ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Dies jetzt ist es!

30.05.11 von (Liebe, Partnerschaft, Oneness/Bewusstsein)

ZauberorchideeStuart Mooney Jr., auch bekannt als “American Buddha”, ist ein erwachter Oneness Trainer aus den Vereinigten Staaten. Monatlich verschickt er einen Newsletter u.a. mit Auszügen aus Gesprächen mit den Teilnehmern seiner Oneness-Veranstaltungen. Die nachfolgenden Fragen und Antworten sind aus seinem aktuellen Mai-Newsletter.

F: Wie können wir gewaltfrei werden?

A: Ich glaube, dass die Art und Weise, wie unser Gehirn unsere Welt gegenwärtig erfährt, enorme Auswirkungen darauf hat, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen. Wenn wir andere als von uns getrennt erleben, wie wir es gegenwärtig tun, werden wir auf natürliche Weise dahin tendieren, unser persönliches Selbst vor jedem „anderen Selbst“, das nicht wir selbst sind, zu schützen. Unsere lokalisierte Selbstwahrnehmung, das „Ich-Gefühl“, veranlasst uns in diesem Moment, in Bezug auf das, was wir als „das Unsere“ wahrnehmen, extrem territorial zu sein. Unser „Ich-Gefühl“  veranlasst uns dazu, selbstsüchtig, unsensibel, defensiv und destruktiv gegenüber dem „Nicht-Ich“ zu sein. Gäbe es jedoch eine Veränderung in dem Erfahrungsmechanismus des Gehirns, so dass unser „Ich-Gefühl“ sich immens ausdehnte und nicht länger von den Grenzen, die von dem persönlichen Selbst auferlegt werden, beschränkt würde, würde unsere Beziehung zu allen überall eine vollkommen andere sein. Wir würden beginnen, den „Anderen“, das „Nicht-Ich“, als untrennbar von unserem eigenen Selbst zu betrachten. Und diese Erfahrung von Untrennbarkeit, von Oneness (Einssein), würde es uns völlig unmöglich machen, unsere Mitmenschen auf gewaltsame Weise zu behandeln. Da wäre einzig Mitgefühl.

F: Was ist das Wesen des Lebens?

A: Es stellt eine Herausforderung dar, das Wesen des Lebens zu verstehen. Das Leben geht so schnell an uns vorüber. In einem Moment sind wir alt und es ist vorbei. Was ist vorbei? Erfahrungen und Eindrücke sind vorbei. Sie sind irgendwo im Gehirn eingelagert. Zu leben und das Leben ändern sich ständig. Es ist wahr. Doch im Wesentlichen ist alles dasselbe. Der Prozess ist derselbe. Wir schauen uns um und sehen doch nur das Innere in unseren Köpfen. Wir sind meilenweit vom echten Erleben entfernt und es scheint alles in eine lange Traumsequenz einzumünden. Dann passiert etwas Schreckliches in unserem Leben und einen Augenblick lang sind wir wach. Wir werden ins Jetzt geschleudert und geraten in Panik. Wir werden in eine nichtlineare, unlogische, ahnungslose Realität geworfen, in der unsere Denkmechanismen abgeschaltet sind. Wir sind verletzlich wie ein neugeborenes Kind. Dies ist der Moment der Transzendenz. Dies ist der Moment, in dem die Gnade Einzug halten und uns in eine neue und veränderte Realität befördern kann. Was es braucht ist Unschuld, Vertrauen und ein Sich-Ausliefern. Die weitestgehend ungebildeten, indigenen Menschen der Welt scheinen damit bestens vertraut zu sein. Sag ihnen, sie sollen springen, und sie springen. Das war’s. Auf der anderen Seite sind wir „gebildeten“ Westler und denken. Wir zweifeln. Wir analysieren und wir vergleichen. Was ist nur los mit uns? Ein Ding ist nur ein Ding. Es braucht keine Ausschmückungen, um es selbst zu sein. Es ist, von Anfang an. Doch gestatten wir es der Existenz nicht, ohne unseren außerordentlichen Bewilligungsstempel zu existieren. Wir nehmen einfach das, was ist, und legen unser subjektives Zerrbild darauf. Was uns am Ende bleibt, ist ein Leben in Symbolen. Es ist zwar sicher, aber gleichzeitig erdrückt es uns. Es ist ein Leben, dem es an Leben mangelt. Es ist lediglich eine überhitzte,  gefühlslose Existenz. Unsere Kulturen verstärken dies noch. Und schließlich geben wir es an unsere Kinder weiter. Stell dich einfach mal für eine zeitlang an eine geschäftige Straßenecke und schau dir die Gesichter an, die vorübergehen. Niemand ist da. Jeder ist in seinem Kopf irgendwo anders. Dieses irgendwo anders ist nicht real. Nur die Erfahrung der Straßenecke ist real. Es gibt in diesem Augenblick keine andere Wahrheit als die Straßenecke. Lebe sie. Was ist sonst noch da?

F: Wie werde ich mit der Dunkelheit fertig und gelange zur Freude?

A: Die Freude und die Dunkelheit, die du erlebst, sind ein und dasselbe. Beides ist einfach eine Erfahrung. Der Gradmesser der Freude oder der Dunkelheit liegt in ihrer Intensität. Um sich weiter zu entwickeln, muss die Intensität aller Erfahrungen wachsen. Es muss darauf hinauslaufen, dass du in die Lage versetzt wirst, die extremste Intensität jeder Erfahrung zu bewältigen. Was ist die Erfahrung Gottes? Die Erfahrung Gottes ist unendliche Intensität rund um die Uhr, 7 Tage die Woche. Das Nervensystem muss behutsam kultiviert werden, um mit so viel Energie fertigzuwerden.

F: Ist Erleuchtung real?

A: Bin ich real? Ich werde dir die Antwort geben: Nein! Real ist einzig das, was du in diesem Augenblick, in dem du dich gerade jetzt befindest, erlebst. Was du gerade jetzt siehst, fühlst, berührst, schmeckst und riechst ist deine einzige Wirklichkeit. Vergangenheit und Zukunft sind Erfindungen, um uns sicher zu fühlen. Die Wahrheit aber ist, dass wir alles in unserem Leben nur erfunden haben, und nun stecken wir in der Falle unserer eigenen Unwirklichkeit. Wir haben das Unwirkliche zu unserer einzigen Realität gemacht. Lasst mich die großartigste Wahrheit mit euch teilen. Was nicht in dieser feinen kleinen Faser des Augenblicks, in dem wir uns gerade befinden, erlebt wird, kann gar nicht existieren… nirgendwo. Was mehr ist, ist eine Falle. An irgendetwas anderes zu glauben als an das, was im gegenwärtigen Augenblick deine Erfahrung ist, ist die Wurzelursache allen Leidens. Erleuchtung existiert gar nicht. Nur dies jetzt existiert. Enthält es Erleuchtung? Natürlich nicht. Erleuchtung ist nur ein weiterer Begriff, den wir erfunden haben, um weiter leiden zu können. Wir leiden, denn wir sehnen uns nach etwas in der Zukunft. Es gibt gar keine Zukunft. Dies ist es jetzt! Dies jetzt wird immer hier sein. Es ist offensichtlich. Dies ist real.

F: Wie sind wir alle miteinander verbunden?

A: Wir sind alle miteinander verbunden, aber wir realisieren es nicht. Normalerweise erleben wir es so nicht. Wenn du deine Bewegungen nicht perfekt eingeübt hättest, vom Beginn deines Lebens an bis jetzt, würde dies hier keiner von uns lesen. Es ist also von zentraler Bedeutung, dass jeder von uns nach seinem Drehbuch spielt…… unseren Part in diesem Göttlichen Spiel. P.S. Ich habe gehört, dass es ein Happy End gibt.

Es gibt ein evolutionäres Drehbuch, das gerade jetzt abläuft und einfach fantastisch ist, es erfordert jedoch unsere vollständige Mitwirkung. Und was als nächstes kommt hängt allein davon ab, wie wir unsere individuellen Parts spielen. Es gibt keine Fehltritte. Es gibt nur das, was ist. Und wir spielen alle im Dienst dieses unendlich dichten, winzigen Punkts der schöpferischen Intelligenz, der vor 14 Milliarden Jahren existiert hat, in dem Moment vor dem „Urknall“. Dieser Punkt war Ausdruck des Schöpfers’ Absicht und dieser Punkt hatte ein Ziel. Der „Urknall“ hatte ein Ziel. Dieses Ziel war, eine Existenz zu erschaffen, die für eine Weile über Sich Selbst reflektieren könne, um schließlich zu Oneness zurückzukehren. So entwickeln sich alle und alles zu diesem Einssein hin.

Dies ist die großartige Wahrheit, die Stück für Stück der gesamten Menschheit dämmern wird. Wir sind alle Eins. Wir sind noch immer alle der Ausdruck dieses ursprünglichen Punkts, der bereits vor dem Beginn von Raum und Zeit existierte, nur sehen wir einander als ein wenig weiter voneinander entfernt. Wir sind immer noch das Eine, nur kommen wir jetzt als die Vielen zum Ausdruck. Und wir nähern uns rapide einer Zeit, in der wir Menschen als kollektives Bewusstsein erneut in der Lage sein werden, unser „authentisches Einssein“ hautnah zu erleben.

Und zu guter Letzt noch eine persönliche Message von Stuart:

„Evolution ist kein Test. Du wirst nicht benotet für das, was du tust. Evolution wird daran gemessen, was du in diesem Augenblick bist. Evolution ist eine zeitlose, raumlose, anstrengungslose, unmittelbare Erfahrung. Evolution setzt voraus, dass jegliches persönliche Bedürfnis in jedem Bereich deines Lebens erfüllt ist. Oneness bedeutet, keine Fragmente. Ein Mangel an der Fähigkeit, z.B. eine liebevolle Berührung zu fühlen, ist ein Fragment, das an einem Punkt in dein Erleben des Einen integriert werden muss. Sonst werden es weiterhin zwei sein. Du würdest nur Zweiheit erleben. Und Zweiheit heißt, weiter zu leiden. Viele, viele spirituell Suchende, sowohl Frauen als auch Männer, haben ein ursprüngliches „Kuschel-Defizit“, das erst einmal erfüllt werden muss. Also hol dir heute eine bedingungslose Umarmung!“

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