ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Heile Familie

17.03.13 von (Eltern und Kinder, Gott, Gnade, Segen, Oneness/Bewusstsein, Zeitgeschehen)

Familie willkommenSeit Urzeiten ist die Familie der Dreh- und Angelpunkt unseres Lebens. In ihr finden wir Stabilität und Ruhe. Jede Familie pflegt ihre eigenen Rituale, sowohl an besonderen Tagen wie Weihnachten oder Geburtstage als auch im Alltag. Gerade Kindern geben feste Rituale besondere Sicherheit. Welche Rolle du auch immer in deiner Familie hast, ob Vater, Mutter, das Kind oder eines von mehreren Kindern, Sohn oder Tochter – für jeden ist die Familie die wichtigste Basis im Leben.

Schwierigkeiten in der Familie ziehen meist Probleme in anderen Lebensbereichen mit sich. Der oft hektische und straff durchorganisierte Alltag lässt es oft nicht zu, dass wir nur Freude und Harmonie miteinander erfahren können. Schule und Beruf sind oft geprägt durch Stress und Leistungsdruck. Es fehlt die Zeit und auch die innere Ruhe, sich zu entspannen und gemeinsame Zeit zu genießen. Wir bringen Arbeit mit nach Hause, nicht nur in Form von Akten, sondern auch in Form von Gedanken, die uns nicht mehr loslassen und uns nicht erlauben, im Hier und Jetzt zu sein, weil sie unentwegt in uns kreisen und uns gefangen halten.

Es kommt zu Nerv, Kampf und Streit, ein Wort gibt das andere – „nie hörst du zu…“, „nie räumst du auf…“, „immer bist du…“, usw. – weisen also immer den anderen die Schuld für welche Situation auch immer zu. All diese Sätze sind fest im Kollektiv verankert, wir sind das Kollektiv, oder das Kollektiv sind wir. Keine Freiheit weit und breit. Der Sumpf aus Frust, Wut und Ärger zieht die Mitglieder der Familie, egal welches, immer weiter herunter. Letzten Endes leben wir meist nur noch nebeneinander her, managen unseren Alltag und verschaffen uns kurzes Vergnügen durch dieses und jenes. Oder wir brechen aus.

Wo aber liegt die Wurzel des Stresses und des „Übels“? Ist es wirklich der Beruf? Die hohen Anforderungen des Chefs oder der Lehrer? Ändert sich unsere innere Verfassung, wenn sich äußere Bedingungen ändern? Zum Teil sicherlich; wenn die Lage sehr unerträglich und quälend ist, ist auf jeden Fall Handlungsbedarf im Außen angesagt. Wo aber finden wir den Frieden, den wir suchen? Die Wurzel liegt in unserem Bewusstseins- zustand.

Solange wir das Leben des Verstandes leben, werden wir von ihm und somit von all den Konditionierungen und den Programmen im Unbewussten regiert. Denn der unbewusste Verstand, der uns kontrolliert, ist um ein Vielfaches schneller und mächtiger als der bewusste Verstand, der sagt: „Ich will etwas verändern“. Solange wir nicht vom Verstand abgekoppelt werden, d.h. erwachen, haben wir kaum Möglichkeit, den Familienfrieden wieder bzw. überhaupt herzustellen.

Erwachen ist ein neurobiologischer, unumkehrbarer Prozess im Gehirn, der unsere Wahrnehmung verändert. Wenn Erwachen geschehen ist, werden enorme Energien frei gesetzt. Das Arbeiten wird effektiver und schneller. Feierabend ist dann wirklich Feierabend, denn du lebst nur in der Gegenwart. Und falls noch Gedanken an den Tag oder den Chef da sind, ziehen sie einfach vorbei, aber stören nicht mehr. Der Chef ist dann nur noch der Chef, es ist nur eine Rolle, die er hat. Es ist keine Emotion mehr da, und wenn noch Frust und Ärger aufkommt, dann fühlst du es ohne Widerstand zu leisten, und es ist vorbei.

Das ist alles möglich, weil sich die Wahrnehmung durch das Erwachen verändert hat. Es ist wieder Raum und Kapazität frei für den einzigen Moment, der existiert: das Jetzt. Was dies für den Familienfrieden bedeutet, liegt auf der Hand: Ihr könnt euch nun wieder wirklich begegnen und euch wirklich fühlen, und der Verstand kann euch die alten Geschichten „nie hörst du zu…“, „nie räumst du auf…“, „immer bist du…“ nicht mehr erzählen. Falls er es dennoch versucht, wirst du dies entlarven, und in dem Moment ist es auch schon zu Ende. Dies bedeutet weiterhin, dass Erwachen nicht nur eine Bereicherung für das eigene Leben ist, sondern Auswirkungen auf das gesamte kollektive Bewusstsein hat.

Erwachen ist etwas, was uns geschenkt wird. Es ist ein Geschenk des Göttlichen, was jetzt in dieser Zeit immer mehr Menschen geschieht. Damit das Göttliche für uns tätig werden und uns helfen kann, müssen wir zunächst unsere Hilflosigkeit erkennen. Unsere Hilflosigkeit in der Hinsicht, dass wir selbst für unser Erwachen nichts tun können. Fast nichts – was wir tun können, ist dem Göttlichen die Tür von innen zu öffnen. Dazu müssen wir wissen, wo wir stehen. Wir müssen erkennen, dass unser Familienleben jeden Tag ein kleines Stückchen weniger Leben in sich trägt. Wir müssen erkennen, dass wir darunter leiden. Dies erfordert die Bereitschaft und den Mut, authentisch mit sich selbst zu sein, genau hinzuschauen und zu fühlen, was da ist. Bist du bereit dazu?

Kontemplation:

Gehe in die Stille und sei ganz bei dir. Nimm Kontakt mit deinem persönlichen Göttlichen oder deinem Höheren Selbst auf, wer immer jetzt dein Ansprechpartner sein mag, und bitte um Führung. Sieh vor deinem inneren Auge die Mitglieder deiner Familie. Deinen Ehepartner, deine Eltern, deine Kinder, deine Geschwister, deine Großeltern – wer auch immer zu deiner engen Familie gehören mag. Schau in ihre Gesichter und lies darin. Was siehst du? Sehen sie glücklich aus? Schau deinen Alltag und den deiner Familie an. Schau euer Leben an. Habt ihr Zeit für einander? Pflegt ihr Rituale wie gemeinsames Essen, Spazierengehen oder das Sonntagsfrühstück? Besprecht ihr alles, was die Familie betrifft? Redet ihr über eure Sorgen und Nöte? Oder schweigt ihr nur noch?

Wie fühlst du dich in der Familie? Fühlst du dich wohl? Was glaubst du, wie fühlen sich die anderen? Fühlst du vielleicht Enttäuschung oder Wut? Denkst du, dass du nicht alles richtig machst und deine Familie nicht glücklich machen kannst? Bist du traurig? Sind die anderen traurig? Glauben die anderen vielleicht, dass sie nicht alles richtig und dich unglücklich machen? Nimm dir Zeit und bleib ganz ehrlich bei dem, was dir gerade gezeigt wird. Lasse die Emotionen aufsteigen und fühle, was da ist. Sieh die Konflikte, die da sind. Sieh die Sprachlosigkeit. Sieh die oft stillen Schuldzuweisungen unter- einander. Sieh, wie der Alltag euch die Kraft zum Leben raubt, so dass ihr nur existiert.

Fühle, wie du und alle anderen in der Familie darunter leiden. Dass jeder Versuch, etwas zu verändern, bereits im Ansatz scheitert. Erkenne das ganze Ausmaß deiner Hilflosigkeit, fühle in jeder Zelle, dass du machtlos bist. Fühlst du das ganz intensiv? Dann sieh nun dich und deine Familienmitglieder zusammen im Kreis stehen, an den Händen haltend und mit den Herzen verbunden. Rufe nun deine göttliche Präsenz an und bete für dein Erwachen und das deiner Familie. Bitte um Befreiung. Bleib noch eine Weile in Stille und beobachte, was geschieht und ob sich jetzt bereits etwas verändert. Schau in die Gesichter deiner Familienmitglieder und signalisiere ihnen, dass alles gut ist. Drücke deinem Göttlichen gegenüber deine Dankbarkeit aus.

Kommentar schreiben