ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Werden und Sein

14.11.12 von (Eltern und Kinder, Gott, Gnade, Segen, Oneness/Bewusstsein)

SchottlandDie größten Geschenke im Leben sind die Momente, in denen Wissen zu persönlicher Erfahrung wird. Klaus Kutzner, Oneness-Trainer, hat seine Gedanken und Erfahrung aufgeschrieben, die während einer Kontemplation zu ihm kamen. Lies einfach mit dem Herzen.

Meine Mutter ist jetzt 88 Jahre. Ich frage sie öfters: „Wie geht es dir?“ Sie antwortet: „Wie soll es mir schon gehen, es ist immer dasselbe. Dieselben Schmerzen, dasselbe Theater, derselbe Stress…“.

Sie wiederholt oft die Weisheit ihres bereits verstorben Arztes. Auf die Frage, wie er mit dem Altwerden umginge, antwortete er: „Alt werden ist nicht schwer, alt sein dagegen sehr.“

Was könnte den Unterschied ausmachen? Solange wie etwas wird, etwas entsteht, etwas wächst, kommt es auf die Wahrnehmung an, wie ich etwas betrachte. Ich kann auf etwas warten, dass etwas geschieht, dass sich etwas verändert. Es könnte vielleicht ein Wunder geschehen. Es könnte etwas besser oder schlechter werden. Ich bin in einer Verbindung zur Vergangenheit oder Zukunft. Da ist eine Person, die etwas will, etwas erwartet, sich etwas wünscht. Da ist Mangel, es gibt was zu erreichen. Mit diesem Fokus ist werden alt werden genauso schmerzhaft wie alt sein.

Bin ich ganz im Sein, gibt es nichts zu werden. Sein ist alles gleichzeitig. Sein ist Gegenwart, ohne einen Wunsch nach Veränderung. Die Dinge sind dann, wie sie sind und werden akzeptiert. Die Vorstellung, die wir von der Idee „zu wissen“ haben, ist der Prozess zu werden, zu verändern. Im Sein ist Stille, gegenwärtig sein, die Dinge fließen zu lassen. Da sind Beobachtetes und Beobachter eins.

Wenn du Wachstum und Veränderung beobachtest, bleibt da eine Unruhe. Wenn du Wachstum und Veränderung aus dem Sein betrachtest, braucht sich nichts zu verändern. Der Fluss fließt, die Waschmaschine wäscht, das ist alles. Die Waschmaschine wäscht, der Fluss fließt, kann dann Meditation sein. Es geht nicht darum, dass die Waschmaschine den Waschgang abschließt, die Wäsche gewaschen ist. Da kannst du mit Gott sein. So kann es, immer dasselbe zu erleben, als glücklich sein erfahren werden. Spürst du den Unterschied?

Kontempliere für ein paar Minuten über Werden und Sein:

  1. Was  möchtest du verändern?
    Jetzt fühle deinen Körper, wie er auf dem Stuhl sitzt ein bis zwei Minuten.
  2. Hast du irgendwelche Erwartungen, Ziele, Hoffnungen?
    Beobachte, was geschieht.
    Dann fühle wieder den Körper, wie er auf dem Stuhl sitzt.
    Jetzt fühle deinen Körper, wie er auf dem Stuhl sitzt für ein bis zwei Minuten.
  3. Möchtest du noch mehr wissen, um dich sicher zu fühlen?
    Bleibe mit deiner Aufmerksamkeit für ein paar Minuten dabei und fühle diesen Moment.

Danke AmmaBhagavan!
Klaus Kutzner

Kommentar schreiben