ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Die Kraft des Gebets (1)

20.03.12 von (Gott, Gnade, Segen)

MarienstatueDein Antaryamin und du

Erinnerst du dich noch an deine Kinderzeit, in der du abends – vielleicht mit gefalteten Händen – im Bett gesessen und gebetet hast „Lieber Gott, bitte…..“? Beten war damals für uns etwas ganz Natürliches. Gebete gaben uns Kraft und Halt und wir hatten das Gefühl, etwas getan zu haben, damit sich unser Wunsch erfüllt.

Heute, im Erwachsenenalter, haben wir das Beten zunehmend verlernt oder es uns einfach abgewöhnt. Warum? Vielleicht hatten wir das Gefühl, dass Gott uns nicht gehört oder unsere Gebete nicht beantwortet hat. Vielleicht hat uns auch jemand gesagt, dass Beten albern ist, und wir haben es irgendwann sein lassen. Das ist schade.

Was ist Beten? Es ist dein persönliches Gespräch mit deinem Gott. Beten ist eine Kunst. Wenn du einmal weißt, wie es geht, wird es immer leichter. Es gibt ein paar einfache „Spielregeln“, mit deren Hilfe du leicht mit deinem persönlichen Göttlichen ins Gespräch kommen kannst:

  1. Sei dir klar über das, was du möchtest. Der Fokus muss auf der Lösung liegen, nicht auf dem Problem.
  2. Dein Gebet und dein Glaube müssen auf der gleichen Linie sein. Wenn du nicht an das Gebet glaubst, sag es deinem Gott. Wünsche dir einen Gott, der trotzdem deine Gebete beantwortet.
  3. Bei jedem Gebet musst du die wahre Absicht dahinter herausfinden.
  4. Visualisiere, was du willst, in 3D und in Farbe, oder fühle, was du (haben) willst. Aus diesem Gefühl heraus drücke deine Dankbarkeit aus.
  5. Bete und warte und hab Vertrauen.
  6. Drücke deinem Göttlichen gegenüber Dankbarkeit und Verehrung aus (z.B. durch Singen, Tanzen, Rituale….), als hättest du das Gewünschte schon erhalten. Das Göttliche freut sich darüber und wird dich mehr und mehr beschenken.

Für all das brauchst du eine starke Verbindung zu deinem Göttlichen. Erschaffe dir ein Bild deines persönlichen Gottes, wie von einer realen Person. Es kann Buddha, Jesus, AmmaBhagavan – jede(r) Heilige deiner Wahl – sein, muss aber nicht an eine spezielle Person gebunden sein. Mit dem „Alles-was-ist“ oder dem Universum kannst du keine Beziehung aufbauen. Dies ist nur möglich mit deinem persönlichen innewohnenden Göttlichen (auch Antaryamin genannt).

Die folgende kleine Übung kann dir dabei helfen, eine Beziehung mit deinem Antaryamin zu entwickeln:

Setz sich in Stille und bequem hin. Bitte deinen persönlichen Gott, mit dir in Kontakt zu treten. Sieh ihn (oder auch sie) an. Sprich mit ihm und statte ihn mit all den Eigenschaften aus, die du dir wünschst. Es funktioniert auch, wenn du zunächst nichts siehst oder fühlst. Sei gewiss, dass er dich sehen und hören kann. Welche Eigenschaften soll er haben? Soll er humorvoll sein? Verständnisvoll, immer ein offenes Ohr haben, dir zuhören, dich akzeptieren und dich bedingungslos lieben? Soll er dir immer antworten? Es ist die Natur unseres Antaryamins, dass er so ist, wie wir ihn uns wünschen. Wenn du denkst, dass du einen strafenden Gott hast, wird er so sein. Wenn du denkst, dass du einen bewertenden Gott hast, wird er es sein. Sage ihm alles das, was du dir von ihm wünschst. Danke ihm dafür, dass er für dich da ist und für dich so ist, wie du es dir wünschst. Wiederhole diese Übung immer wieder, wenn du das Bedürfnis danach hast. Die Eigenschaften unseres Göttlichen werden sich, wie wir, immer wieder verändern.

Hab Vertrauen, dass alle deine Gebete gehört werden. Sollte ein Gebet oder ein Wunsch nicht erfüllt werden, bete nicht noch einmal, sondern bitte deinen Antaryamin, dir bei der Lösung des Problems zu helfen. Gewöhne dir an, in jeder Lebenslage und Situation mit ihm zu sprechen. Sprich ganz authentisch in deiner Sprache mit ihm. Wenn du mal sauer sein solltest, kannst du ihm das auch sagen. Wenn du dir einen Gott geschaffen hast, der dich bedingungslos liebt, kannst du problemlos mit ihm schimpfen, wenn dir danach ist.

Werde dir der Fügungen in deinem Leben bewusst. Auch hierzu setze dich in Stille hin und halte Rückschau über dein Leben. Sieh all die Geschenke, die du in all den Jahren schon bekommen hast! Sieh, wo du früher standest und wo du heute stehst. Sieh die wunderbaren Veränderungen in deinem Leben. Erkenne die positiven Aspekte von scheinbar negativen Ereignissen in deinem Leben. Wenn du dies tief in deinem Herzen erkennen kannst, dann fühlst du deinen persönlichen Gott.

Danke deinem Antaryamin für die Fügungen in deinem Leben. Und sei überrascht, was er alles noch für Wunder als Antwort auf deine – auch stillen – Gebete für dich bereithält! Die Reise geht weiter und weiter.

Wenn du magst, kannst du all das in einem „Wunder-Büchlein“ für dich aufschreiben. Diesem Wunder-Büchlein werden wir in Kürze einen separaten Artikel widmen.

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