ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Nach Hause kommen

11.03.11 von (Geschichten, Oneness/Bewusstsein)

BergseeEs gibt Worte, die auf der Stelle eine tiefe Sehnsucht in uns auslösen. Nach Hause kommen ist ein solches. Und damit ist nicht unbedingt der Ort gemeint, wo wir wohnen, geboren wurden oder einen wichtigen Lebensabschnitt verbracht haben. Es ist vielmehr ein Ort, der gar kein Ort ist. Man könnte ihn umschreiben als eine Art Lebensgefühl, in welchem wir uns mit allem und mit uns in tiefem Frieden befinden und uns so ganz richtig in dieser Schöpfung fühlen – zu Hause eben.

Wir geben diesem Zuhause vielleicht ganz unterschiedliche Namen: Gott, mein (höheres) Selbst, die Ganzheit von allem was ist, meine innere Quelle, das Leben und Millionen anderer Bilder und Namen. Zuhause ist das, was wir eigentlich sind, immer waren und immer sein werden – und wonach wir uns sehnen, weil wir es verloren glauben, denn wir fühlen eine tiefe Trennung zwischen uns und unserem Zuhause.

All unsere Leiden, all unsere Sehnsüchte, all unsere Bestrebungen und Ziele und was uns sonst noch so in dieser Welt antreibt, beruhen auf dieser Trennung. Jede Lebensäußerung ist im Grunde nichts als ein lautes oder leises Wehklagen über die Trennung vom All-Eins-Sein. Wir wissen ganz tief, dass wir mit allem – mit ALLEM! – verbunden sind, aber wir fühlen es nicht in unserem realen Leben, und das gibt uns das tiefe Gefühl, in der Entfremdung zu leben und nicht zu Hause zu sein.

Vieles, was die Kunst oder auch die profane Unterhaltung hervorgebracht hat, wird gespeist von der Sehnsucht nach unserem Zuhause. Oft wurde dabei die Ursehnsucht nach Einheit übersetzt in die Sehnsucht nach Liebe, Herz und Natur, und natürlich nach einem echten Zuhause. Vor rund dreißig Jahren lief zum Beispiel wöchentlich die Serie Der Mann in den Bergen. Sie ließ uns teilhaben am Leben eines Mannes fernab der Zivilisation, der inmitten unberührter Natur und auf engstem Kontakt mit den dort lebenden Tieren immer wieder neue Abenteuer und berührende Geschichten erlebte. Dieses idealisierte Leben fern unserer eigenen entfremdeten Lebenswirklichkeit erinnerte uns Folge für Folge an das, wonach wir uns zutiefst sehnen: an unser Zuhause.

Der Titelsong zu dieser Serie spricht vielen Menschen direkt aus dem Herzen. Hier das Video und weiter unten der ins Deutsche übersetzte Text:

Vielleicht…
Bring mich Nachhaus…
Tief drinnen im Wald ist eine Tür in ein anderes Land.
Hier ist unser Leben, unser Heim, wir bleiben hier für immer.
In der Schönheit dieses Ortes ganz allein hoffen wir weiter…

Vielleicht gibt es eine Welt, in der wir nicht hetzen müssen,
vielleicht gibt es eine Zeit, die uns gehört,
leben frei in Harmonie und „Majestät”,
Bring mich Nachhaus…
Bring mich Nachhaus…

Wandern durch das Land wo jedes Lebewesen schön ist,
Warum muss es enden?
Wir rufen, oh so traurig, das Flüstern des Windes,
indem wir eine sterbende Botschaft senden.

Vielleicht gibt es eine Welt, in der wir nicht hetzen müssen,
vielleicht gibt es eine Zeit, die uns gehört,
leben frei in Harmonie und „Majestät”,
Bring mich Nachhaus…
Bring mich Nachhaus…

Vielleicht gibt es eine Welt, in der wir nicht hetzen müssen,
vielleicht gibt es eine Zeit, die uns gehört,
leben frei in Harmonie und „Majestät”,
Bring mich Nachhaus…
Bring mich Nachhaus…

Nach Hause kommen – zu Hause sein – ganz sein – ohne Trennung sein – Oneness.

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