ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Akzeptanz

18.08.14 von (Gott, Gnade, Segen, Oneness/Bewusstsein)

Eine Umarmung für die Unendlichkeit… und innerer Widerstand

Akzeptanz ist ein viel benutzter Begriff, der gern im Zusammenhang mit dem verwendet wird, was uns von außen zustößt. Oder er ist der Bruder der Toleranz und dreht sich darum, andere Menschen zu akzeptieren wie sie sind. Und sehr oft geht es genau darum, dass wir nicht akzeptieren können.

An dieser Stelle geht es allein um das, was in unser Innenwelt vor sich geht, um die Akzeptanz also dem gegenüber, was in uns selbst geschieht.

Gleich vorweg: Bei niemandem fällt uns Akzeptanz so schwer wie bei uns selbst. Und gerade dann, wenn uns Akzeptanz im Außen nicht gelingen möchte, ist dies oft nichts als eine nach außen gestülpte Nicht-Akzeptanz unserer selbst. Im Projizieren nach außen sind wir bekanntlich Meister.

Warum neigen wir eigentlich so sehr zur Projektion nach außen und können nicht einfach bei uns selber bleiben? Und schlimmer noch: Warum bemerken wir nicht einmal, dass wir projizieren, sind stumpf gegenüber dem Leben in uns und erleben unsere Welt vor allem im Außen? Ein kleiner Trost: So geht es den meisten Menschen. Allein die Hinwendung zu unserer Innenwelt ist für viele bereits ein großer und grundsätzlicher Schritt.

Die Reise nach innen ist weit gewaltiger und vielfältiger, als es die Reise nach außen vielleicht je sein kann. Das liegt schon daran, dass das, was wir von der Außenwelt wahrnehmen, in Wahrheit eine Projektion unserer Innenwelt ist. Wie gelangen denn die Informationen über die Außenwelt zu uns? Durch unsere Sinneswahrnehmungen, durch die vielen Filter, Vergleiche mit Bekanntem und sonstige Verarbeitungsschritte in unserem Gehirn. Wir nehmen die Welt nicht wahr, wie sie ist, sondern machen uns ein Bild davon, das in uns selbst entsteht. Und wie dieses Bild innerlich gestaltet wird, hängt davon ab, wie wir innerlich konditioniert sind. Das also, was wir für die Außenwelt halten, ist in Wirklichkeit nur ein Gemälde innerhalb unserer Innenwelt.

Dort ist also der Schlüssel. Was dort drinnen an Änderungen geschieht, verändert automatisch auch unser Erleben der Außenwelt.

Wenden wir uns wieder der Akzeptanz zu, also dem Einverstandensein mit dem, was wir zu jedem Moment unseres Lebens in uns antreffen: Gedanken, Emotionen usw.

Allein bei dem Gedanken „zu jedem Moment unseres Lebens” zucken wir zusammen. Wir spüren, dass die Momente innerer Akzeptanz eher selten sind. Mehr noch: Je tiefer wir in uns hineinspüren können, desto mehr erkennen wir den fortwährenden Widerstand, den wir dem Fluss des Lebens entgegensetzen. Wir vertrauen eben nicht, fühlen uns nicht in Liebe vom Leben gehalten. Vielmehr ist da fast immer der innere Kontrolleur, der ohne Unterlass beurteilend prüft und unser Leben steuern will.

Ziel der Kontrolle sind vor allem wir selber. Sind wir gut genug? Leben wir unsere Ideale? Genügen wir dem Bild, das wir von uns haben? Dies ist so zermürbend, dass wir diese ewige innere Auseinandersetzung gern nach außen wenden und dauernd das Leben im Außen bewerten, Menschen und Situationen kritisieren und irgendwie immer im Krieg sind.

Wie soll da Frieden entstehen können – innen und außen? Solch ein Leben ist kräftezehrend und laugt uns aus. Es beraubt uns unserer Lebenskraft. Es erzeugt Reibung auf allen Ebenen und erlaubt nicht, dass wir glücklich sind.

Wer nicht im Einklang mit dem Ganzen ist, sondern sich als von allem Anderen getrennt erlebt, befindet sich im Grunde immer im Krieg. Akzeptanz hingegen – und alles, was damit im Zusammenhang steht – entsteht aus sich selbst heraus, wenn dieser Einklang wieder in unser Leben strömt. Es ist ein Geschehen, das vom Ganzen ausgeht und dann gelingen kann, wenn unser Widerstand „Löcher bekommt”. Das bekommt er z.B. dann, wenn wir einen Punkt in unserem Leben erreichen, an dem uns klar wird: „So geht es nicht weiter!” Ein Punkt, wo wir offen für Hilfe werden und bereit sind, unseren inneren Kontrolleur „in die Wüste zu schicken”. In diesem Moment werden wir offen für Segen und Gnade.

Das Ganze, das Höhere Selbst, das Göttliche, oder schlicht Gott – wie immer du das erlebst und in Worte kleidest, äußert sich auf vielfältige Art: als Segen, Gnade, sogenannte Zufälle, als innere Stimme oder Bilder und auf vielfältige Weise mehr. Dass diese Botschaften nicht von unserem inneren Kontrolleur stammen, sondern vom Leben selbst, können wir im Laufe der Zeit immer leichter fühlen. Das Eine nimmt uns Kraft und macht uns eng, das Andere gibt uns Kraft und macht uns weit. Das Erste ist öde, das Zweite ist verheißungsvoll. Deine sich fortwährend entfaltende Herzintelligenz wird dir klar Antwort geben.

Akzeptanz – und damit einhergehend das Sehen des ‚Was ist‘ und das Bleiben damit – bringt dich in Einklang mit dem Leben, was zugleich ‚dein‘ Leben ist, dann du bist ein Teil davon. Du wirst mehr und mehr einverstanden mit dir selbst, so wie du in diesem Moment bist und im nächsten Moment sein wirst – in jedem Moment mitten im Fluss des Lebens.

Ein Kommentar

  • 1
    Mata Li:

    Danke, dass Ihr immer wieder so wunderbare hilfreiche Texte schreibt.
    Damit bleibe ich in der Energie mehr und mehr eins mit mir und dem Göttlichen, das ich bin, zu sein.
    Zu diesem Text habt Ihr oder Bhagavan schon einmal geschrieben: Acceptance is the bedrock of spirituality.
    Der Satz hat sich bei mir tief eingegraben und mich mehr und mehr ins Urvertrauen gebracht.
    Danke für diese Loslos – Energie-Hilfe!
    Mata Li (Lisanja)

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