ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Noch da: die Präsenz!

26.10.12 von (Gott, Gnade, Segen, Oneness/Bewusstsein)

RegenbogenErinnerst du dich? Da war doch die Sache mit der Präsenz. Die nicht wirklich in Worte zu fassen ist, sondern lebendige Erfahrung werden muss. Präsenz ist Anwesenheit, Gegenwart… ein Zustand, der gerade in der letzten Zeit allzu oft in Vergessenheit geraten ist. Zumindest ist unser Empfinden so. So viele Dinge geschehen in so kurzer Zeit. Unsere Antennen sind immer auf Empfang – was gibt es Neues? Wieder jemand erwacht? Was machen die anderen? Ich muss das wissen, weil mein inneres Befinden doch so sehr von den Dingen im Außen abhängt. Außerdem muss ich mich nicht selbst fühlen, wenn ich mich mit anderen beschäftige. Machen wir uns klar, dass es bei vielen von uns so ist: Das Außen bestimmt, ob wir uns im Innen komfortabel fühlen. Aber ist das eine gute Idee? Machen wir dann unser Wohlergehen nicht abhängig von anderen? Ja, so ist es.

Was also tun? Halte einen Moment inne. Spüre in dich hinein, fühle dich wieder. Fühle dein Herz, deine Emotionen. Was bewegt dich? Was fühlst du? Bleibe ganz bei dem, was da ist. Bewerte nicht, hab keine Angst davor, was du siehst. Sieh auch die Angst zu sehen. Alles ist erlaubt. Und dann rufe die göttliche Präsenz an. Bitte sie zu dir, dich ganz zu erfüllen, jede Zelle deines Körpers. Und dann schau, was passiert. Wenn du sie fühlst, gib sie weiter an deine Lieben, deine Familie und Freunde. Sei sicher, sie kommt an. Fühle den Frieden und die Stille. Tu dies immer wieder in deinem Alltag, wenn die Äußerlichkeiten dich wieder ein Stück von dir entfernt haben.

Sri Bhagavan, der Begründer der Oneness University, hat kürzlich erklärt, was die Präsenz ist. Ja, sie muss erfahren werden, aber seine Worte können helfen, die Präsenz zu begreifen. Lies seine Antwort auf die Frage: „Bhagavan, könntest Du uns bitte die Präsenz erklären? Ist sie ein Gefühl, Stille, eine Kraft oder irgendein Zustand des Erwachens? Was genau ist die Präsenz?“

Sri Bhagavan sagt: „Angenommen, da ist eine Ameise. Diese Ameise hat ein einzelnes Bewusstsein. Angenommen, es gibt da zwei einzelne Ameisen, dann taucht ganz natürlich eine dritte Ameise auf. Ihr könntet sie als „kollektive Ameise“ bezeichnen. Nun, lasst uns sagen, ihr würdet drei Pyramiden zusammen aufstellen, drei Dreiecke, dann erscheint ganz automatisch das vierte Dreieck als Basisdreieck.

Genauso ist es in dem Moment, in dem ihr zwei einzelne Bewusstseine habt. Dann habt ihr ein drittes (Bewusstsein), das ihr die „kollektive Ameise“ nennen könnt. Es gibt da zehn, die ganzen zehn zusammen genommen, taucht da eine kollektive Ameise auf. Diese kollektive Ameise, ihre Intelligenz und ihre Kraft sind weit, weit überlegen gegenüber der einzelnen Ameise. Und wo ist diese Ameise? Sie ist überall inmitten von jenen zehn Ameisen und nirgendwo.

Jetzt lasst uns den Antaryamin (Anm.: innewohnenden Gott) dieser kollektiven Ameise betrachten. Er beschützt sehr die Ameisen-Gattung, egal wo sie auf der Welt ist. Das geschieht so mit den Schlangen. Das geschieht mit den Rehen. Das geschieht mit den Rindern.

Wir haben Vögel, die fliegen von Sibirien zu einem Ort, der heißt Vedanthangal in Tamil Nadu (Anm.: Bundesstaat in Indien). Wenn diese Vögel einfliegen, gibt es dort einen bestimmten Herrn, der von der Regierung autorisiert ist, jeden zu verhaften der versucht, einen Vogel abzuschießen oder der einen Vogel hat. Die Regierung hat Gesetze erlassen. Diese Vögel kommen die ganze Strecke von Sibirien und in dem Moment, in dem jemand mit einem Gewehr kommt oder sich heranschleichen möchte, um einen Vogel mitzunehmen, fliegen die Vögel von diesem Ort 3-4 Kilometer zum Haus dieses Mannes und umkreisen es. Dadurch weiß der Mann, dass die Vögel in Gefahr sind und er geht dort hin. Nun, woher wissen die Vögel, dass die Regierung solch ein Gesetz erlassen hat? Das Bewusstsein des kollektiven Vogels ist sich dessen voll bewusst.

Und wenn sie Nester bauen, bauen sie sie in einer bestimmten Höhe, abhängig davon, wie die Niederschläge in dem bestimmten Jahr fallen werden. Wenn die Landwirte also die Höhe der Nester beobachten, bestellen sie dementsprechend Reisfelder oder Erdnüsse. Wenn die Vögel also sehr tief sind, die Nester sehr tief sind, entscheiden sie sich für Erdnüsse. Es wird dann geringe Niederschläge geben. Wenn die Nester sehr hoch sind, entscheiden sie sich für Reisfelder, weil es viele Niederschläge geben wird. Nun, nicht einmal die besten Menschen in der Welt wissen, wie die Niederschläge sein werden. Aber die Vögel wissen sehr viel.

So können wir durch eine Anzahl von Beispielen gehen, in denen ihr das kollektive Bewusstsein erkennen könnt (Anm.: „Die Reise der Elefanten“). Das Gleiche ist auf all unseren Campussen, ihr werdet dort sehr selten Schlangen sehen und sie würden niemanden angreifen. Das ist so, weil wir besondere Pujas (Zeremonien) gemacht haben. Wir haben mit dem Bewusstsein der kollektiven Schlange gesprochen, damit hier kein Mensch beeinträchtigt wird und die Vereinbarung ist, dass wir sie nicht töten werden. Und so funktioniert es hier.

Ihr habt also verschiedene kollektive Bewusstseine. So ist das Bewusstsein der kollektiven Ameise der Ameisen-Gott. Das Bewusstsein des kollektiven Rehs ist der Reh-Gott. Der Fisch-Gott – ihr habt all diese Leute. Und immer, wenn ihr eine Vereinbarung trefft, werdet ihr sehen, dass es eindeutig funktioniert. Für Ratten könnt ihr eine Vereinbarung mit Ganesha treffen, und die Ratten werden euch nicht belästigen.

Genauso gibt es ein kollektives Bewusstsein der Menschen; das ist die Präsenz, die in euch hineinkommt. Ihr könnt sie auch Gott nennen. Und Gott beschützt euch wie ein Vater und eine Mutter. Sehr, sehr beschützend, nicht beurteilend, sehr freundlich, sehr mitfühlend, sehr besorgt. Dieses kollektive Bewusstsein der Menschen kommt in euch als die Präsenz.“

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