ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Einfach Gnade (1)

15.11.12 von (Gott, Gnade, Segen, Oneness/Bewusstsein, Zeitgeschehen)

TropfenChronik des Erwachens – Teil 1

Jeder erlebt seine ganz persönliche und individuelle Reise ins Erwachen. Es kann sehr segensreich sein, Erfahrungs- berichte Anderer zu lesen. Peter Saß ist im Oktober 2012 erwacht und lässt uns mit seinem Tagebuch an seinem Erwachensprozess teilhaben. Danke, Peter!

Beginn
Die eigentliche und stark fühlbare Dynamik beginnt für mich mit dem Start der Oneness-Meditationen, also März 2012 für mich, insbesondere seit August 2012 im Zusammenhang mit der erreichten Zahl von damals 70.000 Erwachten.
Ebenfalls August 2012: Ich spüre zunehmend die Gegenwart der göttlichen Präsenz – sie ist zart wie eine Blume, aber doch meistens deutlich wahrnehmbar.

Sonnabend, 15.09.2012
Zwei Oneness-Meditationen in Hamburg – Tagespropramm. Nach der 2. Oneness-Meditation fühle ich eine tiefe Stille und Freude. Ich gehe vor das Auditorium und spreche über die Heiligkeit, die ich im Raum gespürt habe und beschreibe, wie ich vor meinem inneren Auge wahrnehmen konnte, wie beim Befreiungs-Sutra harte Platten auf meinen Schultern zerborsten sind und sich aufgelöst haben – alte Muster, Konditionierungen, Karma…

Auf der Rückfahrt nach Lübeck sind zuerst keine Gedanken mehr, nach und nach tauchen wenige Gedanken auf, die den Frieden aber nicht stören. Mir fällt auf, dass die Gedanken keine Auswirkungen mehr haben – keine Emotion wird ausgelöst, keine Gedanken-Ketten oder ähnliches.

Sonntag, 16.09.2012
Ich genieße den Frieden, besonders im Garten. Es sind Gedanken da, aber viel weniger als sonst – ein Bruchteil dessen. Und die Gedanken sind viel „leiser“ als sonst. Sehr angenehm. Besonders in meinen Meditationen ist da nur das Mantra – und Stille.

Montag, 17.09.2012
Ich sitze im Garten, schaue längere Zeit auf eine Unkrautecke. Ich schaue einfach längere Zeit nur. Keine Wertung, keine Gedanken, ich bin einfach fasziniert von der Vollkommenheit dieser kleinen Komposition.

Dienstag, 18.09.2012
Ich möchte schon länger ein Auto verkaufen. Heute rufen 2 Interessenten an. Wenig später ein neuer Anruf wegen Klavierunterricht. Ich spüre, dass mein Leben wieder mehr in den Fluss kommt, und bin sehr wach und voller Freude und Dankbarkeit. In jeder Nacht werde ich wach und erhalte den Auftrag, über bestimmte Themen zu meditieren, z.B. über Göttlichkeit.

Mittwoch, 19.09.2012
Der Autointeressent ist da. Ich bin sehr entspannt und lasse innerlich alles los. Nach einer Stunde ist das Auto verkauft und wird sofort bezahlt. Ich danke für die göttliche Gnade und Unterstützung. Bin hinterher etwas aufgekratzt, trotzdem ist immer noch Stille da und Pausen zwischen den Gedanken.

Abends stehe ich vor meinem Bücherregal und sehe es zum 1. Mal wirklich. Ich spüre, dass es nichts mehr mit mir zu tun hat – es ist nur meine Vergangenheit. Ich könnte sofort alles weggeben, was dort steht. Ich empfinde viele Gedanken, die dort verbunden sind. Es hat nichts mehr mit mir JETZT zu tun.

Alle Dinge, die mich jetzt umgeben, haben nur noch Sinn, wenn sie benutzt werden, z.B. jetzt gerade der Laptop. Viele meiner Dinge sehe ich jetzt, wie wenn ich ein Foto in einer Zeitschrift ansehe – irgendwie neutral, kein emotionaler Bezug mehr.

Donnerstag, 20.09.2012
Ich schaue abends wieder Online Oneness-Meditationen (wie jeden Tag). Ich sehe die Vollkommenheit und die göttliche Präsenz in den Gesichtern. Abends sehe ich die erste Oneness-Erwachte aus Deutschland im Video. Sie beschreibt Ihren Prozess und ich fühle Resonanz bei einigen Schilderungen. Ich beschließe, ein Tagebuch zu führen und es Ihr zu senden. Meditationsthema heute Nacht: Vollkommenheit.

Freitag, 21.09.2012
Morgens: Ich segne meine Familie und empfinde tiefe Liebe zu allen.
Ich schreibe noch vor dem Frühstück aus der Erinnerung die letzten 5 Tage auf. Ich spüre Unruhe in mir. Wenn ich in den Garten schaue, ist dort Frieden. Keine Gedanken wechseln dann mit Gedankenphasen. Ich weine grundlos, als ich den ganzen Text noch mal lese. Meine Seele vibriert. Mein Gefühl ist: Weder habe ich das geschrieben, noch hat das etwas mit mir zu tun – es ist wieder ein Stück Vergangenheit…

Vormittag: Eine alte Angst steigt plötzlich auf: nicht dazu zu gehören/irgendwie vorbeizurutschen. Ich sehe dieses Muster ganz klar, aber die Ladung/Emotionsanhaftung ist nicht mehr so stark. Nach kurzer Zeit verliert es sich wieder. Später sehe ich die Angst, wieder in den „gedankenvollen“ Zustand zurückzufallen. Ist es wirklich noch anders? Sind da nicht wieder mehr Gedanken? Auch das löst sich wieder auf, da ich spüre, dass sich etwas grundlegend verändert hat.

Beim Klavierunterricht am Nachmittag beobachte ich, dass es keine Gedanken gibt und auch keine Verletzungen mehr durch die Schüler gibt. Der Unterricht läuft irgendwie automatisch ab. Alles geht von selbst. Ich brauche nie „nachzudenken“, was ich sagen oder tun muss – es geschieht immer. Ich könnte auch sagen: Ich bin nicht der, der unterrichtet. Nach dem Unterricht setze ich mich einen Augenblick zum Ausruhen. Nachdem ich einige Minuten keine Gedanken habe, fühle ich mich wieder erfrischt. Ich beobachte, dass ich mich dadurch schneller regeneriere als früher, als ich viele Situationen immer noch gedanklich „nacharbeiten“ musste. Dieses entfällt völlig.

Am Abend singe ich drei Sanskrit-Lieder. Die Stille zwischen den Liedern ist unglaublich!
Ich spüre mehr Leichtigkeit im Körper, insbesondere in den Beinen. Die leichte Melancholie, die ich allzeit im Hintergrund meines Ichs wahrgenommen hatte, ist aufgelöst seit Sonnabend. Einfach weg!

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Fortsetzung Teil 2

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