ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Spirit und Sexualität (2)

12.04.14 von (Liebe, Partnerschaft)

Engel der LiebeHalte einen Moment inne und frage dich, was dich weiterlesen lässt. Neugier? Interesse? Wunderbar. Aber schaue auch einen Moment ganz authentisch auf dich, dein Leben, deine Sexualität, deine – sofern vorhanden – Partnerschaft. Wie geht es dir damit im Moment? Bist du glücklich und erfüllt oder fehlt dir was? Was fehlt Dir? Was wünschst du dir? Sei ehrlich zu dir selbst.

Vielleicht kommst du zu der Erkenntnis, dass du überaus glücklich mit dir, deinem/r PartnerIn und deiner Sexualität bist. Auch das ist wunderbar, genieße es. Wenn es jedoch nicht so ist, kannst du tiefer forschen.

Bleibe zunächst mit dem ‚Was ist‘, mit den Emotionen, die sich melden. Fühle sie im Körper, lokalisiere sie im Körper. Da kann sich alles Mögliche melden: Wut, Trauer, Schmerz, Enttäuschung…. alles ist erlaubt. Bleibe dabei.

Wie in (1) bereits gesagt, tragen so viele Faktoren zu dem bei, wer und was wir sind und auch, wie wir unsere Sexualität erfahren:

Die Entscheidung, dieses Leben mit diesen Eltern zu wählen
Unsere Kindheit beginnt nicht erst mit dem Moment der Geburt, sondern schon lange davor: Wir haben uns unsere Eltern ausgesucht, um etwas Bestimmtes in diesem Leben zu lernen. Sie haben uns das Leben geschenkt. Nicht nur, wie sie uns seit unserer Geburt behandelt haben, sondern schon weit davor haben sie die Grundsteine für unser Leben gelegt, auch für unsere Sexualität. So kannst du eine Reise zum Moment deiner Zeugung unternehmen. Dies ist eine große Möglichkeit, Klarheit über dich selbst zu gewinnen. Bitte stets dein Göttliches um Begleitung auf dieser Reise und darum, dass dir alles das gezeigt wird, was zum jetzigen Moment für dich wichtig ist zu sehen. Wenn deine Eltern noch da sind und offen sind, kannst du sie auch direkt fragen. Möglicherweise haben sie lange darauf gewartet, darüber einmal sprechen zu können, und schon ist ein weiterer Schritt Richtung Heilung initiiert.

Prägungen aus der Kindheit
Ein weiterer wichtiger Schlüssel. Wie sind unsere Eltern mit Sexualität umgegangen? Waren sie offen, haben dir alles erklärt, dich und deinen Körper lieb gehabt? Oder waren sie verschlossen und verklemmt, war ihnen das Thema peinlich und sie haben deine Aufklärung lieber den Jugendzeitschriften überlassen? Und so, wie wir den Umgang mit Sexualität erlernt haben, geben wir ihn vermutlich auch an unsere eigenen Kinder weiter. Schauen wir uns also auch in diese Richtung unser Leben genau an.

Erste Liebe und Partnerschaft
Wie waren deine ersten sexuellen Erfahrungen? Voller Liebe und Freude? Oder eher voller Druck, Angst und ein echtes Desaster? Die ersten Begegnungen können uns nachhaltig prägen und unser weiteres Leben stark beeinflussen.

Karma und Erfahrungen aus früheren Leben
Diese bringen wir, wenn sie markant waren, mit in unser jetziges Leben. Vielleicht gab es Vorfälle in früheren Leben, die sich heute auf dein Verhältnis zur Sexualität auswirken. Auch karmische Verbindungen können stark sexuell geprägt sein, die es gilt aufzulösen und seine Lehren daraus zu ziehen.

Erfahrungen unserer Ahnen
Erfahrungen unserer Ahnen sind nachweislich in unseren Genen gespeichert und können uns nachhaltig beeinflussen. Unsere Ahnen haben gewiss in Zeiten gelebt, in denen nicht sonderlich offen mit Sexualität umgegangen ist. Wir tragen unsere Ahnen in uns. Wie können wir dann frei darin sein?

Auch diese Liste ließe sich weiter fortführen. Aber dies hier soll keine Sexualberatung sein, sondern soll dir und uns die Augen dafür öffnen, dass wir (und jeder andere auch) aufgrund tausender von Faktoren so sind, wie wir sind. Niemals werden wir diese alle verstehen können. Infolgedessen ist niemand verantwortlich. Wir sind wie wir sind aufgrund allem Anderen.

Erkenne zunächst nur, dass es so ist, auch wenn all die Emotionen jetzt immer noch da sind. Es kann enorm helfen, mit Abstand – aus der Vogelperspektive – auf alles zu schauen. Erkenne das ganze Ausmaß deiner Hilflosigkeit und dass du an alledem nichts ändern kannst. Der Schlüssel liegt hier wie fast immer bei dem Bleiben mit dem ‚Was ist‘, ohne es verändern zu wollen. Die Reise beginnt von dort aus, wo wir stehen, dort holt unser Göttliches uns ab. Bitte nun dein Göttliches dir zu helfen. Bitte um Heilung deiner Sexualität, deiner Partnerschaft und um liebevolle Beziehungen. Bleib auch in Zukunft achtsam und bewusst und beobachte dich, deine Emotionen und Handlungen, immer in engem Kontakt mit deinem Göttlichen und schau, was geschieht.

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Spirit und Sexualität (1)

2 Kommentare

  • 1
    Arite Husmann:

    Einen wunderschönen Artikel durfte ich hier lesen, liebe Petra. DANKE für Deine Offenheit. Ich kann dies nur bestätigen, wie schnell sich Lösungen einstellen, „zufallen“ sobald man aufhört, selbst eine Lösung zu suchen.
    …“Bitte nun dein Göttliches dir zu helfen.“…
    Ich habe genau dies getan und losgelassen und vertraut. Der Lösungsprozess begann sofort am Folgetag…
    Diese (wiederholenden) Erfahrungen der göttlichen Führung, wenn man sich doch nur führen lässt und nicht immer alles selbst lösen will :-), erinnern mich immer wieder… Dafür bin ich sehr dankbar.

  • 2
    Dieter Fiebelkorn:

    Ich habe in meinem Leben nur einen spirituellen Meister getroffen, der zum Thema Sexualität zwischen Mann und Frau wirklich etwas hilfreiches gesagt hat. Etwas, dass praktische Führung in diesem Thema voller Verwirrungen gibt. Und zwar „down to the earth“, wie er es nannte, ganz praktisch.
    Meine Liebesbeziehung zu meiner Frau war auf der Grundlage dieses Wissens immer frisch und lebendig und sehr tiefgründig durch all die 25 jahre, seitdem wir uns kennengelernt haben.
    Barry Long, „Making Love“ (im Original eine CD)
    in deutscher Übersetzung ein Buch: „Sexuelle Liebe auf göttliche Weise“

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