ONENESS 24

Eins·Sein im täglichen Leben – Einheit in der Vielfalt erfahren

Wohlstandsbewusstsein

27.07.15 von (Oneness/Bewusstsein, Wirtschaft, Geld)

GeldWohlstand ist dein Geburtsrecht

Wir leben in einer Welt, in der Wohlstand sehr ungleich verteilt ist. Während viele hart arbeiten und dennoch kaum über die Runden kommen, gelingt es anderen bei gleichem oder geringerem Aufwand einen viel größeren Wohlstand zu erreichen. Wie kommt das und (wie) lässt sich dies ändern?

Viele Perspektiven lassen sich zu dieser Frage einnehmen, die wirtschaftstheoretische, die sozialkritische, die psychologische und viele mehr. Die Oneness University in Indien fügt eine sehr grundlegende Sicht hinzu: Die äußere Welt folgt der inneren Welt nach, deine äußere Welt ist ein Spiegel deiner inneren Welt.

Da leuchtet sofort die Frage auf: Was steht uns innerlich im Wege?

Da sind einmal die bei vielen Menschen tief verankerten Glaubenssätze, dass Wohlstand ausschließlich durch harte Arbeit erreicht werden kann, dass sich viel Geld nur durch Ausbeutung anderer erwirtschaften lässt oder dass wir es einfach nicht wert sind, über Reichtum zu verfügen, um einige zu nennen. – Wie aber soll Wohlstand zu uns kommen, für den wir aufgrund unserer Konditionierungen blind sind? Chancen sind nur solche, die wir als Chancen erkennen.

Gerade bei Menschen, die sich selbst als spirituell empfinden, kommt häufig noch die Vorstellung hinzu, dass (materielle) Wünsche, Streben nach Wohlstand und überhaupt alle äußeren Werte von der spirituellen Entwicklung ablenken und uns auf der Ebene von Leid und Vergnügen festhalten.

Ist das wirklich so?

Die Wachstumsreise unseres Bewusstseins verläuft ganz offensichtlich für jeden Menschen einzigartig und was für den einen förderlich ist, mag für einen anderen hinderlich sein. Und selbst für ein und denselben Menschen ist etwas in einer bestimmten Lebenssituation richtig und in einer anderen nicht.

Mein ganz eigener Erfahrungsweg führte über genau solche Vorstellungen, und oft war mir der Umgang mit der materiellen Seite des Erdenlebens eher ein wenig lästig. Über die Jahre lernte ich, jede Ausdrucksform des Lebens mehr und mehr zu akzeptieren und meinen Widerstand dagegen loszulassen. Auch das sogenannte Profane fand seinen Platz in meinem Herzen, die Be- und Verurteilungen ließen nach und dadurch auch die Spaltung in mir zwischen dem, was ich mochte, und dem, was ich nicht mochte.

Innerhalb weniger Tage brach sich ein neues Lebensempfinden Bahn. Mein subtiler Widerstand gegenüber der Welt wurde überflutet von einer großen Akzeptanz und Liebe allem gegenüber, was das Leben mir darbietet. Ich begann alles als Fülle zu sehen und jede Herausforderung als ein Geschenk zugunsten meines Bewusstseinswachstums. Mein Leben war befreit worden von den ewigen Sticheleien des Verstandes (bzw. des Mind, wie es im Englischen treffender bezeichnet wird). Ein Berührung war nun einfach eine Berührung, ein Vogelgezwitscher einfach ein Vogelgezwitscher – ohne das störende Geräusch eines fortwährenden Gedankengeplappers.

Leben ist Fülle. Wird dies unsere innere Wirklichkeit, dann folgt die äußere Welt dem nach, dann wird sie auch unsere äußere Wirklichkeit. So jedenfalls ist es meine Erfahrung.

Meine persönlichen Wünsche wurden durch diesen Prozess interessanterweise nicht größer. Ich hatte eher damit gerechnet, dass sich nun zuvor unterdrückte Wünsche zu Wort melden würden, aber dem war nicht so. Stattdessen empfand ich alles, was in meinem Leben je zu mir gekommen war, als ein großes Geschenk und immensen Reichtum. Mein bisheriges Leben erschien in diesem Lichte viel reicher als ich es je hatte sehen können.

Reichtum ist zunächst ein inneres Erleben. Dass die äußerliche Wirklichkeit dem nachfolgt, musste ich nicht erstreiten oder erkämpfen, vielmehr war und ist sie eine ganz natürliche Folge meines innerlich gewachsenen Wohlstandsbewusstseins.

Welche Wege im Äußeren geschehen, um alle Facetten von Reichtum in mein Leben zu ziehen, lassen sich mit dem Verstand nicht planen. Das Leben ist so unendlich kreativ, dass ich seine Wege nicht durch meine begrenzte Vorstellungskraft einschränken sollte. Und eines ist sicher: Es wird perfekt der Ausdruck meiner inneren Welt sein. Alles was ich mir innerlich aus tiefstem Herzen wünsche, wird darin seinen Ausdruck finden. Deshalb ist elementar wichtig, dass ich mir meiner Wünsche und der dahinter liegenden Motive bewusst bin.

Wohlstand, Reichtum und Fülle sind von Herzen willkommen. Die eigentliche Erfahrung darin ist, dass ich das Leben fand – oder das Leben mich.

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5 Kommentare

  • 1
    günter meyer:

    Mögen sich bitte bei mir diejenigen Meditierenden melden, die in 40 Jahre Meditationszeit außer ihrem Arbeitslohn (Gehalt) oder Geldbesitz (Erbschaft etc.) durch Meditation Geldsegen empfingen, oder Geldgeschäfte machten. Ich selbst habe in 45 Jahren Meditation niemandem getroffen.
    Die Menschen, die Meditation, Religion oder Bewusstseins-Techniken verkaufen, sind meistens wohlhabend geworden, oder waren es schon vorher, jedoch nie die Meditierenden oder Praktizierenden. Sie sind arme Anhänger geblieben. Das war schon immer so. Seit Jahrtausenden. Da muss es ein Erwachen geben. Schaut euch die Lehrer genau an. Sie wohnen in prächtigen Häusern. Nehmt ihnen die Wohnstatt und das Geld weg. Was bleibt dann da noch? Geist und Hülle. Wacht auf.

  • 2
    Eckart Schulz:

    Vielen Dank, Günter, für die authentischen Worte. Mir als den Autor dieses Artikels spiegeln sie exakt wider, wie durch und durch belastet das Thema Geld und Wohlstand ist. Viele Revolutionen im Außen waren Versuche, daran etwas zu ändern. Ihre Erfolge will ich nicht in Abrede stellen, dennoch haben sie unseren inneren Krieg damit nicht beenden können. Solange wir uns innerlich als getrennte Wesen erleben, wird es im Außen einen Kampf um die irdischen Ressourcen geben.

  • 3
    sylvia:

    Namaste!
    Die Fülle des Lebens ist das Leben selbst. Es mag jene geben, die Materielle Dinge glücklich machen…wie lange? Jene Fülle zu erleben, die das Leben selbst schenkt in Allem…mal im Verzicht…und ein anderes Mal Geschenke aus allen Richtungen. Geteilte Freude, ein Essen mit Menschen, kleine Gesten im Alltag, die eine Spur hinterlassen. Sie lassen denjenigen beschenkt zurück, der vermag zu geben. Wie Wohlstand bemessen wird?…ist im eigenen Herzen fühlbar.

  • 4
    Anne Buthke:

    zu Günter:

    Bei Großeltern aufgewachsen zu sein, die Heimat, Land, Haus u. Hof verloren hatten… aber nie!!! geklagt, nie etwas verurteilt haben, das war für mich als Kind schon „Wohlstand“.

    Gottvertrauen, dass alles so wie es ist richtig ist… das ist Wohlstand, nicht das Geld. Innerer Frieden ist Wohlstand, den nichts
    Materielles ersetzen kann.

    Diesen inneren Frieden wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen.

  • 5
    Amone:

    Vielleicht für Günter oder andere von Interesse, als ein Beispiel für Geldsegen durch Gebet:
    „In meinem Herzen Feuer – Meine aufregende Reise ins Gebet“ von Johannes Hartl.

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