ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Leben ist Beziehung (1)

02.03.12 von (Eltern und Kinder, Gott, Gnade, Segen, Liebe, Partnerschaft, Oneness/Bewusstsein)

SchattenrennenDie Flucht nach außen

Jeder kennt es, wenn es in Beziehungen unangenehm wird. Wenn das berühmte Knöpfchen gedrückt wird, dann treten wir die Flucht nach außen an. Es ist wie ein Reflex und beherrscht uns wie eine ewig praktizierte Angewohnheit. Es kommt völlig automatisch, wenn wir Schmerz fühlen.

Manchmal wird aus dem Antreten der Flucht ein richtiges Treten. Wir fallen über den, die oder das her, was wir für die Ursache des empfundenen Schmerzes halten.

Schmerz kommt immer von außen, der Verursacher verdient bestraft zu werden und ich bin das arme Opfer. Hierin besteht weithin Einigkeit, und wehe, jemand erdreistet sich, an diesen Grundmauern des psychologischen Gleichgewichts zu rütteln. Ist es nicht so?

Wir könnten es bei diesem Glauben belassen, wenn die Menschen damit wirklich glücklich geworden wären und dieses Glück – was ganz von allein geschieht – mit allen und allem um uns herum geteilt hätten. Gott, was wäre das für eine wunderbare Welt geworden! Viele Worte, die heute den Sprachschatz maßgeblich ausmachen, fände man dann allenfalls noch in wissenschaftlichen Dissertationen über frühere menschenähnliche Lebensformen wieder. Wir wissen aber alle, dass dem nicht so ist. Wir sind diese frühere menschenähnliche Lebensform.

Warum Flucht nach außen? Weil es sich so schlimm anfühlt, all diesem Schmerz innerlich Aug in Aug gegenüberzustehen. Das tut weh. So weh, dass wir glauben, wir würden daran innerhalb kürzester Zeit sterben oder daran wahnsinnig werden. Wir schauen gleichsam ins Maul des Tigers und wissen, da müssen wir jetzt rein. Und wir sind in keiner Weise darauf vorbereitet, unseren inneren Dämonen zu begegnen.

Weise Wesen sind zu der Einsicht gelangt, dass die äußere Welt eine Widerspiegelung unserer inneren Welt ist. Sie ist also unsere eigene Schöpfung, wenn auch in den allerseltensten Fällen eine bewusste. Unsere innere Konditionierung, unsere inneren Programme erschaffen unsere äußerliche Wirklichkeit. Und diese wiederum erleben wir nicht objektiv so wie sie ist, sondern durch und durch gefiltert durch unseren eigenen Wahrnehmungsprozess, der ja nichts anderes ist als ein Teil unserer inneren Programmierungen.

Diese Einsicht tut weh. Und doch führt nichts an ihr vorbei, wollen wir nicht an uns selber ersticken. Wie lange wollen wir noch übereinander herfallen und unseren Frieden in tausendfachen Ablenkungen und Vergnügungen suchen? Die Menschheit als Ganzes steht kurz vor dem so erzeugten Kollaps. Die gute Nachricht ist die: Es geht anders.

Wenn ich die Ursachen nicht mehr im Außen suche, dann komme ich zu mir. Endlich.

Die Reise in die Welt unserer nicht gelösten emotionalen Verletzungen und Belastungen ist eine Liebesgeschichte, wie sie kein Hollywood-Film je wird drehen können. Es ist eine Entdeckungsreise deiner selbst, deiner Tiefen und Höhen, deiner vergessenen Reichtümer und deiner unbeschreiblichen Schönheit. Und es ist eine Liebesgeschichte mit deinem ganz persönlichen Gott und dem unendlichen Kosmos dahinter. Es ist eine Geschichte vom vergessenen Aschenputtel, das sich selber in seiner Einmaligkeit und Göttlichkeit wiederentdeckt.

Es gibt Dornenhecken auf dem Weg, gewachsen aus den Angewohnheiten und alten Konditionierungen, die unser Leben so lange schon beherrscht haben und die nicht unbedingt von einem auf den anderen Tag gehen. Jeder Therapeut weiß das. Und wir führen allzu leicht das im Inneren fort, was wir sonst nach außen projiziert haben: Wir suchen einen Schuldigen und geißeln nun nicht mehr jemand anderes, sondern uns selbst. Das bringt uns keine Heilung.

Geh einen Schritt weiter! Wir sind nicht isoliert in diesem Universum, wir sind Teil von etwas viel Größerem. Warum nicht dort um Hilfe bitten, wo Hilfe am wahrscheinlichsten ist. „SOS! Hilfloser Mensch ruft Gott!“

Wie du das nennst, Gott, Kosmos, Alles-was-ist, das goldene Licht und all die anderen Namen, ist natürlich wichtig, aber nicht, weil es dir jemand vorschreibt. Nenne sie, ihn oder es so, wie du am besten in Kontakt kommen kannst, denn der Kontakt ist es, der wirklich wichtig ist. Wir brauchen keine neuen Konzepte, wir brauchen Leben.

Die alten Gewohnheiten werden immer wieder versuchen – vor allem in deinen Beziehungen – sich in dein Leben zu drängeln. In deinem täglichen Leben tauchen unzählige Situationen auf, in denen dir die schönsten Einsichten nicht weiterhelfen wollen und du nicht weißt, was du konkret tun sollst. Um dich bei diesem Prozess zu unterstützen, werden an dieser Stelle in der Reihe „Das Leben ist Beziehung“ weitere Artikel erscheinen.

Ein Kommentar

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    Axel Bürk:

    Was mir noch wichtig ist, dass das Bitten um Hilfe bei der göttlichen Präsenz das Eine ist. Die Schritte hier auf der Erde muss jeder selbst gehen. Die Türen, die sich öffnen, erkennen und durchgehen. Seine Größe zulassen können. Das geschieht, wenn ich mir immer bewusster werde, was bei mir selbst läuft.

    Axel aus München

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