ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Mit allen Sinnen sein

17.02.12 von (Oneness/Bewusstsein)

BlumeIst es nicht etwas ganz Besonderes, einen Körper zu haben mit all den Möglichkeiten, die wir schon kennen und die zu entdecken wir noch vor uns haben? Das Leben mit seinen Sinnen erfahren zu können, ist eines der großen Geschenke, die uns auf unserer Erdenreise auf erwarten. Wie schade, wenn wir nicht vollen Gebrauch davon machen können, denn die Erdenjahre fliegen so schnell vorüber.

Hast du schon einmal ein Baby dabei beobachtet, mit welcher Intensität es jeden Sinneseindruck erlebt? Wenn es zum Beispiel gekitzelt wird und vor Wonne lacht, das ist das ganze Baby nichts als Lachen. Es erfährt ungefiltert und ungeteilt. Das ist wirkliches Erfahren mit den Sinnen.

Ist dies bei dir heute noch genauso, oder hat sich etwas dazwischen geschoben, das jeden Sinneseindruck filtert, interpretiert und vielleicht sogar kontrolliert? Ist da noch die ungeteilte Freude, wie bei einem kleinen Kind, und erfahren wir jeden Moment die Dinge ganz neu so wie beim ersten Mal?

Wenn uns diese Fähigkeit verlorengeht, wenn uns nicht mehr möglich ist, das Leben ganz frei und unkontrolliert zu hören, zu fühlen, zu sehen, zu schmecken und zu riechen, wenn sich unser bewertender Verstand dazwischen geschaltet hat, dann verlieren wir immer mehr den Kontakt zur Quelle unbegrenzter Lebensfreude. Das Leben wird dann schal und langweilig, ich wir brauchen täglich eine immer größere Dosis an Ersatzbefriedigungen, um das Leben noch auszuhalten.

Das Leben will mit allen Sinnen erfahren werden, sonst ist es kein Leben, sondern bloßes Existieren. Dafür sind wir nicht auf die Erde gekommen.

Schau es dir an: Bei jedem Sinneseindruck kommen sofort der Verstand und die Gedanken dazwischen und fangen an zu analysieren. Hier ein Beispiel:

Du freust dich auf eine Tasse Kaffee, da hast du jetzt richtig Lust drauf. Du kochst dir den Kaffee, denkst dabei wahrscheinlich schon an viele andere Dinge, die dir gerade durch den Kopf gehen, und setzt dich schließlich mit deinem Becher hin. Getrieben von einer inneren Unruhe und deinem Kaffeedurst nimmst du den Duft und die schöne tiefdunkelbraune Farbe des Kaffees schon gar nicht wahr. Der erste Schluck – lecker. Der Geschmackssinn tritt in Aktion, und du könntest den Geschmack nun einfach nur genießen, aber sofort, ohne es zu merken, denkst du: Oh, der Kaffee schmeckt heute ganz anders als gestern… Viel besser… Ja… Der letzte Woche im Café war gar nicht gut, meine Freundin war ja mit dabei… Was sie heute wohl macht… Ich wollte sie ja anrufen… Ach Mist, mein Handy ist ja leer, und ich habe das Ladegerät schon gestern nicht finden können… Ich muss unbedingt aufräumen… Wann soll ich das denn noch machen bei dem ganzen Stress?

Und so weiter und so weiter – der innere Gedankenstrom nimmt und nimmt kein Ende. Du tust alles, nur nicht deinen Kaffee genießen. Die Gedanken erlauben deinen Sinnen nicht, die gegenwärtige Situation wirklich zu erfahren. Und so ist es mit allen Dingen, die wir wahrnehmen; wir sehen schöne Blumen und sehen sie doch nicht, hören gute Musik und bekommen doch nichts davon mit, schnuppern unseren Lieblingsduft und denken ans Büro.

Daran, dass wir so sind, können wir nichts ändern. Unser gegenwärtiger Bewussteinszustand erlaubt es uns nicht anders. Solange wir nicht vom Mind (Verstand) befreit sind, kontrolliert er uns, hat er uns fest im Griff, sind wir schlicht sein Sklave.

Was können wir also tun?

  • Werde dir der Tatsache bewusst, wie der Mind dir nicht erlaubt, mit den Sinnen irgendetwas wirklich und unkommentiert zu erfahren. Achte darauf in jeder Situation.
  • Sieh, dass du es nicht ändern kannst. Versuche es gar nicht erst. Jeder Versuch, etwas ändern zu wollen, ist wieder ein Versuch des Mind, die Kontrolle zu behalten.
  • Wenn du siehst, dass du es nicht ändern kannst, wirst du automatisch hilflos. Es ist wichtig, dass du komplett hilflos bist, also wirklich sehen kannst, dass du es mit deinen eigenen Möglichkeiten nicht ändern kannst.
  • Wenn du hilflos bist, bitte dein persönliches Göttliches, dein Höheres Selbst oder wir immer du es gern nennen magst, um Hilfe. Bitte darum, dass du vom Mind befreit wirst und du das Leben mit allen Sinnen ungehindert und vollständig erfahren kannst.

Das ist eine tägliche und andauernde Übung, immer wieder. Verurteilen wir uns nicht dafür, dass wir es nicht ändern können, sondern akzeptieren wir, dass es so ist. Dabei kannst du ganz viel über dich selbst erfahren und dich ganz neu entdecken. Das kann sehr viel Spaß machen und ist in keiner Weise eine Strafe! Jeder Schritt auf dieser Reise öffnet uns die Tore zu der unbegrenzten Freude, die wir vielleicht als Baby haben schmecken dürfen und von der wir, wenn wir sie einmal wiederentdeckt haben, immer mehr möchten. Wie schön zu wissen, dass der Ozean an Lebensfreude keine Grenzen hat.

Oneness ist in erster Linie eine Reise ins Einssein mit sich Selbst, und aus diesem Einssein erwächst das Einssein mit allem Leben.

2 Kommentare

  • 1
    Klaus Kutzner:

    Hallo Petra,

    das ist wie aus dem täglichen Leben berichtet.
    Jeder hat das erfahren. Dein Bericht ist leicht nachvollziehbar. Vielen Dank.

    Liebe Grüße
    Klaus

  • 2
    Klaus Kutzner:

    Hallo Petra,

    daraus lässt sich auch eine Meditation machen.
    z.B.:

    Meditation

    Nimm ein paar tiefe Atemzüge.
    Konzentriere dich auf deine Atmung.
    Bleibe bei deiner Atmung. (Pause 5 Minuten)
    Sind dir Gedanken gekommen? Sind dir Gedanken bewusst geworden? (Pause)
    Akzeptiere deine Unfähigkeit, ohne Gedanken zu sein.
    Sieh, das du es nicht ändern kannst. Akzeptiere deine Hilflosigkeit. (Pause)

    (In einer späteren Phase: Sieh das alle Ereignisse in deiner äußeren Welt, die ein Spiegel deiner inneren Welt sind.)

    Wenn du hilflos bist, bitte dein persönlich Göttliches um Hilfe, um Befreiung. (5 Minuten Pause)
    Bedanke dich bei deinem Göttlichen für die Gnade, die du bereits erhalten hast.

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