ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Im freien Flug

09.10.12 von (Gott, Gnade, Segen, Oneness/Bewusstsein)

Freier FlugVon der anstrengungslosen Anstrengung

Das klingt paradox, oder? Wie oft haben wir schon versucht, etwas in unserem Innern zu ändern? Wir möchten den Schmerz, die Angst, die Eifersucht nicht mehr. Wir versuchen, die Emotionen einfach abzustellen. Wie oft ist uns dies gelungen? Vermutlich niemals. Veränderungen geschehen automatisch – unsere Aufgabe, unsere Anstrengung ist das Beobachten dessen, was in uns geschieht.

Lies dazu die Worte von Sri Bhagavan über anstrengungslose Anstrengung:

Während wir in die Einheit / Oneness kommen, geht es um „anstrengungslose Anstrengung“. Das heißt, bis zu einem bestimmten Punkt gibt es eine Anstrengung, danach muss es anstrengungslos werden.

Das Beispiel, das ich jetzt anbiete, ist: In einem Raum gibt es eine Schlange und du bekommst große Angst. Dann nimmst du eine Taschenlampe; das Nehmen der Taschenlampe ist die Anstrengung, das Einschalten des Lichts ist die Deeksha. Dann leuchtet das Licht, und dafür wird keine Anstrengung benötigt. In dem Licht siehst du, dass es ein Tau ist aber keine Schlange, und die Angst ist sofort verschwunden. Keine Energie ist erforderlich, keine Anstrengung wird benötigt, keine Zeit wird gebraucht. Das ist der anstrengungslose Teil.

Die Taschenlampe zu nehmen und sie einzuschalten, ist der Teil der Anstrengung. Genauso ist es hier. Zuerst musst du eine Anstrengung unternehmen. Du musst beobachten, wie der Körper atmet, wie der Körper geht. Und sagen wir, dass du ein morgendliches Bad nimmst, wie der Körper darauf reagiert; wenn du deine Zähne putzt, was dann geschieht. Du musst mit deinen Sinnen beginnen und dann musst du dir allmählich deiner Gedanken bewusst werden. Nun, bis zu dem Punkt wird eine Anstrengung benötigt.

Dann erkennst du, dass du deine Verletzung nicht gehen lässt, dass du dein Leiden nicht gehen lässt, dass du deinen Schmerz nicht gehen lässt. Wenn du versuchst, deine Verletzung gehen zu lassen, deinen Ärger gehen zu lassen, deinen Schmerz gehen zu lassen, dann ist das eine falsche Anstrengung. Diese Art von Anstrengung ist von keinem Nutzen, sie wird keine negative Energie erzeugen, aber sie hat keinen Nutzen. In Wirklichkeit wird sie das Problem verstärken. Was du jetzt andererseits erkennen musst, ist, dass du anfänglich eine Anstrengung unternimmst und wie dich diese Anstrengung selbst daran hindert loszulassen. Die Anstrengung selbst ist nutzlos.

Wenn du das erkennen kannst, passiert das Loslassen ganz natürlich. Wie ein trockenes Blatt an einem Baum; es wird ganz natürlich fallen. Ebenso, wenn du weiterhin erkennst, wie jede Anstrengung das Geschehen verhindert, dann wird es ganz natürlich ohne jegliche Anstrengung passieren. Das Wort „Loslassen“ bedeutet also nicht, dass du es loslassen wirst. Bei der Arbeit mit Oneness gibt es überhaupt kein „Du“. Die Anstrengung loszulassen ist das „Du“. Darum musst du beobachten, dass jegliche Anstrengung das zerstört, was du haben möchtest. Das musst du erkennen. Sobald du das einmal erkannt hast, passiert es automatisch. Es muss anstrengungslos sein. Falls du durch irgendein Glück etwas erhalten hast, indem du eine Anstrengung unternommen hast, dann musst du wissen, dass etwas Falsches passiert ist; es muss von selbst passieren.

Das Leben verändert sich, du kannst es nicht verändern. Der Fluss des Universums hat dich erschaffen; damit musst du fließen, damit leben, ihn erfahren und ihn genießen.

Ein Kommentar

  • 1
    sylvia:

    Ja sagen zu diesem Leben…was für ein Geschenk…so wie jetzt… Ich darf erleben wie die Blätter fallen, der Wind die Bäume bewegt, und sie wiegen sich biegsam und freudig mit. Ein Rotmilan, der die Thermik nutzt und sich freut am Auftrieb des Windes. Schwerelos sieht sein Flug von hier unten aus. Ich darf mich daran erfreuen wie er die Flügel ausbreitet und beobachte noch eine Weile. Und diese Freude ist in mir, so bin ich jetzt mit diesem Vogel eins. Eine wundervolle Zeit, dem Wechsel der Jahreszeiten aufmerksam zuzusehen, zu lauschen, die Farben, Düfte, ein Maler malt mit seinen schönsten Farben für uns alle. Wir müssen nur einen Moment inne halten. Danke.

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