ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Kraft der Begeisterung (1)

27.04.12 von (Oneness/Bewusstsein, Zeitgeschehen)

BegeisterungDie Gehirnforschung auf den Spuren der Lebensfreude

Es ist faszinierend zu beobachten, wie die moderne Forschung heute Sachverhalte über das Menschsein ent- deckt, die wir alle in unserem Innersten wissen, die der Menschheit verloren gingen und die jetzt wieder ans Licht kommen. Das klingt nach einem kuriosen Umweg, aber wir dürfen mehr als froh sein, dass dieses Wissen heute nicht nur von spirituellen Lehrern, sondern inzwischen auch von der modernen Gehirnforschung gelehrt wird.

Es ist bereits fast ein Jahr her, dass Prof. Dr. Gerald Hüther zur Eröffnung des Hauptstadtkongresses 2011 – Medizin und Gesundheit – in Berlin einen beachtlichen und inspirierenden Vortrag gehalten hat, der diese Entwicklung widerspiegelt.

Da ist die Rede davon, dass Heilung immer Selbst-Heilung ist und dass die Medizin lediglich die Aufgabe hat, günstige Bedingungen für die Selbstheilung bereitzustellen. Da ist die Rede von der maßgeblichen Rolle des Patienten, selber Heilung zu wollen, und von den Bedingungen, die einen Patienten erst in die Lage versetzen, tatsächlich an seiner Heilung interessiert zu sein.

Es geht um Haltung, nicht einfach um Verhalten. Haltungen entstehen durch die Erfahrungen, die ein Mensch macht. Sie bestimmen, wie ein Mensch denkt, fühlt, wertet und entscheidet, und je nachdem, ob die Erfahrungen günstig waren oder nicht, bilden sich entsprechende Haltungen heraus.

Wie ändere ich ungünstige Haltungen, die durch ungünstige Erfahrungen entstanden sind? Indem ich dem Menschen erlaube, günstige Erfahrungen zu machen. Die lassen sich aber nicht aufzwingen. Ich kann dazu einladen, ermutigen und inspirieren, sie freiwillig zu machen. Wie weit sind wir in der Lage, andere Menschen zu neuen Erfahrungen einzuladen, zu ermutigen und zu inspirieren?

Was sind Erfahrungen überhaupt? Sie haben einen Wissensanteil und einen Gefühls- anteil. Sie müssen unter die Haut gehen. So führen Belehrungen allein nicht zu Erfahrungen, und sie ändern deshalb die Haltung nicht. Ebenso, wie der Gefühlsanteil allein nichts bewirkt.

Was ist es, was in unseren Hirnstrukturen das ausbildet, was wir als Haltung beschreiben können? Unser Gehirn ist viel formbarer, als man früher geglaubt hat, nur was ist es, was diese Veränderungen hervorruft? Es ist nicht das bloße Training, das sogenannte Gehirn-Jogging.

Gehirnstrukturen bilden sich durch Begeisterung, durch Freude, durch Leiden- schaft!

Babys und kleine Kinder erleben täglich unzählige Male Zustände von Begeisterung. Diese Erfahrungen von Begeisterung sind es, die uns wachsen lassen. Sie sind es, die uns das Gefühl geben zu leben. Leben ist in seiner vollen Blüte Glückseligkeit!

Es ist wirklich lohnend, sich den Vortrag von Prof. Dr. Gerald Hüther anzuhören – und sich auch die Begeisterung dieses Redners anzusehen. Der rund 50-minütige Vortrag steigert sich von Minute zu Minute und entführt uns in ein Wissen, das wir tief innen alle haben und uns nun wieder bewusst wird. Der Vortrag ist also eine Art Wiederentdeckungstour. Und am Schluss werden wir mit guter Chance bemerken, wie sich in dieser knappen Stunde die Tür zu unserer eigenen Begeisterung wieder ein breites Stück geöffnet hat.

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