ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Das Herz und die Liebe

07.05.13 von (Gott, Gnade, Segen, Liebe, Partnerschaft)

One MomentWas ist wahre Liebe? Was ist Spiritualität? Dies sind nur zwei der fundamentalen Fragen, die sich spirituell Suchende immer wieder stellen. Sri Bhagavan, der Begründer der Oneness Universität in Indien, hat diese Fragen beantwortet. Nachfolgend findest du die deutsche Übersetzung seiner Antworten:

„Für mich ist die einzige Wirklichkeit das Herz. Was das Herz sagt, nur das ist die Wahrheit. Das Herz könnte sagen: „Hilf ihm“, das ist eine perfekte Handlung. Das Herz könnte sagen: „Hilf ihm nicht“, und wenn du ihm nicht hilfst, ist das eine perfekte Handlung. Warum das Herz in dem einen Fall gesagt hat: „Tue es“, und warum das Herz sagt: „Tue es nicht“, du hast keine Ahnung, das zu verstehen, denn das ist Führung, die vom Kosmischen Bewusstsein, von Gott persönlich kommt.

Man kann also nicht verstehen, warum Gott dieses und warum Gott jenes sagt. Deinem Herzen zuzuhören bedeutet also, Gott zuzuhören. Meiner Meinung nach muss der Teil dem Ganzen gehorchen. Du bist der Teil; natürlich bis du Gott geworden bist.

Du hast Gott erkannt und dadurch bist du eins mit Gott geworden. Das Ganze offenbart sich also selbst durch das Herz und du musst dem Ganzen, das ist Gott oder deinem Herzen gehorchen. Wenn dein Herz sagt: „Mach das“, dann mach das. Falls es sagt: „Mach es nicht“; was auch immer es sagt, das solltest du machen.

Das bedeutet es, dem Herzen zu gehorchen. Gegenwärtig gehorchen die menschlichen Wesen nicht dem Ganzen. Sie folgen nicht ihrem Herzen, sie folgen nur ihrem Mind. Darum ist die Welt in einem Chaos.

Wenn die Menschen erleuchtet werden, das heißt wenn ihr Herz erblüht ist, dann werden sie einfach ihrem Herzen folgen, was bedeutet, dass sie dem Göttlichen Willen folgen. Wenn jeder dem Göttlichen Willen folgt, wird es auf Erden keine Probleme geben. Solange wir dem Göttlichen Willen nicht folgen, folgen wir unserem eigenen Willen, was eine Illusion ist.

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Spiritualität hat mit dem Herzen zu tun. Sie hat nichts mit deinem Wissen zu tun oder mit deiner sogenannten „Religiosität“. Sie ist nur eine Angelegenheit des Herzens. Falls du für irgendeine Person fühlen kannst, für ein Tier oder für irgendjemanden, dann bist du spirituell. In Wirklichkeit gibt es da nichts zu tun, nicht einmal für Gott, denn wenn dein Herz erblüht ist und falls du fühlen kannst, dann ist Gott bereits da.

Das Problem ist also, dass die Menschen ihr Herz verloren haben. Wir haben das Herz systematisch getötet. Darum findest du das wunderschöne Bild, das Heilige Herz von Christus. Solche Bilder musst du gesehen haben, das ist der Schlüssel. Selbst wenn wir dich fragen: „Wer bist du?“ Du sagst: „Ich.“ Die Hand geht nur hierhin (zum Herzen), sie geht nicht hier hin (zum Kopf), weil du das nicht bist (der Kopf), du bist das (das Herz).

Und was wir den subtilen Körper nennen, der euch verlässt, wenn ihr sterbt, ist nur im Herzen. Es gibt einen Raum zwischen dem Herzen und dem Herzen, das gegenwärtig ist. Wo fühlen wir? Ihr könnt euch selbst erkennen. Ihr benötigt keinen großartigen Professor, der kommen muss, um euch all diese Dinge zu erzählen. Schaut einfach in euch selbst hinein, ihr wisst, dass ihr herzlos seid. Ihr liebt nicht eure Eltern, ihr benutzt sie nur, seid freundlich zu ihnen, damit sie eure Dinge erledigen. Wenn sie freundlich zu dir sind, dann bist du freundlich zu ihnen; ansonsten nicht.

Ehemann und Ehefrau, ihr könnt sehen, dass da nur eine Art von Anhänglichkeit besteht, eine Art von Aufgeregtheit. Innerlich sind sie tot. Es ist alles Geschäft, ihr wisst das. Was auch immer euch etwas Gutes einbringt, darüber seid ihr glücklich. Was auch immer euch Schmerz bereitet, das lehnt ihr ab. Wo ist da Herz?

Ihr sagt nicht, dass es in der Welt Menschen ohne Herz gibt. Da sind Menschen. Aber das sind so wenige, dass du fast sagen könntest, dass es niemanden gibt. Die menschlichen Herzen sind vertrocknet. Wie könntet ihr sonst so viele Scheidungen haben? Solche Quälereien, solche Probleme. Was immer wir auf diesem Planeten sehen, es geht direkt dorthin.

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Die Liebe, von der ihr sprecht und die Liebe, von der ich spreche, sind sehr verschieden. Wenn ihr sagt: „Gott ist Liebe“, dann ist die Liebe anders als wenn ihr sagt: „Ich liebe meine Ehefrau.“ Sehr verschieden.

Also alles, was der Mind hervorbringt sind Themen zu irgendwelchen Gesetzmäßigkeiten. Die Liebe, von der ich spreche, kommt nicht vom Mind. Darum ist sie etwas ganz anderes.

Die Liebe, von der ihr sprecht, handelt von “meiner Ehefrau, meinem Sohn, meiner Tochter”. Das Selbst ist involviert. Darum ist das ein Thema zu irgendwelchen Gesetzmäßigkeiten. Was sind diese Gesetzmäßigkeiten?

Eine grundlegende Gesetzmäßigkeit ist, dass du durch genau dieselbe Sache fallen wirst durch die du aufgestiegen bist. Also wird durch diese Liebe, durch die deine Verbindung zugenommen hat, stark geworden und gewachsen ist, verschwinden müssen, zerfallen müssen. Sie kann dieser Gesetzmäßigkeit nicht entkommen.

Genau diese Liebe, genau diese Anziehung wird abnehmen, anziehend zu sein. Genau die Anhänglichkeit wird eine Last werden. Das muss passieren und sie wird vergehen.

Wie aus einem Samen ein Baum entsteht und der Baum ein Same wird. Das heißt, in einer Jahreszeit gibt er Blüten und Früchte, dann verschwindet der Baum. Alles geht in Zyklen.

Wenn du also durch Gewalt aufgestiegen bist, wirst du durch Gewalt untergehen. Also all diese Dinge bewegen sind in Zyklen.

Wenn du also für eine Frau anziehend bist, dann wird diese Art von Anziehung, was Anhänglichkeit ist, Besitz, Ausnutzung von Menschen, das ist die Liebe, über die ihr sprecht. So geht es weiter und wenn sie erblüht, dann muss sie ganz natürlich verschwinden.

Darum ist alles perfekt. Ich sehe nichts Falsches daran. Wenn ihr die andere Art von Liebe entdeckt, von der wir sprechen, die ist dauerhaft, natürlich. Sie ist kein Thema dieser Zyklen, weil sie das Selbst nicht als Grundlage hat.

Dies ist auf der Grundlage des Selbstes. Was auch immer das Selbst als Grundlage hat, wird sich in Zyklen bewegen. Das Yin-Yan von ihnen wird sie übernehmen. Sie werden sich immer wieder im Kreis drehen.

Wenn also Leute zu mir kommen und mir erzählen: „Wir waren einst verliebt, jetzt sind wir nicht mehr verliebt.“ Ich frage sie nur: „Wie viele Jahre?“ „Zwei Jahre, vier Jahre, sieben Jahre.“ „Was können wir für sie tun, damit sie nicht vorübergeht?

Das ist also keine Überraschung. Wenn du natürlich eine Art von Schadensbegrenzung unternimmst. Aber sie ist vorüber. Der Charme ist vorbei. Es sei denn du bist sehr reif, und du kannst die andere Person anders sehen.

Jetzt musst du einen anderen Grund finden, um für die andere Person anziehend zu sein. Du musst in der Person irgendwelche neueren Dinge finden. Dann bekommst du eine neue Auffrischung.

Aber die alte Sache ist verloren. Die alten Sachen müssen vergehen. Du weißt, der Mind hat sich daran gewöhnt. Sobald sich der Mind daran gewöhnt hat, gibt es kein Interesse mehr. Er lässt sie einfach fallen.

Er braucht ein ständiges Werden, ständige Herausforderungen. Nur in der Art und Weise kann er überleben. Das ist die Natur des Mind und diese Natur hat sich in den letzten zwei Millionen Jahren nicht verändert. Sie ist ganz genau dieselbe. Da muss ein ständiges Werden sein.

Wir sprechen jetzt von Wesen, die sehr verschieden sind. Ihr seid eingefangen immer mehr und mehr zu werden, einfach um ständig zu werden, werden, werden.

Ihr müsst die Veränderung variieren und anpassen. Jetzt liebst du deine Frau weil sie jung und schön ist. Dann liebst du sie, weil sie intelligent ist. Dann liebst du sie, weil sie Geld hat. Dann liebst du sie, weil sie dir gedient hat.

Du musst also immer wieder intelligent verändern oder du musst zu irgendwelchen intelligenten Menschen kommen, wie zu unseren Dasas. Sie sind nicht verheiratet, aber sie wissen von all diesen Dingen und sie können ganz sicher einige Reparaturarbeiten leisten. So müsst ihr mit der ganzen Situation umgehen.

In Wirklichkeit lernen viele Menschen diese Dinge. Sie kommen ganz natürlich zu ihnen. Wenn sie es nicht tun, benötigst du Hilfe.“

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