ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Beziehung und Karma

30.05.13 von (Eltern und Kinder, Liebe, Partnerschaft)

SechserpackBei Oneness ist die Heilung der Beziehungen von fundamentaler Bedeutung. Vor allem die Beziehung zu den Eltern ist zentral; sie ist der Grundstein und der Spiegel für alle anderen Beziehungen in unserem Leben. Schwierigkeiten mit den Eltern können sich in allen Bereichen des Lebens niederschlagen, z.B. in den Finanzen, am Arbeitsplatz, in der Partnerschaft u.v.m. Doch warum ist es so schwer, die Beziehung zu den Eltern in Ordnung zu bringen? Sri Bhagavan, der Begründer der Oneness Universität in Indien, wurde in einem Darshan dazu befragt. Lies seine Antwort mit dem Herzen.

Warum fühlt es sich so schwierig an, die Beziehung in der eigenen Familie in Ordnung zu bringen? Ist es das Karma? Kannst du uns etwas über Familie und kollektives Karma sagen und was wir damit tun können?

Sri Bhagavan: „Probleme in Beziehungen müssen auf drei Ebenen behandelt werden.

Auf der ersten Stufe könnt ihr die Teachings (Lehren) nutzen. Sehr oft haben wir schlechte Beziehungen, weil wir falsch konditioniert sind und gewisse Einsichten nicht haben. Daher könnten euch die Lehren hier helfen. Zum Beispiel besagt eine Lehre: ‚Um gute Beziehungen zu haben, beginne mit dir selbst, nicht mit dem Anderen. Sieh, wer du bist, akzeptiere dich wie du bist, und liebe dich so wie du bist.‘ Dann wird es auf sehr natürliche Weise geschehen, dass der Andere dich so sieht wie du bist, dich so akzeptiert wie du bist und dich so liebt, wie du bist.

Ich gebe euch ein Beispiel dafür: Vor einiger Zeit kam ein Paar zu mir, was eine sehr schlechte Beziehung hatte. Die Frau sagte: ‚Mein Mann ist ein Trinker, und ich kann nicht mit ihm leben.‘ Das war ihr Problem. Und der Mann sagte: ‚Sie flirtet immer, und ich kann nicht mit ihr leben.‘ Das waren die Probleme der beiden. So sagten wir ihnen: Schaut, wir arbeiten nicht an dem Anderen, sondern wir arbeiten an dir. So nahmen wir den Fall der flirtenden Frau, und wir sagten: ‚Wir werden nicht ihn (den Mann) transformieren, der ein Trinker ist, sondern wir transformieren dich. Was du also tun musst, ist, nach innen zu schauen, um zu erkennen, warum du flirtest. Du musst dies sehen. Sieh es und akzeptiere es: Ja, ich flirte, das bin ich. Und du verliebst dich in dich selbst. Dies wird ganz natürlich geschehen.‘ So arbeiteten wir mit ihr, und sie begann zu sehen, dass ihr Mann so ist, wie er ist – so wie sie eben ist, wie sie ist und sich verhält. Sie akzeptierte und liebte ihn nun, wie er ist. Sie forderte nicht mehr, dass er mit dem Trinken aufhören sollte. Weil sie sich selbst akzeptierte und in sich selbst verliebte, akzeptierte sie ihn und verliebte sich in ihn. Das geschah mit ihr.

Auf der anderen Seite schaute der Trinker in sich; er erkannte, warum er trank und dass er ein Trinker ist. Er akzeptierte es und verliebte sich in sich selbst. Als dies geschah, konnte er an seiner Frau akzeptieren, dass sie flirtet und konnte sie ebenso lieben. Wir haben das Flirten bzw. die Frau nicht in etwas anderes verwandelt oder den Trinker in jemand anderes verwandelt. Sie haben sich selbst akzeptiert. Daher konnten sie den anderen akzeptieren. Aber etwas Merkwürdiges geschah danach! Sie hörte auf zu flirten, und er hörte auf zu trinken. Unser Thema war nur, dabei zu helfen, sich selbst zu akzeptieren und zu lieben. Auf diese Weise können die Lehren also helfen.

Eine andere Sache ist, dass wir in Beziehungen Vorstellungen aufbauen. Nimm an, dass du heiratest, dann baust du Vorstellungen auf über deine Ehefrau und die Frau über ihren Ehemann auf. Dies kann zwischen allen Menschen geschehen. Danach beginnen die Vorstellungen (übereinander), miteinander in Beziehung zu treten, und du kannst die andere Person nicht mehr erfahren. Damit stirbt die Beziehung.

So können dir die Lehren auf vielerlei Art helfen, aber das ist noch die erste Stufe. Manchmal kann es passieren, dass in allem was du tust, du im Mind (Verstand) stecken bleibst. Er wird die Platte wieder und wieder und wieder spielen. 20 Jahre lang kann er eine Sache ohne Veränderung wiederholen. Dies zerstört ebenfalls Beziehungen. Du wirst sagen, dass du etwas vor 20 Jahren schon gemacht hast, nach 10 Jahren. Die Platte spielt weiter und weiter und weiter. Damit das aufhört, musst du eine kraftvolle Deeksha geben, die den Mind in eine andere Dimension heben kann. Hier kommt die Deeksha ins Spiel und hilft dir.

Dies kann keineswegs immer funktionieren, in diesem Falle musst du dich mit Karma beschäftigen. Karma bezieht sich auf den Moment deiner Konzeption, auf die Gedanken deiner Mutter, während du im Mutterleib warst. Was im Mutterleib passierte, wie deine Geburt war und die ersten sechs Stunden nach deiner Geburt. Und manchmal musst du auch in vergangene Leben gehen. Auf dieser Stufe können wir jedes Problem lösen.

Also, zuerst wendest du die Lehren an. Dann versuchst du es mit Deeksha. Wenn es mit der Lehre gelöst ist – fein. Sonst nutze die Deeksha. Wenn das nicht funktioniert, finde karmische Gründe heraus. Um ins Karma zu gehen, alles was du tun musst ist, dich gut zu entspannen und in einen Alpha-Zustand zu gehen, den Zustand zwischen Einschlafen und wach sein. Gehe in diesen Zustand. Nimm ein Blessing (einen Segen) vom Sri Murthi (Bild von Sri AmmaBhagavan) und sage: ‚Bitte, AmmaBhagavan, zeigt mir, wo das Problem liegt‘. Wir werden den Film zurückdrehen und dir genau zeigen, wo was schiefgelaufen ist. Wir werden den Hauptpunkt in deinem Karma ausfindig machen und überarbeiten. Wenn es einmal überarbeitet ist, wird die ganze Sache innerhalb von 24 Stunden vorbei sein.

So kannst du mit Beziehungsproblemen umgehen. Schritt für Schritt wirst du dich vorwärts bewegen.“

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