ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Hallo, hier ist Gott (6)

10.02.12 von (Gott, Gnade, Segen)

MondspaziergangFügungen sind Zeichen des Göttlichen

Wir Menschen sind gewohnt, unser Leben in die eigenen Hände zu nehmen. In der Kindheit und Jugend werden wir darauf vorbereitet erwachsen zu werden und das Leben selber zu meistern. Manche Menschen sehen es sogar als Schwäche an, andere um Hilfe zu bitten, denn damit outet man sich ja, dass man es selber nicht schafft.

Würde eine Zelle unseres menschlichen Körpers genauso vorgehen, würde sie nicht überleben können, denn im Körper sind alle Bestandteile aufeinander angewiesen. Der Körper funktioniert nur als Ganzes und braucht die totale Kooperation all seiner Teile. Sind wir als Menschen nicht genauso Zellen eines größeren Ganzen, und brauchen wir dieses Eingebettet-Sein in das viel Größere nicht in der gleichen Weise, wie die Zelle den Körper braucht?

Diese Kooperation mit dem Ganzen, dem Göttlichen, geschieht andauernd und zu jeder Zeit. Für die meisten Menschen ist dies allerdings nicht das normale tägliche Erleben, sie fühlen sich stattdessen ganz auf sich allein gestellt. Das macht sie einsam und ihr Leben freudlos und klein.

Woran aber können wir Ungeübten erkennen, dass das Göttliche tatsächlich da ist und uns nicht nur jederzeit unterstützt, sondern im Grunde sogar alles für uns tut? Unsere Menschenlogik bietet dafür keine Beweise, aber für das offene Herz gibt es Hinweise:

Es sind die Fügungen in unserem Leben. Sie sind Zeichen des Göttlichen, die uns zeigen, dass es uns liebt.

Nicht wir machen es wirklich, sondern das Göttliche macht alles. Der Mind aber lässt uns glauben, dass wir alles machen würden. Das Ego erlaubt nur diese Sichtweise. Daher ist es so wichtig, auf die innere Stimme zu hören. Sie ist das Sprachrohr unseres persönlichen Gottes, des Göttlichen in uns. Jeder trägt seinen eigenen Gott in sich, und das Göttliche  kann jede Form für uns annehmen, die wir uns vorstellen und wünschen.

Achte also auf die Fügungen in deinem Leben und sieh, wie sich Dinge wie von magischer Hand geleitet für dich arrangieren. Und wenn du die Fügungen in deinem Leben erkennst, werden sie sich vermehren und zu dem werden, was viele als Wunder empfinden.

Um dir diese Entdeckungsreise etwas zu erleichtern, mag dir die folgende Meditation helfen:

Herzmeditation

Entspanne dich und setze dich in eine dir angenehme Position. Schließe deine Augen. Halte Rückschau über dein Leben und bitte darum, dass dir gezeigt wird, wann und wo in deinem Leben das Göttliche dir in Form von Fügungen geholfen hat.

Sieh die vielen Ereignisse, die sich in deinem Leben zugetragen haben.  Es können kleine Begebenheiten sein wie ein gelungener Termin oder der letzte freie Parkplatz, den du bekommen hast. Oder aber es sind die großen Begebenheiten: wie du deinen Seelenpartner gefunden hast, eine schöne Freundschaft geschlossen hast, deinen Traumjob bekommen hast… Auch die auf den ersten Blick unangenehmen Ereignisse sind Botschaften des Göttlichen. Sieh auch die Geschenke, die diese Ereignisse dir gegeben haben.

Spürst du, wie Gott sich dir in allem zeigt und zu erkennen gibt? Wie er oder sie immer wieder zu dir sagt: „Ich bin da!“? Wenn du all dies sehen kannst, lege deine rechte Hand auf die Mitte deiner Brust und fühle dein Herz. Fokussiere dich ganz auf dein Herz, fühle und spüre, wie du dich in all den Situationen gefühlt hast. Spüre das Glück, die Freude, die Begeisterung, das Tanzen, das Lachen und Weinen in all diesen wunderbaren Momenten.

Drücke dem Göttlichen gegenüber, der höheren Intelligenz oder wie immer du es nennen möchtest, deine Dankbarkeit aus. Wiederhole diese Übung immer wieder, und du wirst feststellen, wie du die helfende Hand des Göttlichen in deinem Leben immer klarer sehen und spüren kannst. Es ist der Beginn oder die Vertiefung einer wunderbaren Freundschaft.

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Weitere Artikel aus dieser Serie:
Hallo, hier ist Gott (1) – Das persönliche Gefängnis
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