ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Bewusstheit

18.07.13 von (Gott, Gnade, Segen, Oneness/Bewusstsein)

Sri BhagavanDie Lehre leben

Sri Bhagavan, Begründer der Oneness University in Indien, wird immer wieder einmal gefragt, welche von allen Oneness-Lehren die grundlegendste ist. Hier seine Antwort, die er Ende 2009 anlässlich einer Telefonkonferenz mit Deeksha-GeberInnen aus den USA gab (Dank an Helga Henke für die Übersetzung!):

Sri Bhagavan:

Nun, die Oneness-Lehre ist eigentlich eine sehr, sehr einfache Lehre.

Ihr müsst verstehen, dass es dann, wenn es schwierig klingt, ein Missverständnis über die Lehre gibt. Und wenn ihr außerdem versteht, dass ihr da irgendeine Anstrengung hinein geben müsst, ihr auch dann die Lehre missverstanden habt. Wenn wir sagen “keine Anstrengung“, meinen wir ganz und gar nicht Gleichgültigkeit. Dies sollte nicht irrtümlich für Gleichgültigkeit gehalten werden.

Lasst uns verstehen, was es ist, was wir sagen. Grundsätzlich könnten wir die gesamte Oneness-Lehre mit einem Wort ausdrücken und das ist BEWUSSTHEIT. Sehr häufig erhalten wir Bitten wie: „Sieh, ich weiß, ich habe Hässlichkeit. Ich habe Eifersucht. Ich habe keine Liebe. Ich habe Wut. Ich habe Gewalttätigkeit. Ich versuche, das Leiden zu erfahren aber jetzt passiert es nicht. Wann wird es sich verändern? Ich habe das Gefühl, hilflos zu sein.“ Wir erhalten diese Art von Bitten.

Bei Oneness ist es am wichtigsten zu verstehen, dass der Inhalt eures Verstandes ÜBERHAUPT NICHT wichtig ist. Es könnte alles Mögliche sein. Es könnte Gewalttätigkeit sein, Gewaltlosigkeit, Wut, Hass, Eifersucht, Frustration, Angst, was auch immer. Der ganze Bereich der Gedanken, der Gefühle und der Emotionen. Wir sind darüber wirklich nicht besorgt, denn wir versuchen ganz und gar nicht, daran etwas zu verändern. Es gibt da keine Anstrengung, etwas zu verändern, weil wir nichts verändern können. Wir können nichts verändern, weil das alles Bestandteile des menschlichen Verstandes sind, der uralt ist – und es gibt nur einen Verstand.

Was ist es also, was wir versuchen zu tun? Von welcher Veränderung sprechen wir? Einerseits sagen wir „keine Veränderung“ und andererseits scheinen wir doch über eine Art von Veränderung zu sprechen. Alles, worüber wir sprechen ist: „Bitte, werdet euch intensiv bewusst, was vor sich geht.“ Das ist alles. Es gibt sonst nichts, was ihr tun könntet, es gibt sonst nichts, was ihr tun solltet. Darum sprechen wir von einer „anstrengungslosen Anstrengung“. Die einzige Anstrengung ist, dass ihr euch ein bisschen darüber bewusst werdet, was vor sich geht und es dann aussprecht. „In Ordnung, lass mich bewusst werden.“ Das ist alles.

Wenn ihr dann versucht, bewusst zu werden, werdet ihr feststellen, dass es nahezu unmöglich ist. Es ist dermaßen schwierig, damit zu beginnen. Dann werft ihr das Handtuch und sagt: „Oh mein Gott, es ist nicht möglich.“ Das ist der Zeitpunkt zu dem wir sagen, ergebt euch besser. Diese Ergebenheit ist keine Art von sklavischer Ergebenheit. Es ist einfach die Erkenntnis, dass ihr nichts machen könnt und dass nichts passiert. Dann ruft ihr das Göttliche in einem Blessing an, und dann wird euch das Blessing dahin bringen, wo ihr hinkommen sollt. Und wo sollt Ihr hinkommen? Ihr kommt nirgendwo hin, weil es von vorn herein nichts gibt, um irgendwo hinzukommen. Ihr werdet euch nur mehr und mehr bewusst, was vor sich geht.

Und die Lehre sagt: Das ist der erste Schritt und das ist der letzte Schritt. Es bedeutet nicht, dass ihr dann, wenn ihr den ersten Schritt unternommen habt, irgendwo hinkommt. Ihr werdet nicht irgendwo hinkommen, aus dem einfachen Grund, weil es nichts gibt um hinzukommen. Was ist also der erste Schritt? Der erste Schritt ist Bewusstheit. Was ist der letzte Schritt? Bewusstheit. Was ist also da? Es gibt nur Bewusstheit. Bewusstheit ist das Höchste aller Dinge.

Versteht bitte, dass euch Bewusstheit nicht irgendwo hinbringt. Sie wird euch nicht von Eifersucht befreien. Versteht, dass euch Bewusstheit nicht von Ärger befreit. Sie wird auch keinen Heiligen aus euch machen. Nein, ganz und gar nicht. Bewusstheit wird euch nur Freiheit mit Eifersucht geben, Freiheit mit Ärger, Freiheit mit Hass. Ihr werdet aufhören, euch da einzumischen und ihr werdet aufhören zu versuchen, die Dinge zu verändern. Was am Anfang ist, das ist Bewusstheit. Was in der Mitte ist, das ist Bewusstheit. Was am Schluss steht, das ist Bewusstheit. Wenn ihr bewusst seid, seid ihr voll erwacht. Wenn ihr erwacht seid, dann lebt ihr und existiert nicht mehr.

Jetzt seid ihr in einem Zustand von Tagträumen. Die ganze Zeit seid ihr in diesem Konflikt verfangen, den die Gedanken produzieren. Ihr seid irgendwo und ihr versucht irgendwo hinzukommen. Das ist die Bewegung der Gedanken. Damit seid ihr beschäftigt und ihr seid darin verfangen. Darum lebt ihr nicht, sondern ihr existiert nur. Das ist die Situation, die sich ab dem Jahr 2012 verändern wird. Schon vorher wird es bei vielen Menschen passieren, wenn ihr die Lehre richtig versteht.

Ich wiederhole: Ihr werdet nirgendwo hinkommen. Ihr werdet nichts verändern. Es gibt nichts, was ihr verändern könnt. Alles, was wir von euch erwarten ist: Werdet euch bitte intensiv bewusst, was vor sich geht. Es ist ein wunderschöner Film, den ihr genießen könnt. Es gibt keinen besseren Film als den und ihr könnt kein besseres Buch lesen als dieses. Ihr könnt es nicht lesen, so lange da keine Bewusstheit ist. Bewusstsein ist alles, was da ist. Bewusst zu sein heißt, die Präsenz in euch zu haben. Wenn sich eure Bewusstheit vertieft, vertieft sich die Präsenz. Und es gibt da einen Punkt, an dem ihr so intensiv bewusst seid, dass die Präsenz nahezu vollständig da ist. Die Präsenz ist das, was ihr Gott nennt. An dem Punkt werdet ihr Gott, und ihr und die Präsenz seid vollkommen eins. Das geschieht, wenn ihr es selbst erkennt, dass ihr Gott seid. Wir versuchen, dort hinzukommen.

Also, ich hoffe, dass ihr von diesem Moment an einfach seht, was vor sich geht. Versucht nicht, irgendetwas damit zu machen. Es gibt nichts, was ihr damit tun könnt. Es ist einfach da. Das ist die Wahrheit. Das ist innere Integrität. Das bedeutet, authentisch zu sein. Seid dem gegenüber bitte nicht gleichgültig, sondern seid euch dessen intensiv bewusst. Das ist alles, was ihr zu tun habt. Das ist die Oneness-Lehre. Das ist die grundlegendste Lehre. Andere Lehren unterstützen sie hauptsächlich, wie die Aussage: „Der erste Schritt ist wie der letzte Schritt.“

Erfahrt es. Wenn ihr versucht es zu erfahren, ist da überhaupt keine Erfahrung. Wenn ihr bewusst seid, findet die Erfahrung automatisch statt. Ihr erfahrt die Wirklichkeit, wie sie ist. Wir versuchen es einfach zu beschreiben, aber ihr versucht dann, eine Anstrengung hinein zu geben: „In Ordnung, ich muss jetzt Leiden erfahren.“ „Na gut, ich muss die Wirklichkeit erfahren, wie sie ist.“ „Also gut, ich werde ein besserer Mensch.“ Solche Dinge, wie ein besserer Mensch oder ein niederer Mensch gibt es da nicht.

Aus dieser Bewusstheit entsteht eine spontane Handlung. Das ist es, was wir als Handlung bezeichnen. Alles andere mögt ihr als Handlung bezeichnen, aber es ist nur Aktivität. Diese Handlung – einige, die nicht erwacht sind, mögen es als gute Handlung und einige mögen es als schlechte Handlung bezeichnen, als richtige oder falsche Handlung. Für jemanden, der erwacht ist, ist es einfach Handlung. Für ihn ist es eine perfekte Handlung.

Sie entsteht aus der vollständigen Bewusstheit.

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