ONENESS 24

Eins·Sein im täglichen Leben – Einheit in der Vielfalt erfahren

Die ganze Welt …

05.06.15 von (Gott, Gnade, Segen, Oneness/Bewusstsein)

Freunde… ist eine Familie

Oneness ist ein Zustand des Einsseins, der in sich selbst beginnt und sich ausdehnt auf der Welt um sich herum. Der positive Einfluss der Meditation in diesem Prozess ist inzwischen wissenschaftlich bewiesen, aber nichts ist berührender als ein authentischer Erfahrungsbericht. Die US-Amerikanerin Catherine hat Ende Mai 2015 ein Frauengefängnis in Monterrey/Mexiko besucht und dort zwei Meditationen gegeben. Seit zwei Jahren finden dort bereits Initiativen von Oneness statt. Doch lies selbst ihren Bericht, den wir mit ihrer freudigen Zustimmung aus dem Amerikanischen übersetzt haben.

Namasté liebe Familie,

danke für eure Liebe, Unterstützung und Gebete anlässlich unseres gestrigen Besuches des Gefängnisses in Monterrey, Mexico.

Die Gnade war ENORM und jede Frau war tief berührt, sogar die Wachen. Gemäß dem göttlichen Plan haben wir unsere Zeit mit den weiblichen Gefangenen verbracht und nicht mit den Männern, was sich perfekt anfühlte und passte.

Nach vielen stählernen Toren, Riegeln, Kontrollen und Fragen kamen wir in einen kleinen Bereich draußen im Freien, ein Zementblock mit Drahtzäunen, als wärst du in einem Käfig. Hier verbringt rund die Hälfte der Frauen viele Tage, was mich ganz froh machte zu sehen, denn ich habe sie mir immer drinnen eingesperrt vorgestellt, ohne Sonnenlicht. Kürzlich mussten sie die Frauen in zwei Gruppen aufteilen aufgrund von Kämpfen, Streitereien und sogar Morden, mit denen sie ihren entsprechenden „Kartell- Ruf“, den sie haben, aufrechterhalten.

Für die, die es nicht wissen: In den letzten fünf Jahren sind eine Art Kartellgruppen in Monterrey aktiv, die die Regierung stürmen, Unschuldige töten, massive Diebstähle und Autoüberfälle verüben etc., so dass das Leben in Monterrey schrecklich unsicher wurde. In den letzten Jahren ist es viel besser geworden, aber es hat eine tiefe Wunde in den Menschen hinterlassen, in den Orten und der Stadt, in der sie sich immer noch zart und verletzlich fühlen und in großer Angst leben.

Die Oneness-Trainer in Monterrey wechseln sich jede Woche ab, dieses Gefängnis zu besuchen, so dass es sich nie zu belastend für einen der Trainer anfühlt. Sie machen das seit ca. zwei Jahren, und die Transformationen dort sind wunderbar und wunderschön. Sie bieten Meditationen an, geben Deeksha und hören den Frauen zu, wenn sie erzählen, wie es ihnen im Laufe der Woche ergangen ist.

Wachsen, wachsen, wachsen – sie tun solch inspirierende Arbeit – ich bin sicher, dass Sri AmmaBhagavan sehr glücklich darüber sind!

Zweimal so viele Frauen wie sonst kamen zu diesem Treffen, was schon ein Wunder an sich ist. Als die Meditationen weitergingen (wir haben zwei durchgeführt), kamen nach und nach weitere Frauen hinzu, neugierig, was da wohl los war und warum andere Frauen weinten. Es war unbestritten eine Öffnung des Herzens, die das Gefühl und den Sinn des Verbundenseins weckte und die ihnen erlaubte, sich wieder lebendig zu fühlen und mit einem Funken von Hoffnung.

Es war zu erkennen, wer regelmäßig zu den wöchentlichen Meditationen kam, denn als diese Frauen sprachen, war ihre Energie vollkommen anders verglichen mit den Frauen, die heute zum ersten Mal dabei waren. Es gab kein Beschuldigen mehr, sie konnten erkennen, wer sie im Innern sind und konnten Dankbarkeit gegenüber dem Göttlichen fühlen, für das Gute und auch für das Schlechte. Es war ganz erstaunlich zu beobachten.

Ich erzählte ihnen, dass sie nicht verschieden sind von anderen, wie jeder von uns seine einzigartige Rolle auf dem Planeten hat und dass eine Rolle nicht wichtiger ist als die andere, dass wir alle als Familie zusammen sind und einen Ausgleich in der Welt schaffen. Und wenn wir unsere innere Welt heilen, die jetzt zerstückelt und zerbrochen und voller Schmerz ist, ist vielleicht kein Bedürfnis nach Beschuldigungen, Hass, Rache usw. mehr da, und es kann zu dem Punkt kommen, an dem es nicht wichtig ist, wie die äußere Welt aussieht. Denn wenn wir im Innern EINS sind, gibt es nur Frieden, Liebe und Akzeptanz. Viele Köpfe nickten, es flossen viele Tränen, es gab viele Erkenntnisse über das Gesagte… wow…

Anschließend wollte ich gern hören, welche ihrer Erfahrungen die Frauen gern teilen möchten, und ich konnte den starken Drang, jede verbunden in Liebe zu umarmen, nicht zurückhalten. Und so umarmten wir uns, eine nach der anderen, jede Frau, noch mehr Tränen, lange Umarmungen, liebe Worte und eine noch tiefere Hingabe, indem sie noch mehr Hoffnung spürten.

Die ganze Welt ist eine Familie – so beendeten wir das Treffen… in dem Wissen, dass wir alle zusammen sind und dass niemals jemand zurückgelassen oder vergessen wird.

Die Worte unserer geliebten Sri AmmaBhagavan – ich habe niemals so viel Liebe gespürt und das Wissen, dass niemand von uns vollständig frei sein kann, solange nicht ALLE von uns frei sind.

Ich hoffe, dass ich eines Tages zurückkommen kann, und jetzt in diesem Moment bin ich super inspiriert, diese Arbeit wo immer möglich zu tun. Die Gnade unseres Herrn ist… ich bin sprachlos.

Danke, SriAmmaBhagavan, danke euch allen, ich liebe euch alle…

Catherine

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