ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

2012 für alle

05.05.11 von (Erde, Mensch und Tier, Zeitgeschehen)

HamsterDas Jahr 2012 steht wie kein anderes Jahr für den großen Wandel. Viele Menschen spüren es, viele wissen darüber aus den zahllosen Veröffentlichungen darüber: Es kündigen sich tiefgreifende Veränderungen in unserer inneren und äußeren Welt an.

Wir Menschen sehen diesen Ereignissen vor allem aus unserer Menschen-Perspektive entgegen, aber was bedeutet dieser große Wandel für all die anderen Geschöpfe, für die Tiere, die Pflanzen und die Erde insgesamt? Wir alle sind viel enger miteinander verwoben, als uns üblicherweise bewusst ist.

Viele denken bei den sich ankündigenden Veränderungen an Naturkatastrophen wir kürzlich in Japan, an wirtschaftliche Krisen und vielleicht noch an die Herausforderungen der weltweiten Umweltprobleme. Äußere Umwälzungen werden die Wandlung sichtbar werden lassen, aber wichtiger mag sein, wie sich der erwartete grundlegende Bewusstseinswandel vollziehen wird. Was wird unsere neue Lebenswirklichkeit sein, wie wird sich das neue Bewusstsein in unserem und kollektiv in unser aller Leben auswirken, und wird es auf die menschliche Spezies beschränkt bleiben oder die ganze Schöpfung betreffen? Wir müssen nicht spekulieren, 2012 steht fast schon vor der Tür. Unweigerlich sind wir schon heute mittendrin, denn das alles ist schon in vollem Gange.

Schauen wir über den Tellerrand hinaus und auf unsere Mitbewohner hier auf der Erde, auf die Tiere. Sie sind von unserem Tun und Nicht-Tun unmittelbar betroffen, mehr denn je. Alles – wirklich alles – in dieser Schöpfung wächst und reift, alles macht eine Evolutionsreise in die Weiten der göttlichen Möglichkeiten. Wie wenig wissen wir darüber, wie dies bei den anderen Geschöpfen geschieht! Es lohnt sich, ihnen von Seele zu Seele zu begegnen und sie zu fragen.

Für manche Menschen sind Tiere kaum mehr als ein Nahrungslieferant. Man spricht dann von Nutztieren. Für Andere sind sie die „besseren“ Freunde, die das schenken, was bei Menschen vielleicht nicht gefunden wird: Liebe, Treue, Trost und das gute Gefühl, nicht allein und verlassen zu sein. Für sie ist es selbstverständlich, dass Tiere und Pflanzen ebenso beseelt sind wie wir.

Woher kommen sie, wenn sie geboren werden? Wie erlebt ihre Seele den Erdenweg, und wohin gehen sie, wenn sie ihren Körper wieder verlassen?

Gut zwei Jahre war ein Goldhamster mein Mitbewohner und kleiner Freund. Die Seelenbeziehung zu einem Tier war mir nicht neu; über neun Jahre hat mich mein Pferd Linus begleitet, mit dem ich die Höhen und Tiefen des Erdenlebens teilte. In dieser Zeit hatte ich die Kunst der Kommunikation mit Tieren erlernt, und das Gespräch von Seele zu Seele wurde so selbstverständlich ein Teil meines Lebens wie das Gespräch von Mensch zu Mensch.

Linus ist im Herbst 2008 gestorben. Ein großer Verlust – und zugleich eine große Chance, „hinter die Schleier“ zu schauen. Wo war diese wunderbare Seele jetzt, und welchen Weg ging sie nun nach dieser intensiven Erdenzeit? Linus ist eine eigene Geschichte wert, denn der Kontakt – nach eine Weile der Stille, die ich wegen meiner Trauer benötigte – ist seitdem keineswegs abgerissen. Nehmen wir an dieser Stelle also Anteil an der Geschichte des kleinen Goldhamsters, der aufgrund seiner Körpergröße so unbedeutend erscheinen mag. Ob Gott das wohl auch so sieht?

Wenn ich mit Raphael, wie ich ihn „getauft“ hatte, sprach und in seine Erlebniswelt eintauchte, dann war da vor allem eines, was bei einer Großzahl der Menschen zu fehlen schien: ein Leben ohne Kampf gegen das, was da ist. Er lebte sein Leben so klaglos, so ohne Konflikt mit allem, was da war. Er war ein Künstler im Annehmen. Und genauso ist er gestorben. Da war kein Kampf, sondern ein allmähliches Ablösen von seiner irdischen Hülle. Er trank und fraß immer weniger und schließlich gar nicht mehr. Ich dachte, er müsse bei dieser Nulldiät längst gestorben sein, aber Hamsti, wie er schließlich einfach hieß, ließ sich Zeit und ging ganz allmählich und ohne Hast. Es gab keinerlei Eile bei seinem Abschied. Mit großer Gelassenheit führte er mir und meinem Mann vor Augen, wie entspannt und im Einklang mit sich selbst und der Welt das Leben sein kann. Warum sind wir Menschen in all diesen Dingen so weit von dem entfernt, was Hamsti so selbstverständlich gelang?

Mich beschlich das Gefühl, dass er eher mein Lehrer war als mein Schüler. Lernen wir nicht von allem, was uns begegnet? Als ich dann innerlich zum Ende seines Sterbeprozesses mit ihm sprach, enthüllte er mir, wie viel er von mir und meinem Mann mitgenommen und gelernt hat. Der Austausch zwischen seinem und unserem Leben war viel intensiver gewesen, als ich erwartet hatte. Bekanntlich sind Goldhamster nachtaktive Tiere und schlafen tagsüber, doch auf irgendeine Weise hatte er assimiliert, was da zu ihm gedrungen war. Die Atmosphäre unserer tiefen und liebevollen Gespräche und die Gebete und Meditationen waren also auch bei ihm in seiner Seele angekommen. Alle Seelen kommunizieren auf eine wundersame Art miteinander.

Mein Mann und ich nahmen erneut unmittelbar nach seinem Tod Kontakt mit ihm auf. Dies war erstaunlich leicht. Wir konnten seine Seele sofort spüren, und auch Hamsti bemerkte unsere Kontaktaufnahme sofort. Er war noch dabei, sich aus den irdischen Hüllen zu lösen. Immer feinstofflicher wurden sie, und er bewegte sich auf ein warmes, leuchtendes Licht zu, in das er schließlich eintauchte. Es fühlte sich an wie eine Art Goldhamster-Himmel. Dort war er vereint mit all den anderen verwandten Seelen und ganz zu Hause.

Er verriet uns, dass er das Leben bei uns sehr genossen hatte und voller Dankbarkeit war. Vor allem aber hatte er den Wunsch mitgenommen, als Seele noch schneller und intensiver zu wachsen als bisher. Er schien ganz beseelt davon und wünschte sich, im nächsten Leben als ein größeres Tier wiederzukehren, zum Beispiel als ein kleiner Hund. Welche Liebe brachte diese große Seele mit dem einst so kleinen Körper uns entgegen, und uns beschlich das Gefühl, dass uns irgendwann zwei Hundeaugen anschauen und sagen würden: „Hallo, da bin ich wieder. Darf ich wieder zu euch kommen?“

Diese Erfahrungen erfüllen mich mit tiefer Demut und Dankbarkeit. Es gibt keinen Grund, in irgendeiner Weise auf unser Mensch-sein eingebildet zu sein. Nicht nur wir Menschen sind eine Familie, was heute nicht gerade das vorherrschende Bewusstsein ist. Die ganze Schöpfung ist eine Familie, ist wie eine einzige große Seele. Und es ist ein Segen, dass wir einander in die Augen schauen können, um zu sagen: „Ich liebe dich!“

6 Kommentare

  • 1
    Isabel Antonia von Galen:

    Liebe Petra,

    ich fühle mich sehr berührt von Deinen wunderbaren ZEILEN 🙂 und möchte mich von Herzen bedanken. Es ist so viel möglich zwischen Mensch und Tier und noch viel mehr. Danke DIR für Alles !
    Lichtvoller Herzgruß

    Isabel Antonia

  • 2
    Delfina Yogineshwara:

    Möge diese Gewissheit, dass immer und in erster Linie die Liebe zählt, hier und überall, zunehmend in den Herzen aller Menschen die Basis sämtlicher Begegnungen und Handlungen sein,

    Namaste, Delfina.

  • 3
    Heike Plate-Meyer:

    Liebe Petra!
    Danke für deine Zeilen, sie haben mich gerührt. Ja, es gibt diese anderen Wahrnehmungsebenen und ich bin froh und glücklich, die Liebe in immer mehr Situationen zu erleben bzw. davon zu hören. Dass du davon schriebst, hat mich gestärkt. Vielen Dank!
    Heike

  • 4
    Dagmar:

    Ganz warm ist mir im Herzen geworden und Tränen sind geflossen.
    Ich danke für die in wunderbare, berührende Worte gefasste Erlebnisse und Seelenweisheit.

    Dagmar

  • 5
    Susann Klötzer:

    Hallo Petra.

    D A N K E !!!!!!!

    Drück dich.
    Sanni

  • 6
    Jörg Spaniol:

    Liebe Petra,

    vielen Dank für diese wundervollen Zeilen, sehr fein- und mitfühlend. Ich habe gerade geheult, als ich sie gelesen habe.

    Nochmal vielen Dank. Du bist ein wundervoller Mensch.

    Herzliche Grüße
    Om Namah Shivaya
    Jörg

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