menschen kann dabei eine schöne Inspiration und Hilfe sein, wenn du nicht vergisst, dass dein eigener anders sein wird.

Hier etwas aus meiner eigenen Geschichte:

Auf dem persönlichen Weg der inneren Wandlung passiert im Moment viel. Obwohl, wenn wir genau hinschauen, eigentlich gar nichts passiert. Das Leben spielt sich wie in Luftblasen ab, die aufsteigen und die mehr oder weniger groß sind mit den gewohnten Zutaten: suffering, faith, joy, rapture, calm, bliss und awareness (Leiden, Vertrauen, Freude, Verzückung, Stille, Glückseligkeit und Bewusstheit). Wenn wir wieder bei Bewusstheit angelangt sind, zerplatzt die Blase und wir merken, dass wir wieder am Anfang sind, am Ausgangspunkt der Geschichte – aber bewusster. Die Luftblase existiert nicht mehr – die Erfahrungen, die Vergangenheit sind nur noch Erinnerungen, falls überhaupt – so als ob alles nicht passiert ist. Und schon geht es in die nächste Runde, neue Luftblase, eine etwas andere Story, im Kern aber gleich – nur bewusster usw., bis wir erkennen, dass es nur „bewusst sein” als fließendes Kontinuum ist.

Dann wollen wir auch nicht mehr die Geschichten verändern – sondern alles lassen so wie es ist, denn wir erkennen, dass es perfekt ist, so wie es ist. Wir können uns zurücklehnen und unseren eigenen Film wie im Kino mit Chips genießen, so als ob wir uns zum 20. Mal „Pretty Women” ansehen, und wenn Richard Gere und Julia Roberts sich zum Schluss endlich kriegen, ist es wie in unserem eigenen Film – Ende gut – Alles gut. Und dann? Ja, dann drücken wir auf Enter und alles fängt wieder von vorne an. Wir wissen bereits, was kommt und können den Film mehr und mehr genießen. Eigentlich ist das sehr komisch, oder? Ich finde alles jedenfalls zur Zeit sehr witzig. Es ist ein irres Spiel und ich muss ständig lachen.

Vor einiger Zeit, nach meinem Trainer-Kurs, stand ich wie so oft in meinem Leben an einem Punkt, der nur „doof” war. Ich merkte, dass ich nicht wirklich alles lebte, obwohl sich schon vieles verändert hatte. In meinem Leben habe ich viel Schmerz, Trauer und weniger Freude gelebt. Das war das, was ich kannte. Das war das, was ich mich traute. Ich hatte immer noch Rest-Angst, mein Leben zu leben, die Liebe, meine Spontaneität und vor allem die Freude in mir in ihrer ungeheuren Intensität. Diese Energien sind so stark und fegen mich und manchmal auch meine Mitmenschen geradezu von der Matte, was auch zu Ängsten und Ablehnung in ihnen (auch mir gegenüber) führen kann. Ich hatte einfach immer noch Angst, die zu sein, die ich bin, weil … (tausend Konzepte).

Dann passierte etwas, was mich total aushebelte, mir jegliche Kontrolle nahm, und mein Verstand bekam einen „Nervenzusammenbruch”, von dem er sich bis heute noch immer nicht erholt hat. Auch das passierte nicht zum ersten Mal. In dieser Situation bekam ich wieder einmal eine Chance. Es war der Traum, der kein Traum ist, und ich stand innerlich wieder an einer Weggabelung und vor der Wahl: NEIN=Leben wie bisher, aber dafür in gewohnter „Sicherheit”=Leben mit Einschränkungen  oder JA=Leben wie es ist mit ALLEM, was ist=Leben in „Ungewissheit”, unplanbar.

Dieses Mal habe ich mich für JA entschieden. In mir stieg wieder diese ungeheure Freude, ein riesiges Glück auf. Ich wachte auf, weil ich innerlich ständig laut lachte und weinte und rief: „Ja, ich will, ich will ALLES, ich will das Leben so wie es ist, denn es ist perfekt, so wie es ist. Ich will mein Leben leben, ich will mich leben, ich will die Liebe leben und ich will endlich, endlich diese unendliche Freude leben.”

Das ist so meine innere Situation, in der ich mich im Augenblick befinde. Ich will nichts mehr verändern, nichts muss hinzu kommen, nichts muss gehen. Auf eine sehr einfache und stille Weise lebe und genieße ich, egal wer und was sich in meinem Leben ereignet: Freude, Glück, Trauer, Schmerz, der Stau auf der Autobahn, das Gespräch mit den Kollegen, meine Kinder, die Freunde etc., einfach alles so wie es gerade kommt. Es gibt immer noch innere Hakeleien – ja und? Und ist da doch mal ein Bemühen, Kontrolle, weil ich es nicht erkannte, ist es ok. Sowohl das Bemühen wie auch das Nicht-Erkennen etc..  Wir sind alle nur Statisten in unseren Dramen. Die Interpretation der Story liegt in mir – um mit Byron Katie zu sprechen 1. Ist das wahr? 2. Bist Du Dir sicher, dass das wahr ist? 3. Was wärest Du ohne diese Annahme? 4. Dreh es um und finde mindestens 3 Aussagen, die genauso wahr sind.

Und die Menschen in meinem Umfeld sind genau so richtig, wie sie sind. Sie sind meine perfekten Lehrer, weil Spiegel. In ihren Reaktionen erkenne ich mich wieder, und in meinen erkenne ich mich auch. Und da ich auch der perfekte Spiegel bin, gilt das Gleiche auch umgekehrt, und ich erkenne die anderen in mir. So landen wir immer wieder bei uns, wenn wir genau hinschauen. Wie ich anfangs schon sagte: die „Reise” geht von hier nach hier – von mir zu mir und letztendlich sind wir nie unterwegs.

Ein Kommentar

  • 1
    Christa Krause:

    Liebe Eva,
    eine wundervolle Geschichte. Ich habe sie mit lachenden Augen gelesen. Sie erzeugt in mir Begeisterung und Freude.
    Danke sehr für deine Schilderung, ich werde sie im Herzen bewahren.
    Liebe Grüße an dich und deine Familie. Ich wünsche euch aus ganzem Herzen friedvolle Festtage.

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