ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Ein Boot namens „Erde”

14.03.11 von (Oneness/Bewusstsein, Zeitgeschehen)

Erde in HandJapan lebt hier und wohnt nur ein paar Häuser weiter. Wir sind ein Dorf, sind eine Familie und segeln auf demselben Boot namens Erde durch die Gezeiten viel größerer Räume. Die Astronauten, die einst den Mond besuchten, haben dies mit eigenen Augen gesehen, und der Mond ist – in astronomischen Dimensionen betrachtet – gerade mal ein paar Schritte von der Erde entfernt.

Die Welt ist in vielen Belangen global geworden. Hat sich unser Herz schon auf diese Größe geweitet, oder leben wir bewusstseinsmäßig noch in Zeiten, als uns schon das nächste Bergtal als eine ferne, fremde und feindliche Welt erschien? Die Erde ist ein lebendiger Organismus, auf dem wir uns aufhalten, wohnen, atmen und leben dürfen. Wir sind Gäste in einem aus unserer Perspektive großen Boot, auf dem wir uns eingerichtet haben, als seien wir die Bootseigner.

Japan schenkt uns die Gelegenheit, aus einem tiefen unbewussten Schlaf aufzuwachen. Der erste und akute Schritt wird sein zu helfen. Der nachfolgende wird uns – hoffentlich – zeigen, dass wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen und so tun könnten, als wäre da nichts Einschneidendes passiert. Wieviel Lektionen benötigen wir noch, um zu lernen, dass wir alle eine Familie sind? Das ist keine Lektion für unseren Verstand, denn der hat noch immer Argumente gefunden, um die Konsequenzen zu verwässern. Das ist eine Lektion für unser Herz, das sich seiner Rolle wieder bewusst wird und zu seiner ganzen Schönheit und Kraft erblüht.

In einer vom Herzen regierten Welt wird das geschehen, was in jedem funktionierenden biologischen Körper geschieht: Aus dem Bewusstsein heraus, dass du zugleich ein Teil des Ganzen und auf magische Weise auch das Ganze selber bist, wirst du alles als ein Teil von dir selber erleben und wirst wollen, dass es niemandem an etwas mangelt. Fürsorge für das Ganze und all seine Teile nicht als moralischer Grundsatz, sondern als Teil deines normalen Verhaltens – zum Beispiel so, wie sich liebende Eltern um ihr Neugeborenes kümmern.

Das ist kein hohes Ideal. Wenn man auf demselben Boot unterwegs ist und die Familie sich den Raum miteinander teilen muss, dann ist dies eine schlichte Notwendigkeit, will man nicht als ganze Familie kentern.

In diesen Tagen der Katastrophe will das Herz einfach helfen. Jeder hat seine Möglichkeiten und seine Sicht, wie er dies am besten tun kann. Es gibt keinen Grund, darüber wettzustreiten. Jede Hilfe ist nötig und willkommen, wenn sie denn von Herzen kommt und die Hilfebedürftigen erreicht.

Was selbst die Wissenschaft längst weiß, beginnt auch immer mehr Menschen bewusst zu werden: Unsere Wünsche und Gedanken haben Wirkung und Einfluss auf alles in der Schöpfung, und es ist jetzt an der Zeit, davon für die leidenden Menschen und für die gebeutelte Natur in Japan Gebrauch zu machen. Tue alles in deiner Macht Befindliche, allein oder besser noch gemeinsam, weil wirkungsvoller, lichtvolle Wünsche voller Mitgefühl und Liebe auszusenden. Wähle diejenigen Möglichkeiten, die dir zur Verfügung stehen, also Gebet, Meditation und was alles helfen kann.

Wenn jetzt ein Ruck durch die Menschheit geht und sie sich über die paar Tage der akuten Katastrophenmeldungen hinaus auf ein höheres Niveau von Einheit, Fürsorge, Mitgefühl und Liebe ein- schwingt, dann ist Japan vielleicht mehr als die bloße Katastrophe, von der wir in diesen Tagen auf- geschreckt werden. Dann wäre sie eine Art Opfer für die Menschenfamilie, sie aus der Lähmung der alten bequemen Gewohnheiten herauszureißen und ihr die Chance zu schenken aufzuwachen – vielleicht gerade rechtzeitig, um viel größere Gefahren abwenden zu können.

Die Erde ist unsere Arche Noah. Wir sollten mit diesem Boot sehr fürsorglich umgehen, denn es gibt kein zweites. Und Kooperation auf diesem Boot hält unsere Familie am Leben. Auch mit ihr sollten wir sehr fürsorglich umgehen, denn es gibt keine zweite.

Oneness ist nicht nice to have – nett zu haben. Oneness ist Leben. Es gibt nur dieses Eine.

6 Kommentare

  • 1
    laiha:

    Danke für diesen wunderbaren Artikel, lieber Eckart, du sprichst mir aus dem Herzen. Laiha

  • 2
    Günther Panke:

    Lieber Eckart,
    danke für diese Worte – sie haben mein Herz berührt und geöffnet!
    Alles Liebe
    Günther

  • 3
    Detlef Sturm:

    Lieber Eckart,
    so vielfältig wie Leben ist, so einmalig ist unser aller Boot, die Arche, unsere Erde eine Heimat, die sich reinigt.
    Dein Artikel so ehrlich und klar, dass mein Herz d’rin badet. Ich wünsche mir jetzt, in diesem geläuterten Herzen, ein maßvolles Gespür für ein maßvolles Handeln.
    Japan richtet den Blick gleichermaßen auf das Aussen und das Innen und ich hab‘ Freude, wenn mein Bedauern auch gleichzeitig den Impuls gibt, EINS zu denken und EINS zu fühlen.
    ALLES LIEBE – Detlef

  • 4
    Martina Dröger:

    Lieber Eckart,
    danke für Deine Worte. Ich wünsche mir aus tiefstem Herzen, dass ganz ganz viele Menschen dieses Mitleid, diese Fürsorge und diese Liebe für alle Wesen, gerade aber für die, die jetzt unsere Fürsorge benötigen, diese auch in ihrem Herzen fühlen und danach handeln.
    Danke auch für das eingestelle Video. Mögen unzählige Engel jetzt in Japan sein.
    Alles Liebe Martina

  • 5
    Leo Alexander:

    Lieber Eckart,
    im Sinn und im Gefühl gehe ich 100% mit.
    Dein Text wirkt auf mich ein wenig wie eine Predigt, alles betrachtest Du von außen. Statements, Fakten und Aufforderungen.
    Wo bist Du persönlich darin? Ein „ich denke .., ich fühle…, mich bewegt …“ würde ich mir wünschen, eine ganz persönliche Aussage. Was machst Du? Was bist Du bereit zu verändern, soweit Du etwas anders „tun“ kannst? Was bedingt das Geschehen in Japan in Dir?
    Ich bin berührt von dem Geschehen, denn ein mir sehr lieber Mensch, Dominic Yeoman, in dessen Seminaren ich AURA SOMA kennenlernen durfte, ist just zu dieser Zeit in Japan, um dort seine Kunst Seminare abzuhalten den Japanern zu schulen. Er ist dort vor Ort, etwas südlich vom „Hauptbrandherd“, aber was für eine Situation! Ich hatte Sorge und hatte über Facebook Kontakt zu ihm, und er konnte mich ein wenig beruhigen, dass er sich südlich aufhält. Ein schwacher, aber immerhin ein Trost, tröstend, weil wir im Chat im „fb“ uns erreichen konnten. Das bisschen Gewissheit hilft mir. Trotzdem fühle ich die Verbundenheit mit diesem Menschen, weil ich ihn liebe und wünsche ihm, dass er da heil herauskommt.
    Was tue ich? – Ich schicke DEEKSHA immer wieder dort hin, denke an die Menschen dort, sende Liebe. Ehre den „Opfern“, deren Lebensskript auf eine so gewaltige Weise erfüllt wurde, und die uns aufrütteln bis ins Mark, dass sogar die scheinbar verblendeten deutschen Politiker plötzlich umschwenken. Hoffentlich bewirkt das etwas in deren Bewusstsein, und bleibt nicht nur eine opportune Machenschaft!!!
    Ich beginne darauf zu achten, mehr als sonst, wo ich in der Wohnung Licht ungenutzt brennen lasse. Sorge erfüllt mich, was passiert, wenn die Sonnenstürme zum angekündigten Zeitpunkt unsere Transformatoren massiv beschädigen? – Haben wir in D und in anderen Ländern dann genug Sekundärstrom, um unsere gut versteckten Atomkraftwerke in Europa zu kühlen?? Auch in D sind wir weit davon entfernt, „erdbebensicher“ zu sein. Von Oslo im Norden zieht sich durch D und angrenzende Länder ein Grabensystem, der „OSLOGRABEN“, so wird er von Geologen, wie ich einer bin, genannt, über den „Rheintalgraben“ in die Alpen und weiter nach Süden und Südosten! Sooo lange ist es nicht her, dass im Raum Soltau sich eine Spannung gelöst hatte (2005?). Und vor einigen Jahren, in den beginnenden 80-ger Jahren, die Beben in Friaul!! Das gehört alles dazu. Hawaii ist derzeit mit einem neuen Spaltensystem am Kochen (Big Island) !! Die Verlagerung der Erdachse um 10 cm aufgrund der aktuellen Plattentektonik!! Was bleibt da im Gestein stabil – was nicht?
    Da wird mir schon zeitweise Angst und Bang! Aber wenn ich mich tief im Inneren entspanne, fühle ich eine große Zuversicht, eine Ruhe, eine Stille: Alles ist Gut!
    Einen Leser der GEO möchte ich zitieren, der damals zum Artikel über die Entdeckung der „TITANIK“ schrieb:
    „Die ganze Erde ist eine Titanik, und es gibt keine Rettungsbote!“ – Das gilt nach wie vor!! Genialer Leser, leider habe ich mir seinen Namen nicht gemerkt, ich würde ihn gern nennen.
    Ich bin froh und dankbar, dass es jetzt gerade ein Feld auf der Erde und damit im Kosmos gibt, in dem ich teilhaben kann mit Bewusstheit, Liebe und Verbundenheit, dass so viele Meister und Avatare uns in diesem Lernprozess so intensiv unterstützen, und dass ich mich auf einige meiner Wahl beziehen kann, dass jeder „nur“ einige Facetten des „GROSSEN GANZEN“ spiegelt und schult, aber das „GROSSE GANZE“ mir dadurch erlebbar wird, mit allen oft auch harten Geschenken.
    Ich wünsche Dir und allen anderen Mitlebewesen einen weiterhin so genialen Prozess.
    Leo Alexander Simanowsky, 21509 Glinde

  • 6
    Eckart Schulz:

    Lieber Leo Alexander,
    herzlichen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar, der den Artikel so treffend und bereichernd fortführt und ergänzt. Das zeigt, wie sehr die Geschehnisse in Japan viele Menschen im Innersten erreicht und aufgerüttelt haben. Ich wünsche mir, dass daraus eine mächtige Welle wird, die wirklich etwas zu verändern imstande ist. Es ist kurz vor Zwölf und unbedingt nötig!
    Herzliche Grüße, Eckart

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