ONENESS24

Leben in Einheit ∗ Einssein im Leben

Akzeptanz und Spiritualität

31.12.16 von (Oneness/Bewusstsein)

Akzeptanz und SpiritualitätAkzeptanz ist das Fundament der Spiritualität.
Sri Bhagavan

Wie schwierig ist es oft für uns, Situationen in unserem Leben zu akzeptieren wie sie sind – selbst dann, wenn wir nicht das Geringste an ihnen ändern können. Und noch anspruchsvoller ist es, sich selber zu akzeptieren. Irgend etwas in uns flüstert uns laufend ein, dass die gegenwärtige Situation und was und wie wir sind, nicht gut genug ist, nicht perfekt, und dass wir deshalb ohne Rast an Verbesserungen arbeiten müssen.

Das schafft das Gefühl einer immerwährenden Unzufriedenheit, und es scheint kein Ende in Sicht (andererseits bedeutet Akzeptanz natürlich auch nicht, alles beim Alten zu belassen und sich in sein Schicksal zu fügen).

Dieses Irgendetwas in uns nennen wir den „Mind“, ein englischer Begriff, der mit Geist oder Verstand nur unzureichend übersetzt wird. Über den Mind hat Sri Bhagavan bei vielen Gelegenheiten gesprochen. Im Zusammenhang mit der Kunst des Akzeptierens gibt er hierzu folgende Erläuterung:

„Wie akzeptieren wir Dinge?

Schau her, der Mind ist ein sehr guter Geschäftsmann. Er tut natürlicherweise das, was für ihn von Vorteil ist. Was ihm keinen Vorteil bringt, tut er nicht. Wenn du etwas nicht akzeptierst, ist es erst einmal ein Fakt, dass es da ist.

Du kannst es nicht wegwünschen. Dadurch, dass du mit ihm kämpfst, kreierst du eine Menge Konflikt. Durch den Konflikt wird eine Menge Energie verschwendet. Wenn Energie verloren geht wirst du unglücklich und du wirst ein Versager. Auf der anderen Seite, wenn du akzeptierst, was auch immer da ist, gibt es keinen Konflikt. Kein Konflikt bedeutet, dass keine Energieverschwendung da ist.

Wenn die Energie ruhig ist, dann gibt es keine Bewegung der Energie als Verschwendung. Das wird Freude und Glück. Es führt zu größerem Erfolg. Wenn du diesen ganzen Prozess sehen kannst, dann wirst du natürlicherweise akzeptieren, weil es die bessere Wahl für dich ist. Du kannst keine ungünstigen Dinge tun. Irgendwie stellst du dir vor, dass es gut ist, wenn du mit ihnen kämpfst. Deshalb kämpfst du mit ihnen.

Wenn du beobachtest, dass Kämpfen nicht vorteilhaft ist, wird der Mind natürlicherweise damit aufhören. Du musst sehen, wie all das Kämpfen nicht vorteilhaft für dich ist. Dann ist es vorbei. Es ist sehr einfach, aber weil du an diese Beobachtung nicht gewöhnt bist, wird die Situation schwierig sein. Aber wenn du es einmal lernst, ist es so einfach wie Atmen, aber bis dahin sieht es aus wie „Oh! Wie soll ich das tun?“. Es braucht etwas Anstrengung und Verstehen. Es wird noch immer schwierig sein, aber ich bin da! Wenn du weißt, wie du mich bitten kannst, kann ich dich dazu bringen, es tatsächlich zu tun.“

Zeit zum Reflektieren:
Gehe gedanklich durch dein Leben. Betrachte, inwieweit es dir schwer fällt, Dinge, Situationen und dich selbst zu akzeptieren und welche (innerlichen oder auch äußerlichen) Kämpfe du deswegen austrägst. Akzeptanz geschieht nicht auf Knopfdruck, aber du kannst die Absicht dafür fassen, dass du generell akzeptieren möchtest. Die Bewusstseinsforschung hat längst herausgefunden, dass allein der Wille dabei helfen kann, die Tür zu öffnen.

Kommentar schreiben