ONENESS 24

Eins·Sein im täglichen Leben – Einheit in der Vielfalt erfahren

Die Weisheit vom Wetter

19.07.12 von (Erde, Mensch und Tier, Oneness/Bewusstsein, Zeitgeschehen)

Ruf nach Freiheit„Wo ist der Sommer?“ fragte ich kürzlich eine liebe Freundin aus dem Siegtal.

Auf solche Fragen erwarten wir gemeinhin die üblichen Antworten, die uns immer einfallen, wenn die schönste und sonnigste Zeit des Jahres ins Wasser fällt und eher herbstlich kühl daherkommt. Doch dieses Mal brachte die Frage eine ganz andere Antwort; eine, die uns fühlen lässt, dass auch das Wetter mit seinen Elementen Teil von Oneness ist.

Die Ureinwohner unseres Planeten hatten da sehr viel mehr Wissen über die Zusammenhänge der Natur, und sie haben es auch noch heute. Für sie ist das Wetter ein Ausdruck dessen, was auf unserer Erde geschieht, und wir Menschen sind ein Teil davon. Für den modernen Menschen in seiner vermeintlichen Aufgeklärtheit gibt es noch viel zu lernen – und wiederzuentdecken, was wir irgendwann und irgendwo zwischendrin verloren haben. Hier die unerwartete Antwort:

Der Sommer??? Der ist hinter dem Regen versteckt. Wenn ich morgens aufwache und sehe: Es regnet wieder und fühle, dass es kalt ist und wolkig und grau, dann muss ich an meine geliebten indigenen Lehrerinnen und Lehrer denken, wie sie sagten: Wenn die Menschen die vier Elemente in ihrem Leben nicht ausgewogen halten, dann wird im Großen dafür gesorgt.

Ja, wenn wir nicht weinen und gut mit unseren Tränen der Freude und des Schmerzes umgehen und überhaupt mit diesen Emotionen und sie abspalten oder extrem ausleben, dann regnet, regnet, regnet es. Wenn wir mit unserer Wut und unserer Angriffslust nicht gut umgehen, dann brennt es und/oder es brechen die Vulkane aus. Wenn wir mit unseren Gedanken, Worten und Kommunikation nicht gut umgehen, dann gibt es Tornados und Orkane. Und wenn wir mit der Materie, der Nahrung und unseren Körpern nicht gut umgehen, dann gibt es Erdbeben. Und überhaupt, wenn wir die Elemente nicht ehren, dann machen sie sich bemerkbar und sorgen spürbar für ein Gleichgewicht. Die Elemente schaffen nicht nur den Ausgleich im Großen, sondern sie spiegeln uns, was in Ordnung zu bringen ist und fordern uns nachdrücklich auf, Verantwortung  zu übernehmen!

Weißt du, ich danke dem Regen jeden Tag für das, was er für uns tut. Die Menschen finden ihn unangenehm, und wenn alles überschwemmt ist, erschrecken wir über die zerstörerische Kraft des Wassers. Aber es liegt in der Hand von uns Menschen, mit allem anders umzugehen, oder nicht?

So danke ich dem Wasser und den Wolken, dass sie gerade einen Ausgleich schaffen… und der großen zentralen Sonne, dass sie hinter allem scheint…

Das ist Oneness: „Menschen, Tiere, Pflanzen, Steine, Wasser, Luft, Erde, Feuer”, sagen die indigenen WeisheitshüterInnen (die den Oneness-Gedanken schon immer leben), und ich danke ihnen für ihr Wissen, das sie uns geben und seit jeher gegeben haben.

Indigene Völker sind Naturvölker, z.B. Ureinwohner, Stammesvölker, Indianer. Mehrere 100 Millionen Indigene leben derzeit in ca. 70 Ländern der Erde. Nur noch wenige indigene Völker leben ohne völligen Kontakt zur Außenwelt; die meisten ziehen eine „moderne“ Lebensweise vor. Ihre Weisheit liegt in der spirituellen Verbundenheit mit der Natur und der Erde, sie sind reich an vielen Kulturen und Sprachen.

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Ein Kommentar

  • 1
    Elli:

    …das ist doch mal ein einleuchtende und verständliche Erklärung über die Wetter-Phänomene. Doch leider verstehen die Menschen es nicht so. Ich habe vorher immer gesagt: “die Natur selektiert von alleine”…. Konnte jedoch diesen Satz nicht in der Tiefe erklären. Jetzt habe ich eine wunderbare Ergänzung. Vielen Dank dafür.
    Liebe Grüße..

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