ONENESS 24

Eins·Sein im täglichen Leben – Einheit in der Vielfalt erfahren

Der Weg zum Frieden

28.12.15 von (Oneness/Bewusstsein, Zeitgeschehen)

FriedenSri Bhagavan zum Terrorismus

Wir leben in einer Welt, in der Gewalt, Krieg und Terrorismus zum Alltag gehören. Nie ist es der Menschheit gelungen, dauerhaften Frieden herzustellen. Sri Bhagavan, Gründer der Oneness University in Indien mit dem Ziel, der Menschheit bedingungslose Befreiung zu geben, wurde nach den jüngsten Terroranschlägen die Frage gestellt: „Was können wir als Einzelne angesichts der unmenschlichen Gewalt, dem Terrorismus tun?“

Sri Bhagavan: Wir wachen an jedem neuen Tag mit Gefühlen von Rache, Vergeltung und Hass auf. Die Gewalt und Brutalität, die uns umgibt, ist das Ergebnis der zerstörenden Auswirkung von Zersplitterung – ein Einzelner ist gegen einen anderen, eine Gruppe ist gegen eine andere; religiös, gesellschaftlich, kulturell und wirtschaftlich.

Wir sind Brüder und Schwestern, Kinder derselben Mutter, Erben desselben kollektiven Schicksals. Was wir anderen antun, tun wir uns selbst an. Warum benehmen wir uns als wären wir kämpfende Stammesgruppen?

Wie können wir andere jagen und töten?

Ist die Erfahrung von Schmerz nicht für alle gleich?

Fürchten sich nicht alle Lebewesen vor Angst?

Wie können wir dann anderen Gewalt und Leiden antun?

Werden wir uns heute die Zeit nehmen und unseren Kindern lehren, dass Trennung in jeglicher Hinsicht, ob in heiliger oder weltlicher (Hinsicht), ein Verbrechen ist?

Werden wir ihnen sagen, dass wir menschliche Wesen sind und keine Etiketten, die uns unterteilen?

Werden wir in diesem Moment der Krise ihren jungen Verstand so formen, dass sie Weltbürger sind und keine engstirnigen Fanatiker. Ideologische Unterschiede sind die Ursache der Gewalt; sie rauben den gesunden Verstand und bedrohen das Überleben. Wenn wir um unser eigenes persönliches Überleben beunruhigt sind, um das Überleben unserer Gruppe, unseres Glaubens, dann zertrennen und bedrohen wir das tatsächliche Überleben des Ganzen.

Wir wollen die Wahrheit tiefgründiger erkennen. Die Gewalt und Konflikte, die wir erleben, sind eine Dramatisierung der unbeschreiblichen inneren Gewalt der Menschheit. Wir sind keine getrennten Einzelwesen. Was mit uns geschieht, das geschieht mit der Menschheit, mit allen Lebewesen.

Körperlich mögen wir in unseren abgeschlossenen Häusern abgesondert leben, wir verbergen unsere häusliche Gewalt vor den Augen der Welt, aber psychisch sind wir von der gesamten Menschheit untrennbar. Die giftigen Dämpfe unserer inneren Unruhe sickern in das kollektive Bewusstsein der Menschheit.

Die Gewalt in uns, zwischen Eltern und Kindern, Ehemännern und Ehefrauen, Brüdern und Schwestern und auf der Arbeit ist genau die Gefahrenquelle der Zerstörung.

Jeder von uns sollte mit einem Gefühl von Dringlichkeit antworten. Lasst uns alle, der Atheist und der Gottesfürchtige, der Bauer am Pflug und die Mutter an der Wiege, der Büroangestellte und der Arbeiter, lasst uns alle die eigene Verantwortung für das übernehmen, was um uns herum geschieht.

Was können wir jetzt als Einzelne tun? Was müssen wir jetzt als Einzelne tun?

Wie kann ein Jeder von uns damit einverstanden sein, einige Helden und Profis zu sehen, die ihr Leben opfern, um die Sicherheit anderer zu beschützen, während wir passive Schaulustige bleiben und sich das Terrordrama direkt vor unseren Augen entfaltet?

Die Spezialisten, ob von den Streitkräften oder politischen Systemen, können den Schmerz des Augenblicks lindern. Sie können das Symptom entfernen, aber die Ursache der Gewalt liegt brodelnd in unserem Bewusstsein. Sie lauert als Konflikt, unterdrückte Wut, Uneinigkeit und Boshaftigkeit in jedem von uns. Bis dieses Problem behoben ist, wird Gewalt weiterhin bestehen und sich in den Ländern der Welt unter dem einen oder anderen Namen entfalten.

Die wirkliche Lösung besteht also darin, unsere Aufmerksamkeit nach innen zu richten, um die Gewalt in uns zu erkennen und sie für den Frieden gehen zu lassen. Selbst wenn 10 Millionen von uns in Frieden sind, die zu einer Nation von 1 Milliarde gehören, wird die Gewalt abklingen. Wenn 10 Millionen in einen höheren Bewusstseinszustand kommen, in einen Zustand völliger innerer Gewaltlosigkeit, wären Frieden und Wohlergehen möglich. Obwohl die Ursachen für Gewalt weiterhin existierten, wandelten sie sich nicht in Gewalttaten um. Wir sind die Auslöser von Gewalt oder Frieden. Wir können nicht wie üblich zu unseren Geschäften zurückkehren, ohne uns von unserem inneren Konflikt abzulenken. Es ist das Schicksal eine jeden Menschen, bekannt und unbekannt, sich mit uns zu verbinden. Lasst uns im Schmelztiegel des Terrors, der uns umgibt, eine neue Generation von Menschen gestalten. Lasst uns von der dunklen Nacht der Trennung zur Morgendämmerung der Zusammenarbeit und Oneness bewegen. Am Ende des Tunnels gibt es Licht.

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3 Kommentare

  • 1
    Bee:

    DANKE,
    denken tue ich lange so, aber das mit dem Handeln ist schon im Kleinen so schwer. Oft bin ich durch Gewöhnung blind für mein eigenes tun. Die anderen Anprangern für ihr Fehlverhalten fällt mir so leicht. So kann ich mich freuen, wenn ich beginne mich zu schämen.

  • 2
    Doris:

    Das ist der wertvollste Bericht, den ich über Terrorismus gelesen habe. Danke Sri Bhagavan. Ich gestalte mit. Die Botschaft der Oneness verbreiten und leben. Das ist meine Art gegen den Terrorismus zu kämpfen. Ich freue mich über jeden positiven Gedanken. Jeder einzelne davon ist wie ein Tropfen, der den Ozean bildet.

  • 3
    Nowottny:

    Die Erfahrung von Schmerz und Angst ist nicht für alle gleich. Wir finden den Frieden erst, wenn wir die Unterschiede in uns begreifen und akzeptieren. Und wenn diese Unterschiede nicht mehr zum eigenen Wohlbefinden und Vorteil genutzt werden. Ich beseitige die Angst in mir jeden Tag ein wenig mehr, Stein um Stein, bis der Horizont klar wird.

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