ONENESS 24

Eins·Sein im täglichen Leben – Einheit in der Vielfalt erfahren

Lust auf Ganzheit

11.05.12 von (Gott, Gnade, Segen, Oneness/Bewusstsein)

UniversumVon dem Wunsch über alle Grenzen hinaus zu wachsen

Dies ist ein sehr persönlicher Artikel – auf den ersten Blick jedenfalls. Er entspringt der eigenen tief sitzenden Sehn- sucht des Autors, alles zu umfassen, oder besser noch: alles zu sein. Deshalb also ist er sehr persönlich. Und warum nur auf den ersten Blick? Weil der Autor selbst ein Teil des Ganzen ist und deshalb ahnt, dass diese Sehnsucht jedem Geschöpf innewohnt.

Jeder Blick aus den eigenen Augen ist durch viele Faktoren eingeschränkt. Ich sehe nur das, wohin ich mein Auge wende, und auch nur das, was durch meine inneren Filter nicht aussortiert wird. Außerdem nimmt das Auge nur einen kleinen Teil des Lichtspektrums wahr, weil es physiologisch so gebaut ist. Und mit den anderen Sinnen ist es ähnlich. Ich sehe, höre, fühle, schmecke und rieche nur einen winzigen Ausschnitt der Welt.

„Warum ist es eigentlich so, dass ich nicht auch durch die Augen der anderen Menschen blicken kann?“ Diese Frage kam mir als Jugendlicher ganz spontan auf einer morgendlichen Busfahrt. Dieses Erstaunen und die Sehnsucht dahinter haben mich nie wieder verlassen. Wohl hat sich mein Bewusstsein verändert und mein Herz seine Grenzen nach außen verschoben. Es passt jetzt vielleicht mehr von der Ganzheit in mein Herz hinein, doch die Sehnsucht danach wurde eher größer als kleiner.

Ich habe einen Körper, wie jeder andere Mensch auch, und ich möchte durch und mit ihm das ganze Leben erfahren. „Leben ist grenzenlos“, sagt eine Stimme in mir. Ist der Körper nicht geeignet, diese Seite der Wirklichkeit zu erfahren?

Es ist die Stimme eines Kindes, die da spricht. Welcher Weise würde an dieser Stelle den Mut haben, mit einer Lehre zu antworten, die den Traum von der Ganzheit wie eine Seifenblase zerplatzen ließe?

Das Ganze umfasst alles. Wie sollte es da möglich sein, es mit den Sinnen zu erfahren? Übersteigt es nicht die Möglichkeiten der Sinne, und liegt es nicht auch weit jenseits unserer Vorstellungskraft? Und wie könnte man mit etwas in Verbindung treten, das alles ist?

Es mag sein, dass der Körper mit seinen Sinnen für diese Totalität von Erfahrung nicht gebaut ist. Wenn nicht, dann wird mir das Ganze, das Alles-was-ist, das Göttliche eine andere Tür öffnen. Es mag sein, dass die Ganzheit nicht erfahren werden kann, weil es dafür keinen Sinn gibt. Dann wird das Ganze, das Alles-was-ist, das Göttliche mich das eben SEIN lassen.

Ich habe eine grenzenlose Lust auf Ganzheit. Ich will es SEIN. Ich werde es SEIN. Ich bin DAS.

Kontemplation:
Schließe die Augen und nimm deinen Atem war. Fühle, wie du den Rhythmus des Atems in deinem ganzen Körper spürst. Fühle, wie sich deine Aufmerksamkeit auf deinen ganzen Körper ausdehnt.

Lasse deine Aufmerksamkeit über die Grenzen deines Körpers hinausgehen und sich immer weiter ausdehnen. Vielleicht fühlst du, wie alle Grenzen dahinschmelzen und immer mehr verschwinden.

Bring deine Aufmerksamkeit ins Zentrum deines Fühlens. Kannst du spüren, dass du viel viel größer bist als dein Körper, und dass das Leben, das du in dir wahrnimmst, überall vorhanden ist? Folge dieser Spur und werde dir bewusst, dass das Leben alles umfasst.

Lass dein Herz dich führen und fühle den Wunsch deines Herzens, mit allem Leben verbunden zu sein. Spüre das „Heimweh“ und werde dir bewusst, dass dich dein Herz nach Hause ruft.

Weißt du jetzt, warum dieser Artikel nicht nur ein persönlicher Artikel ist? Fühlst auch du die Lust auf Ganzheit und den Wunsch, über alle Grenzen hinaus zu wachsen? Folge dem Ruf deines Herzens!

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