ONENESS 24

Eins·Sein im täglichen Leben – Einheit in der Vielfalt erfahren

Mehr Licht!

13.07.12 von (Gott, Gnade, Segen, Oneness/Bewusstsein, Zeitgeschehen)

Licht!Mehr Licht! Sehen, was da ist und fühlen ohne Fuß auf der Bremse. Erfahren ohne Intervention durch den Verstand und das Leben in seiner ganzen Fülle kosten. Das ist Glück- seligkeit, das ist Leben, und wir sind auf dem besten Weg dahin.

Übergänge sind immer am schwierigsten. Da ist noch das Alte, das tausendfach eingeübt so ganz von allein geschieht, unbewusst und wie ein automatisch ablaufendes Programm. Und dann sind da die großen Momente, in denen uns das Neue mit weit geöffneten und liebenden Armen umfängt. Da glauben wir leicht, das Alte sei nicht mehr existent, doch in der Übergangszeit ist das nicht so. Wir leben hin- und hergeschüttelt zwischen diesen zwei Welten.

Wie atemberaubend es ist, wenn uns die Welle des neuen Bewusstseins weit über das Bekannte hinaus hebt und wir Dinge und Zusammenhänge sehen, die uns aus der Tal-Perspektive weitestgehend verborgen sind. Wie ein Naturereignis trägt uns die Welle dann wieder in sein Tal und scheinbar zurück in eine Welt, in der das Neue kaum mehr sichtbar und fühlbar ist. Das ist wie Ebbe und Flut, wie das Treiben der Gezeiten, und wir wirken darin wie Fische, die sich mal glücklich im Wasser tummeln und mal auf dem Trockenen liegen weit weg vom rettenden Meer.

Der Übergang von der Zeit, in der Getrenntheit normal und Einheit eine Utopie zu sein schien, hinüber in eine Zeit, in der Einheit der Normalzustand des Lebens ist, ist in vollem Gange. Wir, die wir irgendwann laut gerufen haben: „Wir wollen ganz vorn dabei sein!”, bewegen uns jetzt zwischen diesen beiden Welten hin und her. Das ist nicht immer ein gemütlicher Spaziergang!

„Mehr Licht!” möchten wir rufen, um dem dunklen Spuk ein Ende zu bereiten. An der Nahtstelle zwischen den Zeitaltern scheinen sich die alten und die neuen Kräfte am Lichtschalter zu streiten, und so geht das Licht mal an und mal wieder aus. Mal fühlen wir uns mit allem verbunden und in wunderschöner Einheit, dann aber wieder getrennt. Daran leiden wir ganz besonders, weil wir fühlen und wissen, was uns gerade wieder verloren gegangen ist.

Da schleicht sich manchmal das Gefühl ein, nicht gut genug, nicht fokussiert genug zu sein und an dieser Weltsituation eine große Mitschuld zu tragen. Diese „Einsicht” schließlich macht es einem nicht gerade leichter, und es kann sich eine Art Depression einschleichen – und der Wunsch, einfach so „normal” wie die Anderen zu sein. Der Weg zurück in dieses dumpfe, unbewusste Leben und diese Krankheit der Getrenntheit aber will uns gottlob auch in unseren dunkelsten Nächten nicht wirklich wünschenswert erscheinen, und so leiden wir an unserem Gefühl der Unzulänglichkeit still oder laut vor uns hin.

Sri Bhagavan, der Begründer der Oneness University in Indien, sagte hierzu sinngemäß: Die Menschheit ist nicht für die Dunkelheit verantwortlich, die vor langer Zeit auf uns kam und unseren Sinn für Einheit und unser Bewusstsein verdunkelt hat. Es ist der Rhythmus der Zeiten, und ebenso können wir den Übergang in ein lichtes, goldenes Zeitalter weder beschleunigen noch verhindern. Es geschieht einfach, und selbst das Göttliche folgt diesem Rhythmus der Zeiten.

Das lindert vielleicht unser Gefühl einer Mitschuld und lässt uns die Mitverantwortung am Gelingen des Neuen entspannter erscheinen. Wir können also nichts machen, wir können es weder beschleunigen noch verhindern? „Zurücklehnen!” ist unsere erste Reaktion nach all dem Druck und Stress. Das klingt weise, und doch ist es nur die halbe Wahrheit.

Wovon zurücklehnen? Raus aus dem Rennen und schnell auf die Zuschauertribüne? Nicht mehr mitmachen in diesem Gezeitenspiel und aussteigen?

So denkt unser Verstand, der konstruktionsbedingt immer im Trennungsmodus arbeitet. Da ist aber keine Trennung. Es gibt sie nicht, die Tribüne, auf der wir außerhalb sein könnten. Wir sind mittendrin, immer! Da ist nur EINES.

Was nun?

Wir sind Teil des Geschehens, haben unseren ganz eigenen Platz in dieser immensen Transformation und bewegen uns gegenwärtig zusammen mit dem Ganzen von der alten Epoche in eine neue: vom Zeitalter der Getrenntheit zum Zeitalter des Einsseins. In dieser kosmischen Bewegung, die alles Leben umfasst, sind wir eine Seele unter einer unvorstellbar großen Schar von Brüdern und Schwestern, und wie das Sandkorn am Strand bewegen wir uns im Rhythmus des großen Gezeitenstroms. Das mag unserem Ego nicht schmeicheln, dem Leben selbst aber ist es ein gewaltiges Geschenk: Wir sind mit dabei bei diesem EINEN großen Leben, du und ich und alles was ist.

Wir alle sind Teil des Ganzen und sind zugleich selber das Ganze – und haben somit Einfluss auf das Geschehen im Universum! Wir können die Welle des neuen Bewusstseins durch unser offenes Herz, unser Beten, unser Dranbleiben und unser Vertrauen wieder in die Richtung von Einheit und Wahrheit bewegen. Das Göttliche hilft nicht nur uns, auch wir können so dem Göttlichen dienen! Dieses Mitwirken lässt uns Teil des großen Lebensstroms sein, und wir fühlen das als Wellen großer Gnade, die zu uns kommen. Das Göttliche und wir sind tief vereint, und das Göttliche braucht uns genauso wie wir das Göttliche.

Leben ist so unvorstellbar, so jenseits unserer alten Grenzen, so unschätzbar wertvoll. Leben wir es – zusammen!

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