ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Im Kokon

05.03.14 von (Gott, Gnade, Segen, Oneness/Bewusstsein)

TagpfauenaugeDas Sein im Kokon auf dem Weg des Erwachens

Das Geschenk meines Lebens war, dass ich schon in einem erwachten Zustand geboren wurde. Dadurch erfuhr ich innere Sicherheit, hatte eine deutliche Verbindung zum Göttlichen und konnte meine Schöpferkraft leben.

In meiner Kindheit war ich als Einzelkind – mit zwei berufstätigen, selbstständig arbeitenden Eltern – viel auf mich alleine gestellt. Doch ich richtete meinen inneren Kompass auf Menschen aus, die mich immer wieder gerne bei sich aufnahmen, wenn ich mir Gesellschaft wünschte.

Ich hatte die Fähigkeit zu erkennen, was die Menschen wirklich meinten, wenn sie von etwas sprachen. So erkannte ich später auch Lehrer, denen ich mich anvertrauen konnte.

Eine ernsthafte Krise war für mich, als wir innerhalb der Stadt umzogen und ich mein vertrautes Umfeld verlor. Damals war ich 12 Jahre alt und ich fühlte mich unendlich verlassen. Doch schon nach ein paar Tagen entdeckte ich in unmittelbarer Nähe unseres Wohnhauses das damals einzige buddhistische Kloster in Europa. Von da an war ich dort regelmäßiger Gast und oft bei den Belehrungen und Meditationen dabei.

Ich fühlte mich aufgehoben, geborgen und verstanden. Ich hatte Menschen gefunden, die so sprachen, wie ich dachte. Meinem Abt erklärte ich, dass ich plane in diesem Leben das buddhistische Rad zu beenden. Er wirkte etwas erschrocken, denn er sah, dass meine Lebensreise spannend werden würde.

Mein weiteres Leben gab mir durch verschiedene Lehrer und meine Arbeit als Kinesiologin die Möglichkeit Belastungen, die ich sehr präzise erkennen konnte, schnell aufzulösen. Ich fühlte mich verbunden, frei und voller Schöpferkraft. Das Leben machte, obwohl es manchmal schmerzhafte Entwicklungschancen gab, einfach nur Spaß. Beruflich und finanziell war ich sehr erfolgreich.

Nach meiner zweiten Scheidung ging ich eine Beziehung ein, in der ich die ersten 18 Monate die volle Erfüllung erleben durfte. Ich zog 100 km südlicher in den Wohnort meines Freundes. Ich lebte alleine in meinem Haus und der berufliche Neuanfang gelang leicht. Meine Dankbarkeit gegenüber dem Göttlichen war riesengroß.

Plötzlich nach 8 Monaten fing sich etwas an in meinem Leben zu verändern. Die Praxis lief ruhiger, der Geldfluss wurde deutlich weniger. Mein Partner verlor seinen Job. Ein Prozess, der fast 8 Jahre dauern sollte, begann. Ich hatte bis dahin das Gefühl, dass ich nicht mehr viele Themen aufzulösen hatte. Plötzlich waren da viele Angstteufel und Vertrauenszweifel.

Ich fing an im Außen aktiv zu werden, um die berufliche Situation wieder zu verbessern, arbeitete an dem Gefühl des Ur-Verlassenseins, fühlte mich oft vom Göttlichen im Stich gelassen. Ich meditierte wieder regelmäßig, baute Resonanzen auf, um die Wege zurück in meine Schöpferkraft zu ebnen.

Es war nur noch Stagnation im Außen. Ich kontaktierte Lehrer, Hellseher und Therapeuten. Mein Leben war plötzlich instabil geworden. Die Partnerschaft litt unter der Arbeitslosigkeit. Meine beiden Ehemänner erlebten auch berufliche Probleme und Veränderungen. Doch das ging immer sehr schnell vorbei und sie waren wieder im beruflichen Fluss.

Ich glaubte keinen Kontakt zum Göttlichen zu haben. Ich bekam keine Antwort und geriet immer mehr in den inneren Kampf und die Mutlosigkeit. Mit zwei Freundinnen arbeitete ich alle Urwunden auf. Ich ging nur noch die Schritte, wo ich spürte, dass sie meiner Göttlichkeit und meiner Seele entsprachen. Traf ich Entscheidungen, die vom Verstand gelenkt wurden, dann ging das Projekt auf alle Fälle schief.

Ich versuchte nicht länger die Situation zu interpretieren, rang manchmal täglich um das Annehmen. Ich sah, dass das Geld auf meinem Konto immer weniger wurde. Eigentlich wollte ich mit den Ersparnissen mein Alter absichern. Alle Ideen, die mir Sicherheit geben konnten, wurden mir genommen, es ging nur um die konstante Anbindung und die Sicherheit im Inneren.

Ich sehnte mich nach einem aktiven Beitrag im Berufsleben, denn ich durfte in dieser Zeit nur sehr wenige Klienten begleiten. Es blieb die Stagnation und es gab keine entlastende Bewegung im Außen. Meine Partnerschaft war mit großen finanziellen Verlusten zerbrochen, da ich für ihn gebürgt hatte.

Und immer wieder das Gefühl, jetzt habe ich es geschafft.

Dann fand ich den Weg vor 4 Jahren zu Oneness. Noch im gleichen Jahr wurde ich Trainer. Auch mein neuer Partner machte die Trainerausbildung. Von Beginn an hatte ich eine sehr feste innere Beziehung zu Sri Bhagavan. Er führte mich in meinen Träumen und gab mir wunderbare Belehrungen. Gemeinsam mit meinem Partner gab ich Awakening Kurse.

Jetzt war ich sicher, dass sich diese Stagnationszeit auflösen wird. Doch es lief immer noch nicht im Außen rund. Oft kamen geplante Kurse nicht zustande, obwohl wir viel Herzblut, Zeit und Geld in Werbung und Vorträge investierten, um Oneness in Deutschland bekannt zu machen.

Auch die neue Partnerschaft zeigte mir noch Themen, die ich noch nicht aufgelöst hatte. Wir kämpften, damit wir immer wieder zueinander finden konnten.

Mein innerer Bhagavan sagte mir, dass ich nicht zum Deepening fahren soll, sondern ein zweites Mal zum Trainerkurs. Er erklärte mir auch, dass ich im spirituellen Leiden bin und es für mich sehr schmerzhaft ist, wenn die Menschen in das Getrenntsein gehen.

Der Kurs lief superleicht, mit sehr berührenden Erfahrungen. Doch nur ein Tag zu Hause, wurde ich schwer krank, zwei indische Mücken hatten mir gleich zwei Viren geschenkt. Die eigentliche innere Transformation lief zu Hause. Ich durfte spüren wie belastende Anteile von mir genommen wurden. Es war ein tiefer innere Reinigungsprozess.

Kurz danach las ich das erste Mal von dieser Stufe im Erwachensprozess. Ich begriff, dass ich in einem Kokon war, auf dem Weg zu einem befreiten Schmetterling. Durch mein Nicht-Annehmen dieser Situation und weil mein Verstand mich tyrannisierte, wurde es zum Leidensweg.

Ich konnte nicht erkennen, dass es notwendig war, für einige Jahre aus der Schöpferkraft zu gehen. Erst als ich das Kämpfen aufgab und mich dem Göttlichen ganz überließ und hingab, konnte ich die Liebe des Göttlichen und das Vertrauen in meine Stärke spüren und dass mir all das gegeben wurde, um noch einmal zu wachsen.

Mein zwanghaftes alles genau erkennen zu wollen, hat mich nicht fühlen lassen, dass alles zu meinem höchsten Wohle geschieht. Meine Widerstände haben diesen Weg so schwierig gemacht.Letztes Jahr im Juli beschlossen eine Freundin und ich, dass wir uns täglich zweimal eine Ferndeeksha geben, damit wir den Segen des Göttlichen spüren und im annehmenden Vertrauen bleiben. So haben wir uns durch die letzten Monate getragen.

Jetzt spüre ich wieder, welche Schritte zu gehen sind, bin ganz mit meiner Seelenaufgabe verbunden, es fangen wieder Türen an nach Außen aufzugehen. Es kommen wunderbare Menschen in mein Leben und es zeigen sich neue Möglichkeiten. Ein ganz großes „Danke Schön“ an Sri AmmaBhagavan.

Fazit: Suche dir für diese Zeit im Kokon Menschen, die dich liebevoll begleiten, dir Mut machen und dir Deeksha geben und dich mit zu Oneness Meditationen nehmen. Vertraue dem Göttlichen, gehe in die völlige Hingabe und bitte um die Kraft der Annahme.

Einer kleinen Raupe darf man auch nicht aus dem Kokon helfen, sonst bekommt sie keine starken Flügel, um als Schmetterling in die Freiheit zu fliegen. Er hat es nur einfacher als wir, denn er lässt geschehen, was geschehen möchte. Er ist immer im Jetzt. Diese Gelassenheit wünsche ich allen von ganzem Herzen und viel Segen von Sri AmmaBhagavan, wenn die Seele in diese Reifezeit geht.

5 Kommentare

  • 1
    sylvia:

    Liebe Margarita,
    Tränen laufen mir übers Gesicht…danke, dass ich dir folgen durfte auf deiner Lebensreise der Wandlung, …die der meinen sehr nahe geht…
    Danke Margarita…Danke Sri AmmmaBhagavan

  • 2
    Dorothee Franke:

    Danke, Margarita,
    für diese wunderschöne Geschichte. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du Dich nun in die Lüfte erheben und an bunten Blumen naschen kannst.
    Dorothee

  • 3
    R.Gellrich:

    Liebe Margarita, mögest du bald als herrlicher Schmetterling in der Sonne umher fliegen, Deine R.

  • 4
    Anna:

    Danke Margarita für diesen wundervollen Beitrag, Sri AmmaBhagavan haben mich gerade durch „Zufall“ auf diese Seite gebracht und dadurch einen Prozess in mir hervor gerufen. Ich war noch nie vorher auf dieser Seite, bin vor 1 Woche aus Indien vom Deepening heimgekommen und bin seitdem stark erkältet. Und der kokon ist mir in Indien begegnet… Danke Sri AmmaBhagavan, dass ihr uns die Prozesse und die Befreiung dazu erst dann schenkt, wenn wir sie auch tragen können!!! Danke dass ihr immer da seid!!
    In Liebe – Anna

  • 5
    Cordelia:

    Tamam tamam ben akÅŸamları okunacak sayfalar diye bir liste yapmalıymışım:) Elbette okunası çarÅŸaf çarÅŸaf yazsan da okunası olacaksın.Ä°nsanın kendi yaÅŸamını dışarıdan (süper tasvirler için diyorum) ama alabildiÄŸne içerisinde anlatması bu olmalı, varsa eksiÄŸi, fazlayı, gülümseteni, aÄŸlatanı aynı anda görebilmek bu olmalı.Hepsini harmanlayıp böyle güzel sunmuÅŸsan sendeki yansıması daha fe¼ulaadedir.ÖpÃvyorkm okunası kadın.

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