ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Kühe freilassen

17.08.11 von (Geschichten, Oneness/Bewusstsein)

KuhEine Anleitung, wie man den Geist zur Ruhe kommen lässt & sich ihn freimacht …
von einem Freund, geteilt von Vikramji

Liebe Freunde,

da ein jeder von uns auf der Suche nach Frieden ist, lasst mich hier ein paar einfache Methoden aufzeigen:

Wenn du jemanden um dich hast, von dem du glaubst, dass ihr/sein Geist sehr ruhig und still ist, dann schlüpft nach einer kurzen Weile diese Ruhe auch in deinen Geist. Begegnest du einem solchen Menschen, in dem kein Quäntchen „Ich“ mehr ist, der frei ist wie der Wind, frei wie ein Vogel, beginnt der Geist sich langsam zu wandeln. Langsam. Es braucht seine Zeit. Die Großen sagen: “Die Saat wurde eingepflanzt, es wurde ausgesät, aber kein Same wird in nur drei Tagen zu einem großen Baum werden und Früchte tragen. Alles zu seiner Zeit…“

Die meiste Zeit deines Lebens verbringst du damit, Dingen hinterherzulaufen und Dinge zu tun. Dabei hast du vergessen, dass SEIN vor TUN kommt. Diejenigen, die sich an dieses Geheimnis erinnern, unternehmen etwas, um zu „sein“, und entdecken hierbei, dass, wenn sie anhalten und beobachten, das Leben ihnen hilft und ihnen das bringt, was gerade gebraucht wird. Lernen zu sein bedeutet, lernen im Frieden zu sein. Es ist unsere ursprüngliche Wesensnatur.

Eine kurze Geschichte aus der Zeit Buddhas:

Eines Tages saß der Buddha mit dreißig oder vierzig Mönchen im Wald. Sie genossen ein köstliches Mittagessen und erfreuten sich der guten Gemeinschaft. Ein Bauer kam des Weges und der Bauer war sehr unglücklich. Er fragte den Buddha und die Mönche, ob sie gesehen haben, wie seine Kühe hier vorbeigekommen sind. Der Buddha sagte, sie hätten keine Kühe vorbeilaufen sehen.

Der Bauer sagte: „Mönche, ich bin so unglücklich. Ich habe zwölf Kühe und verstehe nicht, wie sie alle davonlaufen konnten. Außerdem besitze ich einige Hektar Sesamsaatpflanzung und die Insekten haben alles aufgefressen. Ich leide so sehr, dass ich mit dem Gedanken spiele, mir das Leben zu nehmen.“

Der Buddha sagte: „Mein Freund, wir haben keine Kühe gesehen, die hier vorbeigekommen sind. Womöglich möchtest du einmal in der anderen Richtung nach ihnen schauen.“

Der Bauer bedankte sich bei ihm und lief davon, und der Buddha wendete sich seinen Mönchen zu und sagte: „Meine lieben Freunde, ihr seid die glücklichsten Menschen auf der Welt. Ihr habt keine Kühe zu verlieren. Hättet ihr zu viele Kühe, um die ihr euch sorgen müsstet, wäret ihr schwer beschäftigt.“

Genau das ist der Punkt, denn um glücklich zu sein müsst ihr die Kunst erlernen, wie man Kühe freilässt! Du lässt die Kühe eine nach der anderen frei. Anfänglich dachtest du, die Kühe seien für dein Glück verantwortlich, und so hast du versucht, mehr und mehr Kühe anzuschaffen. Jetzt ist dir aber klar geworden, dass dein Glück nicht wirklich von den Kühen abhängt, ja dass sie deinem Glück vielmehr im Wege stehen.

Genießt euren Tag und möge Gott euch alle mit der Kunst segnen, Kühe freizulassen…

Ein Kommentar

  • 1
    Nylama:

    Hallo Elias,

    wir dürfen auch Kühe haben oder Felder, die uns nähren. Wir dürfen ein Dach über dem Kopf haben und all die Dinge, die wir zum Leben brauchen, um uns in kalten Ländern vor der Kälte und in warmen Ländern vor der Hitze zu schützen, und unserem Körper das geben zu können, was er braucht, um uns wohl durch unsere Lebenserfahrungen zu tragen.

    Was Buddha meinte, ist, dass wir nicht mit dem Herzen daran anhaften und es zu unserer Bestimmung, es zu unserem ganzen Lebensinhalt, zur Gier werden zu lassen. Es dankbar annehmen und sich seines wahren Zweckes bewusst sein – es ist das Öl und das Benzin und die Garage für unser Lebensfahrzeug, das uns in Liebe dazu dient, unseren Bewusstwerdungsweg, unseren Erfahrungsweg mit ihm zu machen. Dafür sollten wir es lieben und achten und für sein Wohl sorgen.
    Was unser Fahrzeug braucht, hängt davon ab, wo wir leben, unser welchen Voraussetzungen und auch davon, was wir für unsere Aufgabe hier brauchen.
    Unter der warmen/heißen Sonne Indiens braucht es sicher keinen Bullerjahn-Ofen und Daunenjacken und in Deutschland wäre die meiste Zeit im Jahr ein Sari weniger als Kleidung geeignet und der Verzicht auf ein warme Stube im Winter ein Erfrierungsrisiko.
    Es gibt keine allgemeine Regel, was der individuelle Mensch zum Leben braucht. Es hängt von seinen persönlichen Lebensumständen und auch der Verfassung seines Körpers ab.

    Buddha predigte den Weg der Mitte und darum geht es. Bewusst ausgewogen für die Bedürfnisse unseres Körpers, unserer Seele und unseres Geistes und ihren gemeinsamen Weg zu sorgen und dazu den Weg der goldenen Mitte zu finden und zu gehen.

    Noch benötigen wir unseren Körper.

    Alles Liebe,

    Nylama

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